Molde-Coach Solskjaer über FCB-Vogel «Hoffentlich sass er 1999 als Manu-Fan im Stadion»

Molde-Coach und ManU-Legende Ole Gunnar Solskjaer (39) spricht im Interview mit Blick.ch über die Schweiz, den FCB und magische Nächte. Heute trifft Basel in der CL-Quali auf Molde (19.00 Uhr).

  • Publiziert: 31.07.2012, Aktualisiert: 01.08.2012
  • Von Heiko Ostendorp
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Molde-Coach Ole Gunnar Solskjaer erinnert sich gerne an Basel.

(Keystone)
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Die FCB-Delegation bei der Ankunft am Dienstag am Flughafen in Molde.

(Keystone)

Welche Erinnerungen haben Sie an Basel?
2002 habe ich mit ManU in Basel gespielt und beim 3:1 getroffen. Ich habe dem Goalie dabei durch die Beine geschossen (lacht).

Welche FCB-Spieler kennen Sie?
Ich habe viele Videos gesehen, besonders müssen wir natürlich auf Frei und Streller aufpassen. Das sind zwei erfahrene Stürmer, die lange im Ausland gespielt haben und die immer gefährlich sind.

Was erwarten Sie vom Gegner?
Mir gefällt die Mentalität des Klubs. Basel spielt schnellen Fussball, die Spieler rotieren ständig, sind gut in der Luft und sie treten als Team auf. Ausserdem sind sie im Gegensatz zu uns solche Situationen gewohnt.

Haben Sie die Matches gegen ManU gesehen?
Natürlich. Das waren für den Klub sicher die grössten Spiele der Vereinsgeschichte. Aber jetzt hat Basel ein etwas anderes Team. Und warum sollen uns jetzt nicht solche magischen Nächte gegen eine grössere Mannschaft gelingen?

Sie rechnen sich also Chancen aus?
Auf jeden Fall. Ich vetraue meinen Spielern. Wir glauben an uns. Wir haben ein junges Team, aber wir sind hungrig. Und unser Vorteil ist, dass wir mitten in der Saison sind.

Während der FCB nicht gut gestartet ist.
Das war auch schon im letzten Jahr so. Danach haben sie ManU ausgeschaltet. Basel hat einige Spieler verloren - da ist es logisch, dass sie noch nicht in Topform sind. Vielleicht ist das unser kleines Plus.

Welches Resultat wünschen Sie sich für Mittwoch?
Ganz ehrlich: Wir haben noch selten in einem Ernstkampf gegen ein Team mit solcher Qualität gespielt. Von daher ist es wichtig zu sehen, wie meine Spieler auf diesem Niveau bestehen. Wir können viel lernen und wollen eine gute Performance liefern. Das ist fast wichtiger als das Ergebnis.

Ist es auch für Sie ein besonderes Spiel?
Natürlich. Das sind die Abende, die man als Spieler und als Trainer erleben will. Zwei meiner Jungs waren 1999 dabei, als sich Molde erstmals für die Champions League qualifizierte. Sie haben diese Nacht nicht vergessen. Auch Mittwoch soll es eine unvergessliche Nacht werden.

Wie viele Fans erwarten Sie?
In der letzten Runde gegen Ventspils kamen 7500, aber da war hier ein grosses Jazz-Festival. Ich hoffe, dass die Leute realisieren, dass solche Spiele nicht alltäglich sind. Das Spiel gegen Basel ist das Highlight der Saison.

Vergleichen Sie Molde und den FCB, bitte.
Der grösste Unterschied ist das Budget. Die Philosophie als Ausbildungsverein ist ähnlich, aber auf einem ganz anderen Level. Wir bilden junge Spiele aus und verkaufen sie nach Holland oder in die Schweiz. Basels Talente wechseln wie jetzt zu Bayern oder Mönchengladbach.

Auch Heiko Vogel ist wie Sie ein junger Trainer, hat aber selbst nie hoch gespielt. Vor- oder Nachteil?
Das spielt keine Rolle. Es gibt erfolgreiche Trainer wie Mourinho, die keine grosse Spielerkarriere hatten. Ich bin mir sicher, dass auch Heiko seinen Weg machen wird. Vielleicht sind wir ja in 20 Jahren beide bei einem grossen Klub.

Sie bei ManU?
Ich bin realistisch, nicht naiv. Aber wenn mich vor 20 Jahren jemand gefragt hätte, ob ich mir zutraue, mal bei ManU zu spielen, hätte ich auch gesagt Nein. Also wer weiss…

Wussten Sie, dass Vogel 1999 auf der Tribüne sass, als Sie in der Nachspielzeit gegen Bayern trafen?
(lacht) Nein, aber ich hoffe, er war als ManU-Fan im Stadion.

Alle Kommentare (2)

  • Peter  Keller , Solothurn
    Toll, dass das fantastische Weltklasse Team auch einmal bei den Norwegern Fussball zelebrieren darf.
    • Kaiser  franz , bayern
      Welches weltklasseteam meinen sie nun? Siolskjaer ist ja wohl der einzige der hier wektklasse war, oder ist. Tsts... Baselfans.
      • 01.08.2012
      • als Kommentar auf Peter  Keller , Solothurn
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