Ex-Bayern-Junior abgeschoben Wil-Profi verklagt eigenen Klub

Weil Etienne Scholz (23) in die zweite Mannschaft abgeschoben wurde, streiten sich Spieler und Klub vor dem Kreisgericht in Wil.

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Brack.ch Challenge League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Zürich 18 48:10 48
2 Neuchatel Xamax FC 18 32:19 36
3 Wil 18 24:17 26
4 Aarau 18 27:28 26
5 Servette 18 24:27 25
6 Wohlen 18 22:31 22
7 FC Le Mont Ls 18 12:19 21
8 Winterthur 18 17:26 18
9 Chiasso 18 16:28 15
10 FC Schaffhausen 18 21:38 13
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Auf dem Rasen läufts dem FC Wil miserabel, nach der 0:2-Pleite im «Spitzenkampf» gegen den FCZ benötigen die Ostschweizer ein Fernglas, um die Tabellenspitze zu erspähen. Nach 17 Runden liegt der selbsternannte Aufstiegsanwärter satte 20 (!) Punkte hinter dem Leader zurück.

Auch neben dem Feld schreibt der FC Wil negative Schlagzeilen. BLICK erfuhr, dass der Klub von einem eigenen Spieler verklagt wird. Etienne Scholz, 23 Jahre alt, deutsch-schweizerischer Doppelbürger, Ex-Bayern-Junior, besitzt einen Vertrag bis 2020, hat aber seit August 2015 nicht mehr für die erste Mannschaft der Wiler gespielt. Statt in der Challenge League muss der defensive Mittelfeldspieler für die zweite Mannschaft ran, die liegt in der 2. Liga interregional auf Rang 9. Auch im Training der A-Elf ist Scholz nicht erwünscht.

Nun wehrt sich der Spieler juristisch, stützt sich dabei auf einen speziellen Passus im Schweizerischen Arbeitsrecht: «Eine Beschäftigungspflicht besteht einzig bei besonderen Berufsgruppen, bei welchen die Beschäftigung auch dem Erhalt der Berufsfähigkeit dient (z.B. Künstler, Berufssportler, Chirurgen, Piloten), weil hier eine Nichtbeschäftigung zur Beeinträchtigung des wirtschaftlichen Fortkommens führen kann.»

Heisst im Falle von Scholz: Weil das Niveau in der fünfhöchsten Liga der Schweiz amateurhaft ist, kann er seinen Beruf nicht wie gewünscht ausführen, ist für andere Vereine deshalb nicht interessant – und muss um seine sportliche und finanzielle Zukunft fürchten. Deshalb pocht er vor dem Kreisgericht in Wil darauf, wieder ins Training der ersten Mannschaft integriert zu werden.

Der FC Wil will davon aber nichts wissen, Scholz muss weiter mit den Amateuren trainieren. Und was sagen die Verantwortlichen zum Gerichtsfall? Nichts! Auf BLICK-Nachfrage lässt der Klub ausrichten, dass es sich um ein laufendes Verfahren handle. Fortsetzung folgt.

Publiziert am 07.12.2016 | Aktualisiert am 07.12.2016

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12 Kommentare
  • Roger  Huber 07.12.2016
    Wow, toll. Weil es nicht reicht für mehr, spielt er in der 2. Liga zum Challange League Lohn. Etwa wie wenn die Kassierin im Supermarkt den Lohn des Filialleiters bekommen würde. Diesen Vertrag würde ich auch nicht kündigen.
  • drafi  schweizer aus berg
    07.12.2016
    tolle Kommentare, die einen wissen nicht wo Wil liegt, andere huldigen dem Türkischen Investor, was mich Wundert ist einzig warum er nicht um seine Freigabe Anfragt, wenn er für die Challenge League geholt wurde und jetzt 2.Liga spielen muss ist es für den Verein ein Verlust, Finanziell, also müssten sie froh sein ihn von der Lohnliste streichen zu können, wenn er so Gut ist wie er glaubt zu wissen dann wird ein anderer Chalenge Club anbeissen, und, ich würde keinem Türkischen Investor glauben
  • Heinz  Nütteler 07.12.2016
    Herrlich all die Rechtsexperten hier. Keine Ahnung aber trotzdem kommentieren, die Leute hat man gerne.
    Ich hoffe, dass der Kerli gegen die arabischen Investoren gewinnen wird und die Thurgauer auch dieses Jahr nicht aufsteigen werden.
    • Max  Heer 07.12.2016
      Sie scheinen weder von Fussball, geschweige noch von Geographie und Investitionen eine Ahnung zu haben. Wil liegt bekanntlich seit Jahrhunderten im Kanton St. Gallen, dieses Jahr steigt niemand, sondern erst im nächsten Jahr auf. 20 Punkte Rückstand auf den Leader werden wahrscheinlich für den Aufstieg nicht reichen. Und.... es ist nicht ein arabischer, sondern ein türkischer Investor. Und erst noch ein seriöser, welcher die Löhne pünktlich zahlt. !
  • Max  Heer 07.12.2016
    Der Bubi-Kicker soll zuerst einmal Leistungen auf dem Platz bringen, bevor er zu einem Gericht rennt. Offenbar ist er konditionell derart auf der Höhe, dass er noch die Kraft aufbringt, zu einem Gericht zu rennen
  • Alessandro   Del Piero 07.12.2016
    Wil hat sich nie als Aufsteiger präsentiert sondern wollte sich längerfristig in der 2 Liga etablieren. Solche Jünglinge gibt es noch und nöcher, wollen nicht ausgeliehen werden, in die 2 Mannschaft auch nicht usw.
    Die meisten von Ihnen werden es so nie Packen und weiter kommen, besser im Training und im Spiel zeigen was man kann und nicht durch Anwälte.