Riesenzoff bei Bayern – laute Worte in der Kabine Hoeness tobt: «Wir sind hier nicht im Mädchenpensionat!»

Die 0:1-Pleite in Basel setzt den Bayern arg zu. Es brodelt kräftig beim FC Hollywood.

  • Publiziert: 23.02.2012

Schon 20 Minuten vor Spielschluss zeichnet sich Ärger ab. Bayern-Dribbler Franck Ribéry muss – für viele zu Unrecht – für Kollege Müller vom Feld.

Statt aber wie jeder ausgewechselte Spieler seinem Trainer kurz die Hand zugeben, stapft der Franzose sauer an Jupp-Heynckes (66) vorbei. Der Schweizer Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld am TV: «Das hat mich gewundert. Da scheint einiges nicht zu stimmen.»

Schon das 0:0 in Freiburg war für die verwöhnten Bayern-Funktionäre viel zu wenig. Jetzt, nach dem 0:1 in Basel und dem drohenden Champions-League-Out, ist die Krise beim deutschen Rekordmeister da, die Bayern sind geschockt.

Fast gleichzeitig mit dem Schlusspfiff zitiert der Münchner Sportchef Christian Nerlinger die Mannschaft in die Kabine. Dort ist es offenbar ziemlich laut geworden. Die «Bild-Zeitung» schreibt von Vorwürfen, die sich die Spieler gegenseitig an den Kopf werfen.

Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer: «Basel hat verdient gewonnen. Das ist nicht der FC Bayern der Vorrunde. Jetzt muss eine Explosion kommen.»

Angesprochen auf den verweigerten Handschlag von Ribéry platzt Präsident Uli Hoeness (60) der Kragen. Der Bayern-Boss tobt im TV-Interview: «Immer dieser Scheiss-Handschlag! Wir sind doch hier nicht im Mädchenpensionat!»

Goalie Manuel Neuer:«Wir haben die Niederlage uns selbst zuzuschreiben. Wir müssen die Fehler klar intern ansprechen.»

Ex-Bayern-Trainer Hitzfeld erkennt das Problem im zentralen Mittelfeld: «Schweinsteiger fehlt an allen Ecken und Enden, das sieht man immer dann, wenn er nicht spielt. Er ist das Gehirn der Mannschaft. Das kann man nicht adäquat ersetzen.»

Der akutelle Trainer dagegen spielt die Krise an der Pressekonferenz runter. Heynckes: «Ein Unentschieden wäre über die 90 Minuten gerecht gewesen. Ich habe sehr viel Erfahrung im Europapokal und weiss, dass es noch ein zweites Spiel gibt. Wir sind selbstbewusst genug, um das im Rückspiel noch umbiegen zu können.» (wst)

Kommentare (45)

  • michael  przewrocki , basel
    So hat es der Hoeness aber nicht gemeint mit dem Mädchenpensionat und dem Handschlag. Es ging um den Reporter und seine dämlich Frage um die Verweigerung.
    • 24.02.2012
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  • Peter  Keller
    Weltklasse, Weltklasse, Weltklasse. Wir hier im Kanton Solothurn & Umgebung wussten doch schon lange, dass der phaenomenale FC Basel weit hoeher einzustufen ist, als diese bieder daher trampenden Bayern aus Muenchen/D. Bravo Basel, Danke frau Oeri & Co.
    • 23.02.2012
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  • doria  andrea
    Finde das der FC basel eine superleistung gezeigt hat ,manchester rausschmeissen und gegen bayern zu gewinnen hut ab,vergesst ja nicht das es einen schweizerischen clubmanschaft ist nicht mit viel geld gebettet ist wie bayern,milan,barcellona usw.usw geld alleine hilft nicht immer.Vorallem hast es mich sehr gefreut das sie den fc bayern spielern und obersten etagen gezeigt hat wo der hammer hängt ,den der FC beyern ist bekannt das sie immer vor jedem CL spiel grosskotzig rausposaunen.Und ich sage euch noch etwas, habe das gefühl das der FC Basel in München keineswegs verlieren wird mit einen 0-0 sind sie dabei.ALS MILAN FAN SAGE ICH HOPP BASEL IHR KRIEGT SIE.
    • 23.02.2012
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  • doria  andrea
    Finde das der FC basel eine superleistung gezeigt hat ,manchester rausschmeissen und gegen bayern zu gewinnen hut ab,vergesst ja nicht das es einen schweizerischen clubmanschaft ist nicht mit viel geld gebettet ist wie bayern,milan,barcellona usw.usw geld alleine hilft nicht immer.Vorallem hast es mich sehr gefreut das sie den fc bayern spielern und obersten etagen gezeigt hat wo der hammer hängt ,den der FC beyern ist bekannt das sie immer vor jedem CL spiel grosskotzig rausposaunen.Und ich sage euch noch etwas, habe das gefühl das der FC Basel in München keineswegs verlieren wird mit einen 0-0 sind sie dabei.ALS MILAN FAN SAGE ICH HOPP BASEL IHR KRIEGT SIE.
    • 23.02.2012
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  • Joseph  Weibel , Solothurn
    Was soll dieses ewige Theater von Sensation und Jahrhundertspiel. Der FC Basel schwebt budgetmässig drei Gänge über den anderen SL-Vereinen, wird wohl gleich viel oder mehr Budget haben als der eine oder andere "Kleine" in der Deutschen Bundesliga. Der SC Freiburg, der letztes Wochenende dem FC Bayern ein 0:0 abtrotzte,hat das wohl auch nicht getan, weil sie plötzlich so stark sind.
    Der FCB-Alleingang in der Schweiz macht jedenfalls den Fussball hierzulande nicht besser.
    • 23.02.2012
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    • Roland  Hunziker
      Und der FC Bayern schwebt mit dem Budget das 10 fache über dem des FCBasel. Spieler wie Robben, Ribery oder Gomez haben mehr Wert als die ganze Mannschaft von Basel. Dann nicht zu vergessen das beinahe die ganze Stammelf von Bayern Nationalspieler in verschiedenen Ländern ist. Also kann getrost von einer Sensation gesprochen werden. Ein FCB-Alleingang macht den Fussball nicht besser aber schöner:- Da müssen halt andere Mannschaften mal zulegen. Auch International.
      • 24.02.2012
      • als Kommentar auf Joseph  Weibel , Solothurn
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    • reto  schweizer
      yb, fcz halten durchaus mit und haben auch ein hohes budget. freiburg mit basel zu vergleichen ist wohl ein witz. basel wäre in der bundesliga auch vorne mit dabei. freiburg ist etwa gleich stark wie sion oder luzern.
      • 23.02.2012
      • als Kommentar auf Joseph  Weibel , Solothurn
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