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Schon 20 Minuten vor Spielschluss zeichnet sich Ärger ab. Bayern-Dribbler Franck Ribéry muss – für viele zu Unrecht – für Kollege Müller vom Feld.
Statt aber wie jeder ausgewechselte Spieler seinem Trainer kurz die Hand zugeben, stapft der Franzose sauer an Jupp-Heynckes (66) vorbei. Der Schweizer Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld am TV: «Das hat mich gewundert. Da scheint einiges nicht zu stimmen.»
Schon das 0:0 in Freiburg war für die verwöhnten Bayern-Funktionäre viel zu wenig. Jetzt, nach dem 0:1 in Basel und dem drohenden Champions-League-Out, ist die Krise beim deutschen Rekordmeister da, die Bayern sind geschockt.
Fast gleichzeitig mit dem Schlusspfiff zitiert der Münchner Sportchef Christian Nerlinger die Mannschaft in die Kabine. Dort ist es offenbar ziemlich laut geworden. Die «Bild-Zeitung» schreibt von Vorwürfen, die sich die Spieler gegenseitig an den Kopf werfen.
Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer: «Basel hat verdient gewonnen. Das ist nicht der FC Bayern der Vorrunde. Jetzt muss eine Explosion kommen.»
Angesprochen auf den verweigerten Handschlag von Ribéry platzt Präsident Uli Hoeness (60) der Kragen. Der Bayern-Boss tobt im TV-Interview: «Immer dieser Scheiss-Handschlag! Wir sind doch hier nicht im Mädchenpensionat!»
Goalie Manuel Neuer:«Wir haben die Niederlage uns selbst zuzuschreiben. Wir müssen die Fehler klar intern ansprechen.»
Ex-Bayern-Trainer Hitzfeld erkennt das Problem im zentralen Mittelfeld: «Schweinsteiger fehlt an allen Ecken und Enden, das sieht man immer dann, wenn er nicht spielt. Er ist das Gehirn der Mannschaft. Das kann man nicht adäquat ersetzen.»
Der akutelle Trainer dagegen spielt die Krise an der Pressekonferenz runter. Heynckes: «Ein Unentschieden wäre über die 90 Minuten gerecht gewesen. Ich habe sehr viel Erfahrung im Europapokal und weiss, dass es noch ein zweites Spiel gibt. Wir sind selbstbewusst genug, um das im Rückspiel noch umbiegen zu können.» (wst)
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