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Die Stimmung im restlos ausverkauften Stade de Suisse in Bern ist fantastisch, als Schiedsrichter Claudio Circhetta den 84. Cupfinal zwischen den Berner Young Boys und Sion anpfeift. Die Sittener haben vor dem Spiel Protest eingelegt, weil sie mit der Schiedsrichter-Wahl unzufrieden sind. Circhetta hat acht Mal ein Sion-Spiel geleitet, nie konnten die Walliser gewinnen.
YB erwischt den besseren Start, doch Sion fängt sich. Gerade als die Walliser das Spiel dominieren, verliert Verteidiger Fermino den Ball und bringt Varela im Strafraum zu Fall – Penalty für die Young Boys in der 22. Minute. Yapi verlädt El-Hadary und bringt die Berner in Führung.
Nur eine Viertelstunde später folgt der zweite Dämpfer für die Sittener. Alioui lenkt eine Raimondi-Flanke mit dem Hinterkopf ins eigene Tor. Wenige Augenblicke später verpasst Yapi mit einem Schlenzer die vorzeitige Entscheidung.
Sion dreht 0:2 wie 1991 in einen 3:2-Sieg
Doch die Spieler des FC Sion erinnern sich an den Cupfinal 1991. Auch damals lagen die Sittener gegen YB 0:2 zurück und drehten das Spiel noch – allerdings erst nach der Pause. Obradovic profitiert in der 41. Minute von einem Wölfli-Abpraller, der einen guten Afonso-Kopfball nicht festhalten konnte, und schiebt ein.
Nach der Pause kann YB den Vorsprung nicht zum Konterspiel ausnützen, denn schon in der 52. Minute trifft Einwechselspieler Sarni zum Ausgleich. YB wirkt etwas uninspiriert, Sion ist durchaus ebenbürtig.
Dann wiederholt sich die unglaubliche Geschichte: In der 88. Minute enteilt Afonso der YB-Abwehr und trifft herrlich an Wölfli vorbei zum 3:2 für die Sittener. Die Sion-Fans sind im Freudentaumel, YB ist am Boden. (ds)
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