Wettmafia hatte mehrere Thuner im Visier

Beim FC Thun sind mehrere Spieler von einem Mittelsmann kontaktiert worden. Aber nur einer hat sich auf die Wettmafia eingelassen.

  • Publiziert: 28.11.2009, Aktualisiert: 14.01.2012
play Pape Omar Faye ist nicht der einzige Thuner, der von der Wettmafia kontaktiert wurde. (Keystone)
Der vom Wettskandal betroffene FC Thun hat herausgefunden, dass diverse Spieler vom selben Mittelsmann kontaktiert worden waren. Ausser dem bereits suspendierten Pape Omar Faye ging keiner auf die Manipulations-Aufforderung ein, berichtete das Schweizer Fernsehen.Der Mittelsmann komme aus der Region Thun, erklärte Sportchef Andres Gerber gegenüber der «Tagesschau». Fast alle Spieler haben die wahrscheinlich bereits in der letzten Woche verhaftete Person gekannt. Trotzdem wurde innerhalb der Mannschaft über die suspekten Anfragen nicht geredet, weil sie von vielen Spielern nicht ernst genommen wurden, führte Gerber aus.Fast alle Spieler unterschrieben ErklärungDass Faye als einziger auf die Avancen des Mittelmanns eingegangen ist, glaubt Präsident Markus Stähli nicht: «Womöglich hat er auch mit Spielern zusammengearbeitet, die heute nicht mehr beim FC Thun spielen.»Denn von den aktuellen Spielern der Berner Oberländer unterschrieb nur einer die vom Klub vorgelegte Erklärung, nichts mit den illegalen Machenschaften zu tun zu haben, nicht. Ein Spieler verlange eine genaue Übersetzung, habe seine Unterschrift aber bereits zugesagt, so Stähli. (Si/sme)