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Die Berner bejubeln das Tor von Ghezal. (Keystone)
Der 31. August wars. Ein heisser Sommertag. Weit weg von den aktuellen winterlichen Temperaturen. GC war im Stade de Suisse. Vladimir Petkovic, eben erst YB-Trainer geworden, sorgte mit seinem 3-4-3-System für Irritationen. Die Zürcher siegten 3:1.
YB stand weit hinten in der Tabelle. Und niemand konnte damals ahnen, dass die Berner danach ein halbes Jahr, 14 Meisterschafts- und drei Cupspiele, ohne Niederlage gegen ein Schweizer Team bleiben würde. Gestern waren die Hoppers wieder in Bern. Und alles war ganz anders.
YB strotzt mittlerweile vor Selbstvertrauen. Aufgrund seiner Überlegenheit lässt das Team zuweilen gar Anflüge von Überheblichkeit erkennen. Vielleicht auch deshalb wirkte es gegen das letzte GC-Aufgebot lange Zeit fahrig. «Da spielten wir zu kompliziert. Das haben wir danach geändert», sagte Captain Mario Raimondi. Als ob dies so einfach wäre, als ob man einfach einen Hebel umlegen könnte.
Doch so geschah es gestern. Als Ghezal einen Eckball von Raimondi einköpfelte (56.), wars um die Zürcher geschehen. «Wir waren nicht in der Lage zu reagieren»,
bekannte GC-Coach Hanspeter Latour. Warum? «Weil es einfach nicht ging.» Manchmal braucht es im Fussball keine komplizierten Flipcharts…
Als dann noch Seydou Doumbia nach einer guten Stunde kam, der Überjoker der Liga, wars um die Hoppers endgültig geschehen. Die zwei von Ref Busacca nicht gepfiffenen Penaltys waren längst kein Thema mehr. Doumbia legte zuerst für Hochstrasser auf – 2:0. Dann liess der Ivorer mit dem dritten YB-Tor innert 14 Minuten den Traum vom Cupfinal im eigenen Stadion am 20. Mai endgültig weiterleben.
Dieses 3:0, der vierte Zu-Null-Cuperfolg von YB in dieser Saison, hat auch eine geschichtliche Dimension: Es war im 12. Anlauf das zweite Cupaufeinandertreffen zwischen diesen Teams, das YB in der regulären Spielzeit für sich entscheiden konnte. Zuvor gabs «nur» zwei Siege in Wiederholungsspielen von Cupfinals.