Das meint BLICK zum FCB-Out Basel muss sich jetzt neu erfinden

Der FC Basel verliert in der Champions League 1:4 gegen Arsenal und scheidet als Gruppenletzter aus. Ein Kommentar von BLICK-Chefredaktor Sport Felix Bingesser.

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BLICK-Chefredaktor Sport Felix Bingesser.

Eigentlich wollte Urs Fischer den FCB-Baum schmücken. Noch eine leuchtende Weihnachtskugel montieren. Eine gute Vorrunde in der heimischen Liga doch noch mit einem internationalen Glanzlicht veredeln.

Und jetzt? Jetzt hängt weiter keine Kugel. Dafür brennt der Baum. Nach einem neuerlich uninspirierten, weitgehend mut- und konzeptlosen Auftritt gegen Arsenal. Am Ende zerfiel der FCB in seine Einzelteile.

Gegen Engländer, die man im Vorfeld schon fast bewundernd starkgeredet hat. Denen ein lockerer Trainingsgalopp genügte. Die in keiner Sekunde auch nur ansatzweise gefordert wurden.

Im Sommer hat der FCB Spieler wie Doumbia und Serey Die geholt. Transfers, die die internationalen Ambitionen unterstreichen sollten. Aber da, wo man jetzt steht, stünde man wohl auch mit Eigengewächsen wie dem an Luzern ausgeliehenen Itten oder die an Lausanne abgetretenen Araz und Campo.

Ja: Für die Super League wäre der Kader auch ohne Doumbia und Serey Die gut genug gewesen. Darum ist dieses sang- und klanglose Abtreten von der europäischen Bühne ein schwerer Schlag. Aber nicht nur, weil der FCB erstmals seit sieben Jahren nicht europäisch überwintert.

Sondern auch, weil das Publikum die Auftritte des FCB zunehmend emotionsloser zur Kenntnis nimmt. Die Stimmung rund um den St.-Jakob-Park hat sich der Jahreszeit angepasst. Eine gefährliche Entwicklung. Weil man weiss: Die Pflichterfüllung reicht auf dem Fussballplatz Basel längst nicht mehr. Man will Kür!

Darum: Der FCB befindet sich irgendwie im Niemandsland. Er braucht neue Reizpunkte, eine Sauerstoffzufuhr, vielleicht eine neue Vision. Ja, der so erfolgreiche Klub, dieser so mustergültig geführte Verein, muss sich bis zu einem gewissen Grad neu erfinden.

Dazu gehört auch die Trainerfrage. Vor allem die Trainerfrage!

Publiziert am 07.12.2016 | Aktualisiert am 07.12.2016

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53 Kommentare
  • Frédéric-Marc  Fluehmann aus Dübendorf
    08.12.2016
    Es war ein mutiger und sicher kein falscher Entscheid Fischer zu engagieren. Man hat so einem Einheimischen eine Chance gegeben. Bravo! Aber es ist unter dem Strich nicht aufgegangen. Kann im Fussball passieren. Der FCB muss jetzt die richtigen Schlüsse ziehen und vor allem im Einkauf von Spielermaterial über die Bücher gehen.
  • Roy  Wood aus Basel
    07.12.2016
    nein es ist nicht die Trainerfrage. Jeder Trainer wird mit dem Kader und den finanziellen Mitteln Schweizer Meister. Und kein Trainer gewinnt die Champions League mit Basel und auch in der ungeliebten Europaleague kommt Basel horchten ins Viertelfinale. Die Cl gehört reformiert. 16 Teams und dazu gehört Basel eben nicht. Ist doch egal.
    • Séba  Z. 07.12.2016
      Nicht so destruktiv, bitte. Am Ende sind es nicht die nackten Resultate, die in Erinnerung bleiben, sondern die Art und Weise, wie eine Mannschaft aufgetreten ist. Es geht um Mut, um Kampfgeist, um Kreativität und Leidenschaft. Und davon hat der FCB unter Fischer nichts zu bieten. Es gibt also eine Menge Luft nach oben.
    • Christian  Kronenberg aus Therwil
      08.12.2016
      Herr Roy Wood, sie wollen lieber keinen Schweizer Verein in der CL als der FC Basel? Ich finde es total respektlos gegenüber dem FCB, entweder sind es die finanziellen Mitteln die er alleine erwirtschaftet hat, dann unendliche Verschwörungstheorien oder den Neidfaktor. Die CL wird mit 16 Teams garantiert nicht mehr interessant, die 2 Klassen-Gesellschaft wird den Fussball in eine Sackgasse führen!
  • Séba  Z. 07.12.2016
    Beim FC Basel brennt es derzeit auf vielen Positionen. So mancher Transfer der vergangenen Spielzeiten ist überhaupt nicht nachvollziehbar. Hoegh, Fransson, Traoré und Balanta sind absolute Flops, unbrauchbar. Dann wurde Serey Dié zurückgeholt - aber warum? Aus Solidarität, um ihm die 2. Bundesliga zu ersparen? Auf jeden Fall bringt er keinerlei Aufwertung. Ebensowenig Doumbia. Und zu guter Letzt der Brennpunkt schlechthin: Urs Fischer. Da kommt viel Arbeit auf den FCB zu.
  • Hattrick  1. FC Traktor Ölli 07.12.2016
    Wie will man Spiele gewinnen, wenn man immer nur mit einem Stürmer spielt! Urs Fischer spielt zu defensiv! Warum nur ein Stürmer?
  • Christian  Kronenberg aus Therwil
    07.12.2016
    Blick und viele Leser machen einen gravierenden Fehler! Die CL kann man niemals mit der SL vergleichen! Der FCB wird hier in der Schweiz kaum gefordert und wird völlig unrealistisch sein, dass die Basler dieser Megavorsprung verspielen zumal er selber in der SL noch viel Luft nach oben hat. In der CL ist es genau umgekehrt und wird immer schwieriger werden sich international durchzusetzen. Dieser Spagat ist wirklich nicht einfach und es ist nicht verboten den FCB herauszufordern in der SL.