Wettskandal: Ex-Gossau-Goalie sass zwei Wochen im Knast
Darko Damjanovic, der Mann mit dem Händchen für Fussbälle und Bares, manipulierte Spiele.
Von Karin Baltisberger und Monica Fahmy | Aktualisiert um 08:49 | 26.01.2010
Als der frühere Gossau-Goalie Darko Damjanovic (32) im November 2009 unauffindbar war, hiess es, er sei wegen des Wettskandals abgetaucht. «Ich war wegen eines Todesfalls in Serbien, habe mich nie versteckt», jammerte er am 11. Dezember 2009 im BLICK. «Mein Ansehen ist ruiniert!»
Von wegen Beerdigung. «Didi Cash», so nennen ihn Fussball-Kollegen, sass vom 19. bis 30. November in Untersuchungshaft. Damjanovic war die zentrale Figur in der Ostschweiz, die immer wieder versucht haben soll, Spieler anzuwerben.
Dabei gehts um sehr viel Geld. «Wir sprechen nicht von Beträgen in der Höhe von eintausend Franken. Die Summen bewegen sich im hohen fünf-, ja sogar sechsstelligen Bereich», sagt FC- Gossau-Präsident Roland Gnägi zum «St. Galler Tagblatt». Der Club hatte als Geschädigter Einsicht in die Akten.
Damjanovic wohnt in Romanshorn TG. Vor Weihnachten suchte ihn dort die Polizei. «Sie fanden ihn aber nicht», erzählt ein Nachbar. Jetzt ist er zurück, spielt beim FC Linth. «Ich habe ihn vorletzte Woche im Training gesehen», sagt Club-Präsident Erich Fischli. Er lässt Damjanovic trotz Geständnis weiter spielen. «Solange nichts bewiesen ist, bleibt er im Team.»
Insgesamt 10 Spieler werden in der Schweiz beschuldigt, im Wettskandal mitgemischt zu haben. Sieben sind geständig.
Gossau suspendierte die Mittelfeldspieler Mario Bigoni und Marc Lütolf sowie Torhüter Christian Leit. «Alle drei bestreiten die Vorwürfe», sagt Präsident Gnägi. Es sei «erschreckend, wie mafiös vorgegangen wurde».
Beim FC Thun haben drei Spieler Dreck am Stecken, wovon einer nicht mehr beim Club spielt. Präsident Markus Stähli reagierte nach der Akteneinsicht sofort: Eldar Ikanovic (21) wurde fristlos entlassen. Der bosnische Mittelfeldspieler hatte zuvor eine Erklärung unterschrieben, dass er nichts mit den Manipulationen zu tun habe.
Auch Omar Fayé (22) wurde suspendiert. Der senegalesische Stürmer ist geständig. «Die kriminelle Energie geht aber von den Mittelsmännern aus», sagt Fayés Spielerberater Helmut Richter. «Fayé ist mehrmals angegangen worden. Zuerst hat er Nein gesagt. Irgendwann ist er doch schwach geworden.»
Suspendiert ist weiter der Stürmer Gudelj Boze beim FC Fribourg. Pro Spiel erhielt ein korrupter Kicker einige Tausend Euro von der Wettmafia.
Von wegen Beerdigung. «Didi Cash», so nennen ihn Fussball-Kollegen, sass vom 19. bis 30. November in Untersuchungshaft. Damjanovic war die zentrale Figur in der Ostschweiz, die immer wieder versucht haben soll, Spieler anzuwerben.
Dabei gehts um sehr viel Geld. «Wir sprechen nicht von Beträgen in der Höhe von eintausend Franken. Die Summen bewegen sich im hohen fünf-, ja sogar sechsstelligen Bereich», sagt FC- Gossau-Präsident Roland Gnägi zum «St. Galler Tagblatt». Der Club hatte als Geschädigter Einsicht in die Akten.
Damjanovic wohnt in Romanshorn TG. Vor Weihnachten suchte ihn dort die Polizei. «Sie fanden ihn aber nicht», erzählt ein Nachbar. Jetzt ist er zurück, spielt beim FC Linth. «Ich habe ihn vorletzte Woche im Training gesehen», sagt Club-Präsident Erich Fischli. Er lässt Damjanovic trotz Geständnis weiter spielen. «Solange nichts bewiesen ist, bleibt er im Team.»
Insgesamt 10 Spieler werden in der Schweiz beschuldigt, im Wettskandal mitgemischt zu haben. Sieben sind geständig.
Gossau suspendierte die Mittelfeldspieler Mario Bigoni und Marc Lütolf sowie Torhüter Christian Leit. «Alle drei bestreiten die Vorwürfe», sagt Präsident Gnägi. Es sei «erschreckend, wie mafiös vorgegangen wurde».
Beim FC Thun haben drei Spieler Dreck am Stecken, wovon einer nicht mehr beim Club spielt. Präsident Markus Stähli reagierte nach der Akteneinsicht sofort: Eldar Ikanovic (21) wurde fristlos entlassen. Der bosnische Mittelfeldspieler hatte zuvor eine Erklärung unterschrieben, dass er nichts mit den Manipulationen zu tun habe.
Auch Omar Fayé (22) wurde suspendiert. Der senegalesische Stürmer ist geständig. «Die kriminelle Energie geht aber von den Mittelsmännern aus», sagt Fayés Spielerberater Helmut Richter. «Fayé ist mehrmals angegangen worden. Zuerst hat er Nein gesagt. Irgendwann ist er doch schwach geworden.»
Suspendiert ist weiter der Stürmer Gudelj Boze beim FC Fribourg. Pro Spiel erhielt ein korrupter Kicker einige Tausend Euro von der Wettmafia.
Das sagen Blick.ch-Leser
- Alfred Meier, Binningen - 11:17 | 26.01.2010
- » @Bischofberger Sarasin: Ja, der Dumbia besticht wahrscheinlich seine Gegenspieler, damit sie ihn Tore schiessen lassen. Welch ein Schwachsinn!!!!!!!
- Hans-Jakob Bischofberger - de Souza, hessigkofen - 10:57 | 26.01.2010
- » wäre für mich absolut logich, wenn Dumbia auch im Skandal wäre. Aber das ganze Auftreten von Yb finde ich dubios (vor allem auch Wölfli). Mir werden sehen
- Felix Sarasin, Binningen - 09:14 | 26.01.2010
- » Da kommt mir ein Kommentar von Christian Brunner in den Sinn, als er geschrieben hat, dass der Doumbia nur so viele Tore schiesst, weil er von der Wettmafia dafür Geld erhält. Warum wird das nicht untersucht? Weil der SFV ein YB-Fanclub ist!
- Adis, St.gallen - 09:13 | 26.01.2010
- » Herr haber bigoni istxein schweizer oder nicht? Mann verdient hier halt nicht so viel in der challange ligue deshalb ist das auch klar. Es gibt noch mehr schwarze schafe! Aber der blatter selbst ist ja auch korrupt! Wie sollen den die normalstaerblichen den verlockungen wiederstehen?
- Charly - Fridolin Reither, Gamprin - 09:00 | 26.01.2010
- » Alle lebenslänglich sperren und abschieben, solche Leute lassen das "Mausen" nicht und betrügen weiter. Warum sollen solche Gauner noch weiter das Schweizer Gastrecht benutzen dürfen.Diese 3.Klass - Fussballer können nicht Fussball spielen aber betrügen wie die grossen.
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