Di Matteo nach Chelsea-Triumph «Ich denke nicht, dass Barcelona den Final verdient hätte»

Der Schaffhauser Roberto Di Matteo (41) feiert als Chelsea-Trainer mit dem Einzug in den Champions-League-Final den grössten Erfolg seiner Karriere.

  • Publiziert: 25.04.2012
  • Von Marc Ribolla und Andreas Böni

Wer folgt Chelsea in den Final?»

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Das grosse Barcelona mit Superstar Lionel Messi ist tatsächlich an der Abwehrtaktik des Schaffhauser Chelsea-Trainers Roberto Di Matteo gescheitert. Der 41-Jährige liess sein Team im Champions-League-Halbfinalrückspiel (2:2) wie eine Handballmannschaft verteidigen – mit Erfolg und ein wenig Glück.

Für Di Matteo – nach wie vor nur Chelseas Interimstrainer – ist es zweifellos der grösste Triumph seiner Trainerlaufbahn. «Von vielen Seiten wurden uns keinerlei Chancen zugestanden, aber die Spieler haben Charakter bewiesen», sagt Di Matteo.

«In der zweiten Hälfte war nicht die Taktik entscheidend, sondern Leidenschaft, Stolz und das Verlangen, das Endspiel zu erreichen», analysiert er den Chelsea-Erfolg.

Bei «thesun.co.uk» sagt Di Matteo: «Wir verdienen es, nächsten Monat im Final zu sein. Wir spielen einen anderen Stil als Barcelona. Ich denke nicht, dass sie es verdient gehabt hätten. Ich denke, wir verdienten es, weiter zu kommen.»

«Wir haben etwas Unglaubliches erreicht. Zum richtigen Zeitpunkt werden wir uns mit dem Finale beschäftigen», sagt Di Matteo. Dort warten entweder die Bayern oder Real Madrid.

Auch wenn seine unattraktive Spielweise mit Chelsea gerügt wird: Entscheidend ist der Erfolg. Und den hat Di Matteo mit den Engländern. Er beweist bei Chelsea, dass er für höhere Aufgaben berufen ist.

Vor zwei Jahren liebäugelte Di Matteo – als frischer Trainer nach dem Aufstieg mit West Bromwich in die Premier League – auch mit einem Job in der Super League. «Ja, der FCZ würde mich interessieren», sagte er damals. Die Zürcher machten Urs Fischer zum Coach.

Mit dem Chelsea-Erfolgszug wird die Schweizer Liga nun wohl für immer eine Nummer zu klein bleiben für Di Matteo.

Auch Ex-Torschützenkönig Petar Aleksandrov jubelte mit Di Matteo.

Einer flippt vor Freude fast aus über den Einzug von Chelsea in den Final. Beim Spiel in London gegen Napoli war Petar Aleksandrov noch bei seinem Robi zu Besuch. Der Ex-Torschützenkönig der Schweizer Liga freute sich wie ein Kind über den Erfolg seines Freundes Di Matteo. Wie immer schickte er Roberto nach dem Erfolg ein gemeinsames Foto mit dem Aarauer Meisterpokal von 1993. Petar schaute sich das Spiel ganz alleine an. Sein SMS an Di Matteo: «Auguri Grande!!! Wahnsinn! Ich zittere immer noch und freue mich wie ein Kind! Bravo Grande Robi!» Logisch - jetzt will Aleksandrov unbedingt zum Champions-League-Final nach München. «Wenn ich ein Ticket bekomme, will ich meinen Freund in München unterstützen, damit es zum Titel reicht», sagt der 49-jährige Bulgare. (M.We.)

Alle Kommentare (47)

  • Karl  Liniger , Cham
    Bayern gewinnt die CL. 100Prosicher! ich hoffe jedoch nicht
    • 26.04.2012
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  • Nino  Bosch
    Hat Di Matteo 2 andere Spiele gesehen? Barcelona ist im Moment nicht in Topform, aber sie waren klar besser, nur haben Sie die Torchancen inklusive Elfmeter nicht verwertet. Chelsea machte aus 3 Chancen 3 Tore. Für mich hätte Barca den Final klar verdient!
    • 25.04.2012
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  • Alfred  Wenger , Rümligen
    mensch herr di matteo was sind sie für ein selbstherrlicher typ. mit einem solch unatraktivem fussball noch einen vollen mund nehmen. solche arroganz gehört gestrafft viel glück im final drücke beide daumen und gehe lieber gut essen.
    • 25.04.2012
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  • Frank  Lustenberger
    ich muss lachen wenn ich die Kommentare hier lese. Was für Experten... :- Da schreibt doch tatsächlich einer, er würde die Saisonkarte verbrennen. haha - wie dümmlich...
    Ich fand das Spiel von Chelsea auch grauenhaft aber Tatsache ist, sie stehen nun im Finale...
    Tja, was ist besser, in Schönheit sterben wie jahrelang alle Schweizer Teams inkl. Nati oder mit effektivem Fussball einige Millionen mehr abkassieren und sich mit dem Finaleinzug dazu die Chance auf den CL Pot und natürlich noch mehr Kohle wahren?
    • 25.04.2012
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  • Herbert  Kessler
    Ist das moderner Fussbal, wenn man sich 75 Minuten lang den Ball zuschiebt einfach nur hin und her ? Das ist Fussbal zum vergessen! Ich will Torschüsse sehen und nicht diesen Barcelona Mist
    • 25.04.2012
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