4:1-Sieg gegen Luzern St. Gallen steht im Cup-Halbfinal!

  • Publiziert: 10.12.2009, Aktualisiert: 09.01.2012

EMMENBRÜCKE – Luzern wird zuhause auf seinem eigenen Acker überrollt und verliert gegen St. Gallen 1:4. Die Innerschweizer verschiessen zwei Penalties.

Die St. Galler kommen von Anfang an besser mit dem tiefen Boden des Gersag-Stadions in Emmebrücke zurecht und schlagen in der 13. Minute durch Mario Frick ein erstes Mal zu.

Mit einem Doppelschlag durch Michael Lang (40.) und Pa Modou (43.) machen die höchst effizienten Ostschweizer bereits vor dem Pausentee den Sack zu.

FCL-Trainer Fringer reagiert und wechselt den vorerst geschonten Hakan Yakin sowie Jungspund Nico Siegrist ein. Der Luzerner Sturmlauf trägt bald Früchte, Joker Siegrist kann in der 49. verkürzen. Hoffnung keimt auf.

In der 63. Minute aber schiesst Renggli einen Foulpenalty an den Pfosten. Die Aufholjagd ist gebremst. Und als FCSG-Abwehrchef Jiri Koubsky in der 73. Minute eine Freistossflanke von Costanzo zum 4:1 einnickt, ist die Partie entschieden.

Yakin leistet sich drei Minuten vor dem Abpfiff den Luxus, auch den zweiten Penalty der Luzerner zu verschiessen. Der Nati-Star setzt die Kugel neben dass Gehäuse.

Die herausragenden Figuren bei St. Gallen sind Torschütze Pa Modou und Moreno Costanzo, der drei Freistoss-Assists zum Sieg beisteuert. (msc)

Luzern - St. Gallen 1:4 (0:3)

Gersag – 6535 Zuschauer. – SR Zimmermann.

Tore:
13. Frick 0:1. 40. Lang 0:2. 43. Pa Modou 0:3. 49. Siegrist 1:3. 73. Koubsky 1:4.

Luzern: Zibung; Zverotic, Seoane, Veskovac, Lustenberger; Renggli, Kukeli; Ianu (81. Ferreira), Chiumiento, Frimpong (46. Yakin); Tchouga (46. Siegrist).

St. Gallen: Bolli; Zellweger, Koubsky, Schenkel, Fernando; Nushi, Lang, Costanzo, Pa Modou (73. Winter); Abegglen (80. Frei), Frick (61. Merenda).

Bemerkungen: Luzern ohne Diarra, Etter, Lambert, Sorgic und Wiss (alle verletzt). St. Gallen ohne Zé Vitor (krank), Haas, Cacéres, Muntwiler, Knöpfel und Kollar (alle verletzt). 63. Renggli schiesst Foulpenalty an den Pfosten. 87. Yakin verzieht Foulpenalty. 25. Freistoss von Renggli an den Pfosten. Verwarnungen: 22. Lang (Foul), 33. Nushi (Foul) und Chiumiento (Reklamieren). 50. Pa Modou (Zeitspiel). 56. Bolli (Zeitspiel). 62. Fernando (Foul).

Das Spielprotokoll

Die St. Galler trotten zu den mitgereisten Fans und lassen sich feiern. Hängende Köpfe dagegen bei den Luzernern. Kein Wunder, sie wurden auf ihrem eigenen Acker regelrecht überfahren.

90. Minute: Das Spiel ist aus. St. Gallen steht nach dem 4:1-Sieg in Luzern im Halbfinal des Schweizer Cups.

Massenexodus im Gersag. Die FCL-Anhänger glauben nicht mehr an eine Wende, viele verlassen vorzeitig das Stadion.

87. Minute: Diesmal nimmt Yakin Anlauf ... aber auch er verschiesst! Der Supertechniker haut den Ball nebens Tor!

86. Minute: Schiri Zimmermann zeigt zum zweiten Mal auf den Punkt, schon wieder Penalty für Luzern!

80. Minute: Die ersten Zuschauer verlassen das Gersag-Stadion.

St. Gallen macht seinen letzten Wechsel und bringt Fabian Frei für Nico Abegglen.

73. Minute: TOOOR! St. Gallen baut die Führung auf 4:1 aus.

Wieder ein Freistoss von Costanzo, praktisch von der Cornerflagge aus. Sein Ball segelt durch den Luzerner Strafraum und findet am hinteren Pfosten den völlig freistehenden Koubsky, der problemlos zum 4:1 einnickt.

St. Gallen wechselt zum zweiten Mal: Adrian Winter kommt für Pa Modou ins Spiel.

72. Minute: Gefährlicher Freistoss-Schuss von Costanzo. Der St. Galler zieht aus rund 25 Metern ab, Goalie Zibung kann in extremis den Ball aus der Ecke kratzen.

63. Minute: Renggli nimmt Anlauf .... und schiesst das Leder an den Pfosten!!

62. Minute: Ianu lässt sich im Strafraum ziemlich leicht fallen ... Penalty für Luzern!

61. Minute: Frick scheint angeschlagen zu sein. Der Stürmer lässt sich auswechseln, für ihn kommt Moreno Merenda.

57. Minute: Aufregung im Gersag! FCSG-Goalie Bolli lässt sich beim Abstoss viiiel Zeit ... und wird von den heimischen Zuschauern mit Pfiffen und fliegenden Gegenständen eingedeckt. Der Schiri zeigt dem Goalie die Gelbe, lässt aber doch durch den Platzspeaker durchgeben, dass die Zuschauer das Werfen von Gegenständen unterlassen sollen.

49. Minute: TOOOR! Luzern verkürzt auf 1:3!

Claudio Lustenberger läuft auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch und passt flach in den Strafraum, wo der eingewechselte Siegrist einschieben kann.

Der Ball rollt wieder. Luzern-Trainer Fringer reagiert und bringt Hakan Yakin für Frimpong und Nico Siegrist für Tchouga.

Pause.

Somit ist bei Luzern der Notfall eingetreten. Ein Teileinsatz von Hakan Yakin wird damit immer wahrscheinlicher.

43. Minute: TOOOR! St. Gallen kann gar auf 3:0 erhöhen!

Wieder ein Freistoss von Costanzo. Diesmal steigt Pa Modou am höchsten und köpft die Kugel wie Pfosten ins Tor.

40. Minute: TOOOR! St. Gallen erhöht auf 2:0!

Moreno Costanzo zirkelt seinen Freistoss in den Luzerner Strafraum, wo Lang mit einer Volley-Abnahme in die nahe Ecke zum 2:0 einnetzen kann.

25. Minute: Riesenchance für Luzern! Renggli haut seinen Freistoss an die Latte! Chiumiento und Tchouga verpassen mit ihren Nachschüssen nur knapp den Ausgleich.

Die Luzerner tun sich schwer. Bisher resultiert erst ein Schuss von Ianu ins Aussennetz.

22. Minute: Michael Lang sieht nach einem groben Foul an Davide Chiumiento die erste Gelbe Karte des Spiels.

13. Minute: TOOOR! Mario Frick schiesst St. Gallen 1:0 in Führung.

Der Liechtensteiner hat den Angriff selber eingeleitet, lanciert am Flügel Pa Modou. Der Afrikaner passt quer, wo Seoane und Veskovac vorbeirutschen. Frick steht zur Stelle und schiebt ein.

5. Minute: Das Spiel ist ziemlich zähflüssig. Kein Wunder! Der Acker im Gersag ist zwar mit Sand behandelt worden, aber der Boden ist immer noch sehr tief. Auf den Stadion-Tribünen hat es erstaunlich viele Lücken in den Sitzreihen.

Anpfiff! Das Spiel hat begonnen.

Beim FCL wird Hakan Yakin vorerst auf der Bank sitzen. Der eigentlich bereits ausgemusterte Jean-Michel Tchouga wird von Beginn weg stürmen.

Bei St. Gallen fällt Zé Vitor verletzt aus.

Wie immer im Cup steht Reto Bolli bei den Ostschweizern im Tor. Das kommt überraschend, spielt man doch heute gegen ein Team aus der Super League. Trainer Uli Forte setzt auch heute auf zwei Stürmer, Nico Abegglen und Mario Frick sollen für die Tore sorgen.

In wenigen Augenblicken beginnt auf dem «GersAcker» in Emmenbrücke die Cuppartie zwischen Luzern und St. Gallen.