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Enttäuschung pur: Rochat: «Diese Spiele darfst du nicht verlieren»

ZÜRICH - Der FCZ verliert gegen Olympique Marseille unglücklich und unnötig mit 0:1. Die Zürcher rutschen damit in der Gruppe C ans Tabellenende.

Von Sam Urech | Aktualisiert um 16:06 | 22.10.2009


Tore, Resultate, Tabellen
Die entscheidende Szene in der 69. Minute: Heinze (r.) nimmt eine Flanke von Lucho Gonzalez direkt ab und lässt Leoni keine Chance. (Toto Marti)
Der Ball schlägt zum 1:0 für Marseille ein. (Toto Marti)
Gabriel Heinze wird mit diesem Tor zum Matchwinner. (Reuters)
Die Marseille-Fans heizen im kalten Letzigrund so richtig ein. (AP)
Momentan sitzt Abdi beim FCZ nur noch auf der Bank. (Keystone)
Milan Gajic hat einen schweren Stand. (Toto Marti)
Und Alain Rochat kickt den Ball auf die Tribüne. (Keystone)
Florian Stahel versucht Marseille-Captain Mamadou Niang zu stoppen. (Reuters)
Vonlanthen und Heinze schauen dem Ball nach. (Reuters)
FCZ-Trainer Bernard Challandes ist unzufrieden. (Keystone)
Johan Vonlanthen im Duell mit Hilton. (Reuters)
Okonkwo kommt vor Brandao an den Ball. (Keystone)
Johnny Leoni bewahrt den FCZ vor der Pause gegen Brandao vor dem Rückstand. (Reuters)
Johnny Leonis Rettungstat aus der Hintertor-Perspektive. (Reuters)
Lucho Gonzalez zieht ab, Florian Stahel bleibt das Nachsehen. (Keystone)
Alain Rochat im Luftkampf mit Brandao. (AP)
Johan Vonlanthen bringt vor allem nach der Pause etwas Schwung in die Bemühungen der Zürcher. Im Grossen und Ganzen agiert aber auch er unglücklich. (Toto Marti)
Der Argentinier Heinze (l.) trifft in der 69. Minute zum 0:1. (Reuters)
Heinze feiert mit einem Ersatzspieler. (Reuters)
Die Zürcher sind enttäuscht. Dieser Gegner war schlagbar. (Toto Marti)
Aegerter und Tihinen sind enttäuscht. (Keystone)
Aegerter und Tihinen sind enttäuscht. (Keystone)
Es ist kalt im Zürcher Letzigrund, als um 20.42 Uhr die Champions League-Hymne ertönt. Zum zweiten Mal gastiert die Königsklasse im Letzi. Eine gewisse Nervosität ist vor allem bei den Zürchern von Beginn an zu spüren. Marseille hat leichte Vorteile, der FCZ konzentriert sich in erster Linie auf die Defensive. Nach vorne läuft wenig.

Erster Aufreger in der dritten Minute: Nach einem Freistoss von Cheydou kann Leoni den Ball nicht festhalten. Brandao verwertet den Abpraller und knallt das Leder ins Tor! Zum Glück für die Zürcher steht er aber im Abseits. Ein leiser Weckruf für beide Mannschaften. Auch die Zürcher kommen wenig später durch Alphonse zu einem Abschluss, das Spiel plätschert jedoch grösstenteils vor sich hin.

Grosstat von Johnny Leoni

Dann, kurz vor Ende der ersten Halbzeit, drehen die Südfranzosen auf. In der 44. Minute rettet Johnny Leoni mit einer grossartigen Parade: Niang läuft über die Seite und bringt den Ball scharf in die Mitte, wo Brandao aus nächster Nähe abzieht. Leoni hält mit einem Wahnsinns-Reflex! Für die Zürcher kommt danach der Halbzeitpfiff zum richtigen Zeitpunkt.

Nach der Pause kommen die Zürcher etwas wacher aus der Kabine. Allerdings fehlt noch immer der entscheidende Pass in die Tiefe oder ein gefährlicher Abschluss aus der zweiten Reihe. So kommt es, wie es kommen muss: In der 69. Minute bringt Lucho Gonzalez eine Flanke zum weiten Pfosten, Gabriel Heinze steht völlig ungedeckt und schiesst zum 1:0 ein.

Der FCZ kann nicht mehr reagieren

Schock für den FCZ. Marseille lässt danach alles noch ruhiger angehen, die Zürcher müssen das Spiel gestalten. OM macht es den Gastgebern nicht einfach: Eine kompakte Leistung der Franzosen im Mittelfeld verhindert immer wieder Angriffe der Zürcher und zwingt vor allem Margairaz und Gajic zu einer Fehlpass-Flut.

Der Schweizermeister rennt an und kommt noch zur einen oder anderen Torchance. Insgesamt fehlt es aber an der Durchlagskraft. Challandes reagiert und bringt Djuric und Nikci, die belebend nach vorne wirken. Doch es bleibt beim 0:1. Ein für Marseille verdienter Sieg, dennoch unglücklich für den FCZ. Dieser Gegner war schlagbar. Mit etwas mehr Biss, Leidenschaft und Glück, wäre zumindest ein Punkt möglich gewesen.

Stahel: «Eine unnötige Niederlage!»

Nach dieser Niederlage wird es eng in der Gruppe C. Der Schweizer-Meister hat nun gleichviele Punkte wie Marseille. In zwei Wochen muss man nach Südfrankreich reisen. Dabei geht es wohl in erster Linie um den dritten Platz in der Gruppe.

«Es war eine unnötige Niederlage. Aber vielleicht hat uns der letzte Biss gefehlt», sagt FCZ-Verteidiger Florian Stahel enttäuscht. «Beim Gegentor stimmte die Abstimmung nicht. Es war keine gute Leistung von uns, man hat gesehen, dass in der Champions League halt alles intensiver und schneller geschieht als in der Meisterschaft.»

Zürich - Marseille 0:1 (0:0)

Letzigrund. - 22 300 Zuschauer. - SR Skomina (Sln).
Tor: 69. Heinze 0:1.
Zürich: Leoni; Stahel, Tihinen, Rochat, Koch; Gajic (72. Djuric), Aegerter, Tico; Margairaz (84. Abdi); Vonlanthen (84. Nikci), Alphonse.
Marseille: Mandanda; Bonnart, Mbia, Hilton, Heinze; Cissé, Cheyrou (65. Abriel); Valbuena (65. Koné), Lucho Gonzalez (82. Kaboré), Niang; Brandao.
Bemerkungen: Zürich ohne Hassli, Chikhaoui und Stucki (alle verletzt). Marseille ohne Diawara (gesperrt). 3. Tor von Brandao wegen Abseits aberkannt. 93. Gelb-rote Karte gegen Bonnart (Foul). Verwarnungen: 62. Margairaz (Reklamieren). 63. Aegerter. 68. Bonnart. 78. Brandao (alle Foul).
Almen Abdi nimmt an seinem 23. Geburtstag auf der Bank platz. (Keystone)
Almen Abdi nimmt an seinem 23. Geburtstag auf der Bank platz. (Keystone)
Das sagen Blick.ch-Leser
Stephan Steiner, Basel - 14:18 | 22.10.2009
» @FikoHuber-Die gute Nachricht:Realitätsverlust läst sich behandeln.Der FCB hatte letztes Jahr mit Barca und Donetzk den ChampionsLund den UEFA-Cup-Sieger in der Gruppe.Nicht auszudenken,wie der FCZ gegen diese technisch herausragenden Teams untergegangen wäre.Milan und Marseille spielten auf tiefstem B-Niveau.GC und BS hätten sich in der Vergangenheit die Hände gerieben, wenn sie gegen solch unterirdisch schwachen Teams hätten antreten dürfen.In dieser GrümpeliGruppe ist Platz zwei ein MUSS!
Küsä Born, Bern - 09:29 | 22.10.2009
» Oh nein! Jetzt spielen die Zürcher in der CL schon so schlecht wie in der SL. Kein Effort nichts, schade, habe mich selten so gelangweilt wie gestern, denn Marseille war ja auch nicht viel besser. Grottenkick mit einem Schiedsrichter auf 3 Liga Niveau.
Fiko Huber, Dübendorf - 09:18 | 22.10.2009
» Wichtig ist doch, dass wir am Ende nicht mit 1 Punkt dastehen und 2:16 Torverhältnis, wie der letztjährige Schweizer CL-Teilnehmer, dessen Fans hier immer wieder unangebrachte Kritiken anbringen. Dies nenn ich eine klägliche Leistung und nicht die des FCZ bisher!
Christoph Scheidegger, Niederönz - 08:55 | 22.10.2009
» ...so eine schlechte Leistung habe ich vom FCZ schon lange nicht mehr gesehen... Aegerter hat gar nichts auf die Reihe gebracht... warum der nicht raus musste ist unverständlich... aber auch der Schiri war eine KATASTROPHE... wie kommt es das so eine Pfeiffe ein CL-Spiel pfeifen darf... unverständlich
Alleswisser Hugo, Reinach - 08:48 | 22.10.2009
» Wie auch schon gesagt hier, Erste Halbzeit verschlafen, (wie kann das sein in der Königsklasse), nach dem 1:0 hat OM gar nichts mehr gemacht und man konnte sich vorstellen was möglich gewesen wäre mit mehr Einsatz. Aber die Gegner wissen nun wie der Z spielt. E wird keine Punkte mehr geben, Leider! Aber dieses Z-ische Kurz-pass-spiel kann mit vorchecking einer gewissen Härte etc lahmgelegt werden. Immer wieder in der Meisterschaft von FCB vorpraktiziert.
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