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Erst um 02.52 Uhr treffen die Spieler des FC Sion in Sitten ein, trotzdem scheint der ganze Kanton Wallis auf den Beinen zu sein. Kein Wunder: Tausende wollen mit dem aktuellen Cupsieger den elften Triumph feiern. Die Stimmung ist ausgelassen, denn der Cup-Mythos des FC Sion hält nach dem 3:2 über die Berner Young Boys weiterhin Bestand. Noch nie mussten die Walliser in einem Cupfinal den Platz als Verlierer verlassen – wahn-sion!
Nicht nur die Fans, sondern auch die Sion-Spieler schwenken die Kantonsfahnen, ein herrliches Flaggen-Meer! Damit die Nacht zum Tage wird, erhellen auch Pyros den Himmel. Ja, genau, Pyros. Die Feuerwerkskörper, die für jeden Sicherheitschef ein Gräuel darstellen
Pyros im Stadion und bei der Cupfeier
Auch während des Cupfinals zündeten vornehmlich die YB-Fans Pyros. In der Halbzeit mahnte der Stadionsprecher: «Die Lichtanlage im Stade de Suisse ist hell genug. Das Zünden von Pyros ist überflüssig, gefährlich und sie schaden ihrem Image.» Dieser Aufforderung leisteten die YB-Anhänger keine Folge und scheinbar stellen auch für die FC Sion Spieler die Pyros keine Gefahr dar.
Denn wie ist es anders zu erklären, dass Didier Crettenand auf dem Fasnachtswagen einen rot leuchtenden Feuerwerkskörper abfackelt? Den Fans hat der Urwalliser damit richtig eingeheizt, die Frage bleibt aber, ob der 23-Jährige damit seiner Vorbildfunktion auch gerecht wird.