Abdi im Abseits Ihm kann nur noch die Schweinegrippe helfen

  • Publiziert: 30.09.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Thomas Renggli

MAILAND - Nach der harten Kritik von Almen Abdi am FCZ, muss der Spielmacher gegen Milan auf die Bank. Es sei denn, viele Spieler fallen krankheitshalber aus...

Medienkonferenzen vor Europacup-Spielen sind Pflichtanlässe der unspektakulären Sorte. Es wird viel geredet, aber wenig gesagt. Anders gestern in Mailand. Grund dafür waren Almen Abdis Vorwürfe an FCZ-Trainer Bernard Challandes: «Der FCZ ist mitverantwortlich, dass mein Wechsel zu Udine nicht geklappt hat.» «Ich bin auch deshalb Ersatz, weil ich den Vertrag nicht verlängert habe.»

Diese Vorwürfe liess Challandes nicht ohne Kommentar: «Abdi soll denken, was er denken will – und sagen, was er sagen will. Ich bin Trainer des FCZ, und ich will gewinnen. Deshalb stelle ich immer die besten Spieler auf.»

Dazu gehört Abdi in dieser Saison nicht – auch im San Siro nicht. Handelt sich bis heute Abend nicht das gesamte Zürcher Personal die Schweinegrippe ein, muss Abdi wieder auf die Reservebank.

Immerhin kann er für sich in Anspruch nehmen, dass er es endlich bis nach Italien gebracht hat – wenn auch nur für 48 Stunden. Sportchef Fredy Bickel schüttelt den Kopf: «Ich bin persönlich sehr enttäuscht. Wenn das grosse Geld ins Spiel kommt, ändert sich alles. Der FCZ ist Abdi doch völlig egal.»