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Ribéry (hinten) staunt, Shaqiri dribbelt. Starker Eigenwerbung für seine Zeit in Basel!
(Sven Thomann)Alle Augen sind auf den Kraftwürfel gerichtet: «1,67 m gross und kein Gramm Fett», sagt der Reporter auf Sky. Shaqiri beginnt im rechten Mittelfeld. Wie alle Basler hat er zunächst Mühe, in den Rhythmus zu finden.
In der 12. Minute ein kleiner Schreck: Shaq verliert den Ball vor dem eigenen Sechzehner, Lahm erbt. Sommer rettet gegen Ribéry. Glück für Basel, Glück für Shaq.
Doch dann finden die Basler ins Spiel. Auch Shaqiri. Er leitet die erste Chance durch Streller ein (16.). Eine Minute später: Weltklasse Flanke von Shaqiri, Kopfball Dragovic. Neuer und der Pfosten bewahren die Bayern vor dem Rückstand.
Shaq ist jetzt richtig heiss, ist links und rechts anzutreffen. Ackert auch nach hinten.
Ottmar Hitzfeld sagt in der Pause: «Je länger das Spiel dauert, desto besser kann er seine Nervosität ablegen.»
Tatsächlich: Von Nervosität ist bei Shaqiri überhaupt nichts mehr zu spüren. Shaqiri macht Dampf, mal am linken, mal am rechten Flügel. Einmal flankt er gegen Boateng aus vollem Lauf. Beim folgenden Gegenangriff steht Shaqiri schon wieder auf der Verteidigerposition, luchst Ribéry rotzfrech den Ball ab.
Später lässt er Timoschtschuk und Alaba ins Leere laufen.
Dann macht Shaqiri den Robben: Am rechten Flügel vernascht er Lahm, zieht nach innen, an einem, an zwei, an drei Verteidigern vorbei. Badstuber kann den Schuss gerade noch blocken.
Während Shaqiri über beide Seiten für Gefahr sorgt, bleibt die Bayern-Flügelzange wirkungslos. Ribéry hat kaum eine gute Aktion, muss später Müller Platz machen.
Robben bleibt auch blass.
Nach 82 Minuten ist für Shaqiri Schluss: Jacques Zoua ersetzt ihn.
Shaq wird mit Applaus verabschiedet. Sogar ein paar Bayern-Fans klatschen.
Shaq hat sich noch nicht einmal die Trainingsjacke übergezogen, da setzt sich der eingewechselte Zoua durch. Pass auf Stocker. Toooor!
Shaq springt von der Bank auf, ballt die Faust, schaut sich um und sucht irgendeinen, mit dem er feiern kann.
Dann ist das Spiel aus: Shaq ballt noch einmal die Faust, ein verschmitztes Lächeln huscht über sein Gesicht. Kein ausgelassener Jubel – Shaq weiss: Es ist erst der erste Schritt auf dem Weg zum Fussballwunder.
Am 13. März braucht es noch einmal eine Topleistung. Von Shaq und von allen anderen Baslern.
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