Kampfansage an Cluj: Kaum ist die unglückliche 1:2-Niederlage zuhause aufgearbeitet, schickt FCB-Heisssporn Aleksandar Dragovic bereits wieder Giftpfeile nach Rumänien.
Es war einer der härtesten Abende für Dragovic im Trikot des FCB. In der ersten Hälfte bekam er den Ellbogen von Cluj-Schrank Kapetanos voll ins Gesicht. Kurz vor Schluss rang ihn Doppeltorschütze Sougou mit einem üblen Griff in die Magengegend nieder. Zu viel für Drago, der sich mit einem Tritt gegen das Schienbein revanchierte und Glück hatte, dass er nicht vom Platz flog.
Der Ösi hatte wegen der unnötigen Playoff-Pleite einen dicken Hals. Doch nun gibt er wieder in bekannter Manier verbal Vollgas: «Cluj soll sich ruhig freuen. Auch wir haben uns nach dem 1:0 gegen Bayern gefreut. Der Rest ist ja bekannt. Zudem haben sie nur zwei, drei gute Fussballer. Der Rest hat das Spiel ja nur zerstört.»
Für Dragovic ist die Champions League längst noch nicht abgehakt: «Wir werden wieder aufstehen. Wenn wir 1:0 in Führung gehen, werden sie sicher nervös.»
Eine andere Frage ist, ob auch der Innenverteidiger nervös wird, sollte es dem FCB nicht für die Teilnahme an der Königsklasse reichen. Der Nationalspieler ist von anderen Klubs heiss begehrt und könnte theoretisch noch bis zum 31. August ins Ausland wechseln. Einen Tag nach dem Rückspiel in Cluj schliesst das internationale Transferfenster.
«Es ist nicht geplant, dass wir noch Spieler abgeben», sagt Sportdirektor Georg Heitz zu BLICK. «Egal, ob wir uns qualifizieren oder nicht.»
Gut für den FCB: Drago könnte im Jahr 2012 ohnehin für keinen anderen Klub mehr in der Champions League auflaufen, weil er schon in der Quali für Basel spielte. Und ob interessierte Klubs wie Norwich oder Florenz die rund 10 Mio. Franken, die sich der FCB als Ablöse erhofft, zahlen können, darf bezweifelt werden.
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