Kaenzig: «Lausanne prostituiert sich und wird belohnt»
Blick am Abend-Kolumnist Ilja Kaenzig über den Abkauf des Cup-Heimrechts und dessen Folgen.
Aktualisiert um 22:42 | 14.12.2009
Der YB-Plan, sich die Quali für den Cup-Halbfinal zu «vereinfachen» ist schiefgegangen. Und wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Denn auch finanziell war der Abkauf des Heimrechts für das Stade de Suisse wegen eines Fanboykotts kein gutes Geschäft.
Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang aber, dass Lausanne für seinen «Husarenstreich» jetzt auch noch gefeiert wird. Ein Club, der für 100 000 Fränkli bereit war, sich zu prostituieren und seinen Heimvorteil zu verkaufen. Der damit Fans, Mitglieder, Sponsoren und die Stadt Lausanne um einen Cup-Hit gebracht hat?
Ein Club, der sonst ständig all jene, die er jetzt verprellt hat, um Geld anbettelt, wenn wieder mal ein Loch in der Kasse auftaucht. Und vor allem: Ein Club, der das Image des Cups ruiniert hat.
Denn was ist moralisch verwerflicher: Geld anzubieten – oder dieses anzunehmen? In einer Zeit, in der die Challenge League im Fokus des Wettskandals steht und Wettbetrügern in der Öffentlichkeit mehr Verachtung zu Teil wird als den Wettpaten, ist die Antwort klar.
Dem Vorstand von Lausanne ist zuzutrauen, dass er überlegt, ob sie im Falle eines Cup-Siegs auch ihren Europacup-Platz meistbietend verkaufen sollen.
Denn auch finanziell war der Abkauf des Heimrechts für das Stade de Suisse wegen eines Fanboykotts kein gutes Geschäft.
Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang aber, dass Lausanne für seinen «Husarenstreich» jetzt auch noch gefeiert wird. Ein Club, der für 100 000 Fränkli bereit war, sich zu prostituieren und seinen Heimvorteil zu verkaufen. Der damit Fans, Mitglieder, Sponsoren und die Stadt Lausanne um einen Cup-Hit gebracht hat?
Ein Club, der sonst ständig all jene, die er jetzt verprellt hat, um Geld anbettelt, wenn wieder mal ein Loch in der Kasse auftaucht. Und vor allem: Ein Club, der das Image des Cups ruiniert hat.
Denn was ist moralisch verwerflicher: Geld anzubieten – oder dieses anzunehmen? In einer Zeit, in der die Challenge League im Fokus des Wettskandals steht und Wettbetrügern in der Öffentlichkeit mehr Verachtung zu Teil wird als den Wettpaten, ist die Antwort klar.
Dem Vorstand von Lausanne ist zuzutrauen, dass er überlegt, ob sie im Falle eines Cup-Siegs auch ihren Europacup-Platz meistbietend verkaufen sollen.
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Das sagen Blick.ch-Leser
- Thomas Meier, Lugano - 23:46 | 14.12.2009
- » Herr Känzig hat recht.. Der Cup verliert die Glabuwürdigkeit. Die mickrigen Zuschauerzahlen bei YB:Lausanne und FCB:Biel sprechen Bände. Der SFV sollte endlich durchgreifen und die Spiele sollten zwingend gemäss der Auslosung gespielt werden. Bei Widerhandlung Ausschluss aus dem Cupwettbewerb und aus Europacup für mindestens dei Jahre.
- Zoro Basel, Basel - 22:06 | 14.12.2009
- » Ach Herr Kanezig hören Sie bitte auf den Moralapostel zu spielen.Sie solten wissen wie es im Fussball und anderswo läuft. Geld regiert die Welt. Was würden Sie nicht alles tun für 100 000 Fränkli? Sagen Sie es lieber nicht. Noch was zu Ihrem letzten Satz betreffend dem Europacup-Platz. Diese Bemerkung ist beleidigend und äusserst dumm. Sind Sie ein YB-Fan und frustriert ob der Klatsche?
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