Ausschreitungen nach Cup-Krimi

  • Publiziert: 14.04.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

LUZERN - Der Cup-Halbfinal zwischen Luzern und Sion war ein Fussball-Krimi, wie er im Bilderbuch steht. Leider hatte auch die Polizei dabei alle Hände voll zu tun.

Es ist ein veritabler Krimi im Cup-Halbfinal zwischen Luzern und Sion, der erst im Penalty-Drama von Sion-Goalie Beney entschieden wird.

Umso grösser dafür die Emotionen, die sich nach über zwei Stunden der Anspannung in der Luzerner Allmend entladen.

Rund zwei Dutzend Sion-Fans feiern ihre Cup-Helden nach dem Spiel auf dem Platz, klettern über die Abschrankungen.

Dabei provozieren sie die FCL-Fans, die sich ebenfalls auf dem Spielfeld befinden. Schade für einen tollen Fussballabend: Die Polizei muss einschreiten und die beiden Fan-Lager trennen.

Ärger schon während des Spiels

Noch schlimmer geht es vor dem Stadion zu und her, wo die Polizei Wasserwerfer und Gummischrot einsetzen muss, um eine drohende Massenschlägerei zu verhindern. Flaschen und pyrotechnische Gegenstände prasseln auf die Polizei nieder.

Feuerwerkskörper sorgten schon während des Spiels für Unmut. Beide Fan-Lager sparten nicht an Pyrotechnik, trotz der missbilligenden Gesänge der zahlreich anwesenden «normalen» Fans.

Die Polizei musste vorübergehend fünf Personen festnehmen. Diese müssen mit einer Strafanzeige wegen Sachbeschädigung sowie Gewalt und Drohung gegen Polizisten rechnen. (Si/sme)