Der Liga-Wahnsinn Neun Klubs im Abstiegskampf!

Basel ist enteilt – 14 Punkte Vorsprung auf den Zweiten. Dahinter herrscht Hochspannung. Anders formuliert: Neun Teams kämpfen momentan gegen den Abstieg!

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Raiffeisen Super League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 17 48:15 44
2 YB 17 39:22 32
3 Luzern 17 35:30 29
4 Sion 17 35:30 26
5 GC 17 26:32 21
6 St. Gallen 17 20:26 21
7 Lausanne 17 29:33 17
8 Lugano 17 23:35 17
9 Thun 17 21:31 16
10 Vaduz 17 20:42 15
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Lausanne

Der grosse Zinédine Zidane, dessen Kinder mit Fabio Celestinis Nachwuchs in dieselbe Schule gingen, schwärmt vom Lausanne-Coach: «Er kann Wunder vollbringen.» Das ist noch nicht mal übertrieben. Aufsteiger Lausanne ist Zweiter! Lausanne hat am zweitmeisten Tore erzielt! Aber eben: Der Vorsprung auf Schlusslicht Thun beträgt trotzdem nur 7 Punkte.

Sion

Die Walliser auf dem Durchmarsch! Unter Didier Tholot geriet Sion böse in den Schlamassel. Letzter Platz nach fünf Runden. Nach dem Wechsel zum neuen Trainer Peter Zeidler ist Sion das Team der Stunde. Seit sechs Ligaspielen ungeschlagen. Nächsten Sonntag kann Sion bei Lausanne im Direktduell Platz 2 abluchsen.

YB

Die Bilanz der Berner nach einem Jahr unter Adi Hütter ist – nun ja – durchzogen. Bestenfalls. Finanziell und personell müsste YB die zweitstärkste Kraft der Liga sein. Die Gegenwart sieht ziemlich trist aus: Basel ist längst ausser Reichweite. Zuletzt gab es vier Unentschieden. Drei davon waren Nullnummern, darunter gegen die Abstiegskandidaten Vaduz und Lugano.

GC

Kein Klub illustriert das Top-Flop-Phänomen in der Liga besser als die Hoppers. Zweiter in der Heimspiel-Tabelle – Letzter in der Auswärts-Rangliste! In den gegnerischen Stadien ist GC sogar noch komplett punktelos. Diese Diskrepanz bedeutet Mittelmass auf Rang 5. Aber wer alle zwei Wochen verliert, ist in steter Absturzgefahr.

Lugano

Die Tessiner mischen munter mit: Weil neben Basel und Lausanne nur noch sie ihre Möglichkeiten gut ausschöpfen. Lugano hat Leidenschaft, Teamspirit und mit Ezgjan Alioski einen Shootingstar, der nicht abhebt. Und Realismus: Als Aufsteiger des letzten Jahres hat man nichts anderes als den Ligaerhalt im Sinn. Der Kurs stimmt!

Luzern

Auf den Höhenflug folgte der Absturz. 5 Spiele, 12 Punkte – Luzern ist hervorragend in die Saison gestartet. Zwischenzeitlich lag man auf Platz 2. Da wuchsen die Bäume am Pilatus in den Himmel. Doch seit September läuft nichts mehr: Es folgten fünf Niederlagen in sechs Spielen. Die Partie kommenden Sonntag gegen St. Gallen ist tatsächlich ein Kellerduell!

Vaduz

Sechs von elf Punkten holte Vaduz gegen Lieblingsgegner St. Gallen. Ansonsten krebsen die Liechtensteiner mit ihrem Masse-statt-Klasse-Kader aber durch die Liga und haben Glück, dass die meisten Gegner auch ihre Probleme haben. Vier Punkte Rückstand auf Lugano und sechs auf Lausanne zeigen, dass Vaduz den Direktkonkurrenten hinterherhinkt.

St. Gallen

Die bisherige Espen-Saison in einem Wort: Geknorze. Bei St. Gallen wechseln sich brauchbare Leistungen wie gegen Basel mit schwachen wie gegen Vaduz munter ab. Mit drei Heimpleiten in Serie eine bedenkliche Bilanz zu Hause. Steigert sich das Team von Trainer Joe Zinnbauer nicht, wird man bald mitten im Abstiegsstrudel sein.

Thun

«Vielleicht», vermutet Thuns Sportchef Andres Gerber, «waren wir in den letzten Jahren verwöhnt.» Zwar hatten die Oberländer vor der Saison stets den Ligaerhalt zum Ziel erklärt. Der war aber meist schon in der Winterpause gesichert, sodass man Richtung Europa League schielen durfte. In dieser Saison gehts für Thun ums Überleben. Sportlich – und finanziell sowieso!

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 03.11.2016
Tor-Festival im Wallis Sion besiegt GC mit 4:2

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26 Kommentare
  • Marc  Burki 18.10.2016
    Jeder kann jeden schlagen, dass muss nicht zwingend die Stärke der Liga in Frage stellen. Einige Teams spielen regelmässig mit 20 oder gar noch jüngeren Spieler. Die Super League ist eine Ausbildungsliga. Die Guten, welche aber doch nicht allzu gut sind gehen dann später zum FCB und die Besseren ins Ausland. Wen interessierts? Sollen die auf dem Barfüsser von mir aus den Titel an Weihnachten feiern. Freuen wir uns über torreiche und spannende Spiele gegen die anderen neun Mannschaften.
  • Werner   Werhub, ☺ aus Globâle, Tuvalu, Vaiaku █ Fongafale
    18.10.2016
    ja Alpenliga ist sicher interessant
    dann könnten alle Mannschaften auch die
    die am finanziellen Anschlag sind
    etwa 5 mal nach Wien und Umgebung reisen
    mit 1- 2 Uebernachtungen.
    Das würde die Klasse der Meisterschaft und auch die Kassen enorm steigern

    Gruss vom Atoll
    Kopf oben am Hals mal einschalten
  • remo  balisto 18.10.2016
    Ja ausgeglichener wäre die Liga ohne FcB schon, aber das heisst natürlich noch lange nicht , dass sie dann auch besser wäre. Aber das ist wieder mal Typisch, statt dass man in anderen Clubs besser arbeitet um das Niveau zu heben, würde man lieber den Erfolgreichen aus Basel ins Ausland abschieben, integriert dafür Mannschaften aus dem Ausland wie Vaduz in die Liga und Träumt dann von einer Alpenliga mit den noch schwächeren Österreichern.....na dann viel Spass bei Europas Fussball Lachnummer.
  • Lorenzo  Ciliberto aus Zürich
    18.10.2016
    Die Schweiz ist zu klein um eine Top-Liga zu haben. Und zwei kleine Länder geben kein grosses. Eine "Alpenliga" ist keine durchdachte Lösung.
    • Paul  Neidhart aus Zürich
      18.10.2016
      9 CH 9 Austria zu Beginn ergibt 34 Spiele
      die letzten 3 steigen ab
      beim Aufstieg sind Nummer 1. des Landes direkt die Nummern 2 spielen Barrage
  • Werner  Muckenhirn-Werhub aus Basel
    18.10.2016
    Ich denke YB wird die von Gigi Oeri seit Jahren mit zig Millionen gesponserte Mannschaft noch abfangen, da schaut aber der Werni und der Peterli dann bös in die Röhre:-)) Keine Hobbies, keine Freunde und vor allem kein Titel, quo vadis nach Tuvalu und Solothurn?