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Auf souveräne Art und Weise besiegt der FC Barcelona Manchester United dank Toren von Samuel Etoo und Lionel Messi mit 2:0 und ist der Champions-League-Sieger 2009. Pep Guardiola kann sich damit in seiner ersten Saison als Barça-Trainer nach dem Gewinn der spanischen Meisterschaft und der Copa del Rey auch gleich die europäische Krone aufsetzen.
Dabei ist es der Titelverteidiger aus Manchester, der mit breiter Brust in die Partie steigt. Bereits in der 2. Minute knallt Cristiano Ronaldo per Freistoss aus 30 Metern einen gefährlichen Flatterball Richtung Barcelona-Kasten. Goalie Victor Valdes kann den Ball nur abklatschen, aber Ji-Sung Park verpasst die Chance zum Abstauben.
Ronaldo ist in den ersten Spielminuten die auffälligste Figur und sorgt mit zwei Distanzschüssen für weitere Gefahr. Von Barça und Superstar Messi ist erstmal nichts zu sehen.
Effiziente Katalanen
Und dann. In der 10. Minute bricht Samuel Etoo über rechts durch, vernascht im ManU-Strafraum Stopper Nemanja Vidic und erwischt Goalie Edwin Van der Sar in der nahen Ecke. Plötzlich steht es 1:0 für Barcelona. Welch Effizienz!
Der 4. Saisontreffer des Kamerun-Bombers schockt die Engländer. In der Folge scheitern ihre Angriffsbemühungen an der clever stehenden Barça-Defensive. Ausserdem nimmt das Kurzpassspiel der Katalanen dem stürmischen Auftreten des Gegners den Wind aus den Segeln. Die «Red Devils» reagieren mit Ratlosigkeit.
Ratlose Rote Teufel
Während dem Pausentee reagiert Altmeister Alex Ferguson und bringt Stürmer Carlos Tevez für Anderson. Aber es ist Barça, das den zweiten Durchgang stürmisch beginnt. Die ManU-Abwehr um Rio Ferdinand steht neben den Schuhen und kann sich nur durch Foulspiel wehren.
Xavi setzt in der 53. Minute per Freistoss von der Strafraumgrenze aus das Leder an den Pfosten. Riesenglück für ManU! Barcelona kontrolliert weiterhin das Spiel – mit den beiden Europameistern Iniesta und Xavi als Schaltstellen im Mittelfeld.
Der kleine Messi ganz gross
Nach etwas mehr als einer Stunde bringt Ferguson mit Dimitar Berbatov seine nächste Offensiv-Waffe. Doch es nützt nichts. In der 70. Minute flankt der überragende Xavi den Ball von rechts in den Strafraum, wo ausgerechnet der kleine Messi (1.69 m) den grossen Ferdinand (1.89 m) überspringt und zum 2:0 für Barcelona einköpft. Es ist der 9. Saisontreffer des Argentiniers im laufenden Wettbewerb. Damit sichert Messi sich die Spitzenposition im Torschützenklassement.
Titelverteidigung misslungen
Die Roten Teufel resignieren. Barcelona hat den Titelverteidiger auf allen Ebenen gedemütigt.
Um 22.36 Uhr ist es soweit und der praktisch fehlerlose Schweizer Schiri Massimo Busacca pfeift die Partie ab. Der grosse Triumph für die Mannen von Trainer Pep Guardiola ist vollbracht.
Und es bleibt dabei. Seit Einführung der Champions League (1992/93) konnte der Sieger noch nie seinen Titel verteidigen – auch Manchester United nicht. Mit dem Barça-Triumph – nach 1992 und 2006 der dritte der Klubgeschichte – ist Spanien die erfolgreichste Nation des Wettbewerbs (insgesamt 12 Titel).