Huggel vor Granit-Comeback im Joggeli «Ich habe Xhaka nie als Konkurrenten betrachtet»

Im August 2010 betritt Granit Xhaka (24) zum ersten Mal den Joggeli-Rasen. FCB-Legende Benjamin Huggel (36) erinnert sich zurück.

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Es läuft die 87. Minute, damals im August vor sechs Jahren. Das Spiel ist entschieden, 3:1 führt der FCB in der Champions-League-Quali gegen Debrecen. Kaum einer der 20'000 Zuschauer im Joggeli ahnt, welch geschichtsträchtige Szene sich da unten auf dem Rasen gerade abspielt, als die Zahlen 8 und 34 auf der Auswechsel-Tafel aufleuchten. Benjamin Huggel geht, Granit Xhaka kommt. Das Top-Talent ersetzt den Routinier, der Anfang einer Wachablösung. 

Zum ersten Mal betritt der damals 17-jährige Xhaka in einem Pflichtspiel den Joggeli-Rasen, am Dienstag kehrt der verlorene Sohn mit Arsenal zum ersten Mal in «sein» Stadion zurück. Hätte SRF-Experte Huggel damals gedacht, dass Xhaka erst Gladbach-Captain wird und später für 40 Millionen zu den Gunners wechselt? «Das ist schwer zu sagen, aber man hat schon sehr früh gesehen, dass er sehr talentiert war und ein gesundes Selbstvertrauen besass.»

Im Training hätten die älteren Spieler jeweils gegen die Talente gespielt, die Jugend habe meistens gesiegt. «Vorallem dank Granit», so Huggel. «Er konnte den Rhythmus eines Spiels verändern, war schon damals der Taktgeber. Er wusste immer, was er zu tun hatte. Und auch wenn er den Ball mal verloren hat, hat er ihn sofort wieder gefordert.»

«Froh, einen wie Granit zu haben»

Huggel selbst war für Xhaka ein Vorbild, ein grosser Bruder. «Er hat mir schon mehrmals gesagt, dass er viel von mir hat lernen können», so der damals 33-Jährige. Einmal sei Xhakas Mutter zu seinen Eltern gegangen und habe sich bedankt. «Weil ich immer so nett zu ihm gewesen sei. Ich wollte die Jungen immer unterstützen, habe Xhaka nie als Konkurrenten, sondern immer als Mitspieler betrachtet.»

Er sei damals in der Endphase seiner Karriere gewesen, so Huggel und habe keine Angst gehabt, seinen Platz zu verlieren. Ganz im Gegenteil. «Ich war froh, dass wir einen wie Granit auf dem Platz hatten. Ich wollte immer gewinnen und habe lieber bessere Spieler in der Mannschaft gehabt.» 

Dass Xhaka einst zu gut für den FCB werden würde, war Huggel schon damals bewusst. Am Dienstag kehrt der verlorene Sohn ins Joggeli zurück.

Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 06.12.2016

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5 Kommentare
  • T  S 06.12.2016
    Ja damals vor 5 Jahren hatte der FCB noch ein Klasse Team: Frei, Streller, Xhaka, Shaqiri, Fabian Frei, Stocker , Sommer, Huggel, Dragovic, Abraham...... Leider Vergangenheit....,Ersetzt durch Zweiklassigkeit
  • Georg  Kaiser , via Facebook 06.12.2016
    Nun, Xhaka sitzt vorerst mal hauptsächlich auf der Bank bei Arsenal! Unser zweifellos grösstes Talent. Shakiri spielt, wie es Hitzfeld treffend Formuliert, in den Niederungen der englischen Liga. Obwohl Blick diese Spieler immer als Superstars bezeichnet, kennt sie der allgemeine Fussball Fan in Europa überhaupt nicht. Die Schreiberlinge von Blick sollten einfach mal auf dem Boden bleiben und eingestehen, dass seit Chapuisat kein einziger CH Spieler über unsere Grenzen hinaus in aller Munde ist!
    • Nicolas  Hunziker 06.12.2016
      Blödsinn! Es stimmt zwar, dass Xhaka nicht immer durchgespielt hat, er hat jedoch deutlich mehr Premierleaguezeit auf dem Rasen statt auf der Bank verbracht und hat bereits in seiner ersten Saison mehrmals durchgespielt, dies in einem Weltklassekader!
    • Timo  M 06.12.2016
      der allgemeine Fan in Europa kennt sowohl Xhaka, als auch Shaqiri sehr wohl! Beide sind allen Fussballfans bestens bekannt, und dies nicht nur in der Schweiz! Nebenbei sind auch Lichtsteiner, Sommer, Inler und Embolo sehr bekannt. Xhaka war gerade wegen seines Transfers diesen Sommer in aller Munde (40 Mio.!). Und Shaqiri ist immer wieder in den News aufgrund seiner vielen spektakulären Tore (EM-Seitfallzieher, Doppelpack bei Stoke (ein Freistosstor dabei))...
    • Georg  Kaiser , via Facebook 06.12.2016
      Es war sogar Blick, die eine Umfrage in London! gemacht haben (Mit Bild von Xhaka) und die wenigsten haben ihn gekannt. Lichtsteiner kennt man vielleicht in Italien und Shakiri um Stoke herum. Fragt mal in Spanien, oder in Frankreich nach Schweizer Namen. Ich bleibe dabei, der letzte den ALLE gekannt haben, hiess Chapuisat.