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Lausanne hält in der Startphase hervorragend mit dem haushohen Favoriten Basel mit. Und der erste ganz grosse Aufreger gehört auch dem Unterklassigen. In der 26. Minute taucht Sonnerat allein vor dem FCB-Tor auf und versucht es in der nahen Ecke. Goalie Costanzo zeigt eine Klasse-Parade, Abraham klärt zum Eckball.
Dieser Schock rüttelt die Gastgeber wach. Schon eine Minute später lenkt Chipperfield eine Flanke von Da Silva per Kopf weiter, Stocker verwandelt – ebenfalls mit dem Kopf – zur Basler Führung. Und der FCB doppelt gleich nach. 30. Minute: Shaqiri nimmt aus rund 20 Metern Mass und hämmert den Ball in die tiefe rechte Tor-Ecke. Lausanne-Keeper Favre sieht nicht sonderlich gut aus.
Lausanne ist jetzt angeknackst, aber noch nicht ganz am Boden. Schliesslich lagen die Underdogs auch gegen St. Gallen im Halbfinal zwischenzeitlich hinten. Der definitive K.O.-Schlag folgt aber direkt nach der Pause. Safari flankt, Chipperfield testet Favre mit einem wuchtigen Kopfball. Der Lausanne-Keeper kann nur nach vorne abklatschen lassen, wo Zoua steht und abstaubt – 3:0.
Jetzt fallen die Lausanner auseinander – und der FCB dreht mächtig auf. Allen voran Xherdan Shaqiri. Wie der 18-jährige FCB-Shootingstar in der 52. Minute die Defensive der Gäste mit einem Fusszucken aussteigen lässt, ist Weltklasse. Chipperfield muss nur noch einschieben. Diese Leistung im Cupfinal ist beste Werbung für XS-Shaqiri in Sachen WM-Teilnahme.
Und Hitzfeld registriert Shaqiris Gala-Auftritt durchaus. Bei seinem Solo vor dem 4:0 grinst der Nati-Coach auf der Tribüne bis über beide Ohren. Und der Lörracher hat noch mehr Grund zur Freude. In der 67. Minute gibt Alex Frei nach seinem Oberarmbruch das Comeback, kommt für Chipperfield unter grossem Jubel ins Spiel.
Und der Rückkehrer zeigt nach zehn Wochen Verletzungspause gleich Wirkung. Das 5:0 durch Stocker bereitet der Nati-Captain vor. Ein Treffer von Frei wird wegen Offsides zu Recht aberkannt. Huggel erzielt per Kopf das 6:0-Schlussresultat nach einem Frei-Corner.
Der FCB gewinnt in überragender Manier und holt sich den 10. Cupsieg der Vereinsgeschichte. Der erste Schritt zum Double ist gemacht. Bevor die Gedanken bei den Bebbi aber wieder in Richtung Meisterschaftsfinale gehen, wird gefeiert. Denn wie sagt Coach Thorsten Fink: «Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Mit einem Cup-Sieg im Gepäck geht die Regeneration schneller.»