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Wettbetrug in der Schweiz: Wettbetrug auch in der Schweiz!

Der neue Wettskandal betrifft auch die Schweiz! Angeblich sollen 22 Spiele aus der Challenge League manipuliert worden sein.

Wettskandal | Aktualisiert um 18:57 | 21.11.2009
Vertreter von Polizei, Staatsanwaltschaft und UEFA bringen im Polizeipräsidium Bochum den Stein ins Rollen und informieren über die laufenden Ermittlungen. (Keystone)
Der Wettskandal erschüttert den Fussball. Über 200 Spiele wurden manipuliert und es kommen immer neue Details ans Licht. Wurden sogar Spieler vergiftet? (Keystone)
Über 300 Ermittler stehen im Einsatz. Chefermittler Andreas Bachmann spricht zu den Medien. (Keystone)
UEFA-Funktionär Peter Limacher. Der europäische Fussball-Verband ist Auslöser der Ermittlungen. (Keystone)
Wie tief steckt die Schweizer Challenge League im Sumpf? (Keystone)
Zumindest 22 Spiele sollen betroffen sein. (Keystone)
Auch auf höchster Ebene wird betrogen. Drei Champios-League-Spiele sind ins Visier der Ermittler geraten. (Keystone)
Böser Verdacht: Wurde auch die Euro 08 verfälscht? (Keystone)
In Deutschland sollen Spieler des Regionalligisten SSV Ulm in den Skandal verwickelt sein. (Keystone)
Namen sind keine bekannt, die Presse verfolgt jeden Schritt der Ulmer. (Keystone)
Der Fussball steht nicht zum ersten Mal unter dem Verdacht des Betrugs. 2005 wurde der Schiedsrichter überführt. (Keystone)
Juventus Turin musste nach einem Manipulationsskandal den Gang in die Serie B antreten. Jetzt ist die «alte Dame» wieder zuvorderst dabei. (Keystone)
Vignette Statistik-Center Challenge League
Was die Bochumer Staatsanwaltschaft heute enthüllt, könnte den Fussball in seinen Grundfesten erschüttern – auch in der Schweiz!

So sollen hierzulande 22 Spiele der Challenge League und sechs Vorbereitungsspiele von den Manipulationsversuchen betroffen sein. Gar bei 32 Spielen wurde in Deutschland betrogen.

Noch schlimmer: Auch auf höchster Ebene wird beschissen. So sollen 12 (!) Spiele der Europa League betroffen sein und drei aus der Champions League. Sogar Spiele der Euro 08 in der Schweiz und Österreich stehen unter Verdacht! Insgesamt sind es 200 Partien.

Peter Limacher, der Leiter der UEFA-Disziplinarabteilung, sprach vom «zweifellos grössten Betrugsskandal, den es im europäischen Fussball jemals gegeben hat».

Neun Länder darin verwickelt


Insgesamt sind neun Länder in die Betrügereien verwickelt: Neben der Schweiz und Deutschland sind das Österreich, Belgien, Kroatien, Bosnien, Türkei, Slowenien und Ungarn.

Die Ermittlungen laufen seit neun Monaten und dauern weiter an. Über 300 Ermittler arbeiten an dem Fall. Deswegen werden an der Pressekonferenz auch keine Informationen und Details zu den betroffenen Personen gemacht.

Immerhin glückten nicht alle Versuche der Manipulationen, einige Spiele liefen nicht wie gewünscht.

200 Verdächtige, zwei Festnahmen in der Schweiz


Die Tätergruppe mit insgesamt über 200 Verdächtigen soll seit Beginn des Jahres Sportler, Trainer, Schiedsrichter und Offizielle bestochen und Wettgewinne in Höhe von mehreren Millionen Euro bei europäischen und asiatischen Wettanbietern erzielt haben.

In Deutschland wurden am Donnerstag 15 Haftbefehle vollstreckt. Mehr als 50 Durchsuchungsbeschlüsse in sechs deutschen Bundesländern sowie der Schweiz, Österreich und Grossbritannien wurden vollzogen. Zwei weitere Festnahmen erfolgten in der Schweiz. Es wurden Bargeld und Vermögenswerte in Höhe von mehr als einer Million gesichert.

Die Ermittlungen sollen durch Hinweise der europäischen Fussball-Union Uefa ausgelöst worden sein. Nach Angaben eines Ermittlers handelt es sich um den «bislang größten Wettbetrugsskandal in Europa». (sme/raf)

Das sagt die Swiss Football League zu den Vorwürfen

Die Swiss Football League und der Schweizerische Fussballverband liessen auf Anfrage verlauten, sie wüssten nichts von manipulierten Spielen in ihrem Einzugsgebiet. Edmond Isoz, Senior Manager der SFL, sagte am Freitagnachmittag: «Bisher war keine Untersuchung im Gang. Uns sind keine Fakten bekannt.» Robert Breiter, Jurist im SFV, wusste ähnliches zu berichten. Er erklärte: «Seit Sommer ist die Schweiz mit dem Cup, der Axpo Super League und der Challenge League ans Überwachungssystem der UEFA angeschlossen. In dieser Zeit kam es nie zu einem ernsthaften Alarm. Möglicherweise ist aber davor etwas passiert.» (Si)

Das sagen Blick.ch-Leser
Martin Zbinden, Rüfenacht - 00:20 | 21.11.2009
» Ich finde es schade, man sitzt vor dem TV schaut ein Fussballspiel, und im Prinzip steht der Gewinner schon fest, nur wir Zuschauer nicht. Bin überrascht, dass keine Super League Spiele manipuliert wurden. Denn wenn es in jedem Fc Basel Spiel mindestens ein Penalty für Basel gibt........
Mike Moore, Bern - 00:01 | 21.11.2009
» @ all: Nur weil jetzt rausgekommen ist, das ein paar spiele der ChL manipuliert waren (angeblich!!) heisst das nicht automatisch das in sämtlichen Spielen aller Sportarten betrogen wurde! Was soll denn das? Verbreitet doch nicht gleich die wildesten Verschwörungstheorien!
Ali Zelic, san galle - 22:30 | 20.11.2009
» Nicht zu vergessen, die Manipulierten Cupauslosungen der letzten Jahre. Für wie dumm halten die uns??
Ali Zelic, San Galle - 20:59 | 20.11.2009
» dieser Lapperiere wurde sicher auch geschmiert, damit die Canneppas ihre Wette gewinnen. Unglaubliche Schirileistung. Hands nicht geandet und und und
Franz Göpfert, Bussnang - 20:37 | 20.11.2009
» Das überrascht mich gar nicht. Schon länger vermute ich,dass nicht alles sauber läuft in unseren Ligen. Auch in der Super League. Garantiert. Soviele Fehler können kein Zufall sein. Wie war das im Fall Röthlisberger? Lange her aber bereits damals wurde beschissen!! Unsere Gesellschaft ist schlecht;auch die im Fussball.Von Moral keine Spur. Von wegen Fairplay. Schöne Worte aber...die eine Hand wäscht die andere. Für mich längst ein klarer Fall. Gut wissen wir nicht alles.
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