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Rey feiert seinen Siegestreffer, YB mit Bregy (l.) ist geschlagen. (Keystone)
Das Wankdorf-Stadion, seit dem WM-Final 1954 und dem überraschenden Titelgewinn der Deutschen weltweit bekannt, war am Pfingstmontag 1991 mit
50 000 Fans ausverkauft. Seit 1966 (FCZ – Servette 2:0) sind nie mehr so viele Zuschauer zu einem Cupfinal nach Bern gefahren.
An die 30 000 waren bei strahlendem Wetter aus dem Wallis gekommen. Fendant- und Raclette-Duft lag in der Berner Luft. Doch die Walliser im Stadion waren plötzlich mucksmäuschenstill.
Denn YB führte dank einem Eigentor von Alvaro Lopez (er machte 530 NLA-Spiele!) und Nati-Stürmer Dario Zuffi 2:0.
Sions heissblütiger Trainer Enzo Trossero (der spätere Schweizer Nati-Coach) setzte alles auf eine Karte. Der Argentinier wechselte zur zweiten Hälfte zwei Walliser Junioren ein.
Rey und Orlando schrieben Geschichte
Der 18-jährige Alexandre Rey und der nur ein Jahr ältere David Orlando schrieben Geschichte. Erst glich Orlando («Am Anfang siezte ich meine Mitspieler Brigger und Geiger») mit zwei Treffern aus, dann gelang Rey in der 79. Minute der Siegestreffer für die verrückten Walliser.
Mit der 5000-Franken-Siegprämie jettete Cup-Held Orlando darauf mit seiner Freundin in die Dominikanische Republik. Orlando plagte sich später mit Verletzungssorgen herum. Rey machte 18 Länderspiele, arbeitet heute bei Xamax. (M.K.)