Aua! Was für eine Lehrstunde für Xherdan Shaqiri – und das ausgerechnet von seinen künftigen Kollegen. Wird ihm angst und bange?
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Ribéry und Robben: Nach dem 7:0-Wirbel werden sie die Konkurrenz von Shaq nicht fürchten.
(Illustration: Igor Kravarik)Als der Kraftwürfel bei der 0:7-Klatsche gegen Bayern nach 80 Minuten ausgewechselt wird, gibts Applaus von den Rängen. Und das, obwohl seine Leistung mit Sicherheit keinen im Stadion vom Hocker gerissen hat. Von Bayerns Stadionspeaker gibts ein paar warme Worte via Lautsprecher auf den Weg: «Servus Junge. Bis bald!» München freut sich offenbar auf Shaqiri.
Doch nach der brutalen Vorführung durch seine künftigen Mitspieler stellt sich die Frage: Sind diese Bayern vielleicht doch eine Nummer zu gross für den Zauberzwerg? Und wo soll er überhaupt spielen?
Auf den Flügeln wirbelten Tulpen-Turbo Arjen Robben und Dribbelkönig Franck Ribéry dermassen, dass selbst Shaqiri schwindlig geworden sein dürfte. Und auf den Aussenverteidiger-Positionen, die Shaq auch besetzen könnte, machten Captain Philipp Lahm und Shootingstar David Alaba mächtig Dampf.
BLICK fragte Shaqiri: Machen Sie sich Sorgen? «Nein, nein», wiegelt er ab. «Dass Robben und Ribéry überragende Fussballer sind, weiss man ja. Ich freue mich riesig darauf, in der nächsten Saison solch tolle Mitspieler zu haben.»
Angst hat Shaqiri offenbar nicht. Dennoch dürfte er sich sein erstes Mal in der Allianz-Arena ganz anders vorgestellt haben. «Natürlich hätte ich lieber nicht 0:7 verloren, sondern gewonnen. Aber die Atmosphäre im Stadion war toll, auch darauf freue ich mich.»
Just als er das sagt, kommt Bayern-Präsident Uli Hoeness vorbei, gibt seinem 15-Millionen-Einkauf einen freundschaftlichen Klaps. «Servus Xherdan.» Shaqiri lächelt, gibt Hoeness respektvoll die Hand. Dann sagt Würstchen-Uli einen Satz, der Shaq schlucken lassen muss: «Bayern hat so gespielt, wie Bayern normalerweise spielt.» Heisst: Dieser Power-Fussball, diese Offensiv-Lawine ist in München Alltag.
Beim 0:7-Debakel ist Shaqiri wie auch alle seine Kollegen mit dieser Power überfordert. Er bekommt kaum einen Fuss vor den anderen. Doch war es nicht der Abend der Basler. Und Shaqiri hat bereits bewiesen, dass er ganz anders kann, auch auf höchstem internationalem Niveau.
So in den Spielen gegen Manchester United, mit der Nationalmannschaft gegen England oder mit der U21 an der EM. «Wir werden noch viel Freude an dem Jungen haben», ist sich Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge deshalb sicher. Hoffentlich gilt dies auch umgekehrt…
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