Tütüneker droht Gefängnis Ex-Wil-Trainer wird Prozess gemacht

Die Rechts-Willkür in der Türkei geht nach dem gescheiterten Militärputsch unvermindert weiter. Nun werden die angeblichen «Fussball-Terroristen» um Ex-Wil-Trainer Ugur Tütüneker angeklagt.

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Die Schlinge um den ehemaligen FC-Wil-Trainer Ugur Tütüneker (53) zieht sich immer mehr zu! Jetzt steht gemäss türkischen Medien fest, dass ihm in Istanbul definitiv der Prozess gemacht wird.

Der Strafgerichtshof am Bosporus tritt auf die Anklage der Staatsanwaltschaft ein. Tütüneker muss sich ab dem 14. Februar vor Gericht verantworten.

Der Vorwurf gegen den Ex-Wil-Coach sowie Ismail Demiriz und Arif Erdem, alle drei sind ehemalige Galatasaray-Stars und Ex-Natispieler: «Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terror-Organisation». Dem Trio wird die Nähe zur «Fethullah Terror Organisation» (FETÖ) vorgeworfen, die nach Ansicht von Staatschef Recep Tayyip Erdogan hinter dem gescheiterten Militärputsch vom Juli stehen soll.

Als im August der Haftbefehl gegen Tütüneker ausgestellt wird, stellen die türkischen Investoren des FC Wil den erst im Sommer geholten Trainer sofort frei. Bei der Einreise in die Türkei wird er verhaftet, verhört und vorerst wieder auf freien Fuss gesetzt.

Jetzt drohen ihm noch maximal 15 Jahre Gefängnis und nicht wie zunächst gefordert gar bis 22 Jahre. Offenbar dreht sich die Anklage gegen die angeblichen «Fussball-Terroristen» um lange zurückliegende Treffen mit Prediger Fethullah Gülen. Der politische Gegner von Präsident Erdogan wurde nach dem Putschversuch zum Staatsfeind Nummer 1.

Allerdings genoss die Gülen-Bewegung früher in der Türkei breite Unterstützung, auch Erdogan galt als Partner des bekannten Predigers. Bis es zum Bruch kam. Und nun holt zehntausende frühere Gülen-Sympathisanten die Vergangenheit ein. Tütüneker sagte im Herbst: «Ich habe mein Land nie verraten!»

Publiziert am 26.12.2016 | Aktualisiert am 03.01.2017

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