Erstes Interview als Schaffhausen-Trainer Warum tun Sie sich das an, Murat Yakin?

Er wurde zweimal Meister mit Basel. War in Russland beim Traditionsklub Spartak. Jetzt übernimmt Murat Yakin den letzten der Challenge League. Yakin über die Gründe und wie ein Gespräch mit Präsident Fontana ihn bewegte.

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Brack.ch Challenge League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Zürich 18 48:10 48
2 Neuchatel Xamax FC 18 32:19 36
3 Wil 18 24:17 26
4 Aarau 18 27:28 26
5 Servette 18 24:27 25
6 Wohlen 18 22:31 22
7 FC Le Mont Ls 18 12:19 21
8 Winterthur 18 17:26 18
9 Chiasso 18 16:28 15
10 FC Schaffhausen 18 21:38 13
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Sie übernehmen den Letzten der Challenge League. Warum tut sich das ein Murat Yakin an?
Das ist doch ganz einfach: Es ist Fussball, es ist in der Schweiz, es ist eine spannende Herausforderung und ich habe Lust zu arbeiten.

Zuletzt wurden Sie oft gehandelt, wenn in der Bundesliga ein Trainerposten frei wurde, geklappts hats aber in der Munotstadt. Fehlte es an Alternativen?
Geografisch nähere ich mich in Schaffhausen der Bundesliga ja zumindest schon mal an (lacht). Mein Fokus liegt jetzt auf Schaffhausen und dem obersten Ziel nicht abzusteigen.

Sie wurden mit Basel zweimal Meister, standen im Halbfinal der Europa League, waren danach Trainer des russischen Traditionsklubs Spartak Moskau. Jetzt Schaffhausen. Das ist doch ein Abstieg!
Abstieg ist ein gutes Stichwort, weil beim FC Schaffhausen geht es eben genau darum NICHT abzusteigen. Diese Erfahrung habe ich bereits bei meiner ersten Trainerstation in Frauenfeld gemacht – eine reizvolle Erfahrung.

Jetzt veräppeln Sie uns.
Das ist sicher nicht in meinem Sinn. Ich hatte ein sehr bewegendes Gespräch mit Präsident Aniello Fontana, der mich realisieren liess, dass es im Leben um mehr als Prestige und Geld geht. Seit ich Moskau verlassen habe, habe ich in den letzten 1,5 Jahren generell alles um mich herum aufgeräumt und mich noch mehr auf das Wesentliche im Leben konzentriert.

Was ist denn das Wesentliche im Leben?
Das absolut Wichtigste im Leben ist die Gesundheit und sich Zeit zu nehmen, um die verschiedenen Träume zu verwirklichen.

Das sind aber ganz neue Töne von einem Murat Yakin!
Diese Gedanken hatte ich schon immer. Ich habe schon in der Vergangenheit in verschiedenen Interviews darauf hingewiesen, dass es am Ende entscheidend ist, dass der Klub motiviert und ambitioniert ist. Wenn das Projekt stimmt, kann das auch in der Challenge League oder im Nachwuchs sein. Darf ich noch was ergänzen?

Bitte.
Ich bin nach wie vor sehr, sehr ehrgeizig und es ist mein Anspruch, dass wir den FC Schaffhausen wieder auf Normal-Kurs bringen. Ich rate und wünsche mir, dass die Spieler ähnlich hohe Ansprüche an sich selber haben.

Was glauben Sie denn, können Sie mit Ihrer Erfahrung in Schaffhausen bewegen?
Das Ziel ist der Liga-Erhalt. Und ich bin überzeugt, dass in Schaffhausen mit dem neuen Stadion viel mehr möglich ist, als es im Moment den Anschein macht.

Brauchen Sie dafür neue Kräfte, sprich Neuzugänge?
Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich das noch nicht vollumfänglich beurteilen. Beim Trainingsstart am 4. Januar hat jeder einzelne Spieler die Chance sich zu beweisen. Aber eines ist klar: Zeit für grosse Experimente werden wir nicht haben.

Publiziert am 22.12.2016 | Aktualisiert am 02.01.2017

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14 Kommentare
  • Werner   Werhub, ☺ aus Globâle, Tuvalu, Vaiaku █ Fongafale
    23.12.2016
    absolute Win-Win Situation für Murat

    steigt er ab ist er nicht schuld denn ein anderer ist schuld und übergibt den verein nach 18 Spielen mit 2 Punkten auf den Vorletzten an Murat

    Steigt er nicht ab so ist Muri schuld am guten Abschneiden

    Gruss vom Atoll
  • Daniel  Schlatter , via Facebook 23.12.2016
    Ich bin trotz seiner GC-Vergangenheit kein Freund Yakins. Aber wenn er es für richtig findet und ernst meint, in der ChL neu zu starten, dann soll er. Manchmal ist es gut im Leben, einen Schritt zurück zu gehen, um einen Sprung nach vorne zu machen. Lasst ihn doch einfach machen, wenn es für ihn so stimmt.
  • Lorenzo  Ciliberto aus Zürich
    23.12.2016
    Tipptopp. Gute Entscheidung. Das hätte ich ihm nicht zugetraut.
  • Toni  Lötscher 22.12.2016
    Auch bei Schaffhausen wird doch wohl der Lohn genügend hoch sein, um, sagen wir mal einen ansprechenden Lebensunterhalt zu "stemmen".
  • Peter  Keller aus Solothurn
    22.12.2016
    Echte Weltklasse-Region-Bewohner sind stets erfolgreich, selbstbewusst und siegessicher. Herzliche Gratulation an MY. Jetzt wird er naechste Saison in der Nati-B - wie gewohnt - den Taeschligates wiederholt Eins auswischen. Basler und Solothurner sind grossartige Fussballer, Trainer und Fussballexperten. Die ganze Welt (auch Zoos) zittert und hat hoellen Schiss vor ihnen. Frohe Festttage vom Weissenstein/SO, insbesondere ans Atoll/VA und die rotblau gestreiften Gloeckli-fischlis.
    • Jack  Jones 22.12.2016
      "Echte Weltklasse-Region-Bewohner sind stets erfolgreich, selbstbewusst und siegessicher." Da Sie nicht aus der Weltklasse-Region stammen, sondern aus Solothurn sind Sie also erfolglos, unsicher und siegesungläubig.
      Solothurn soll grossartige Fussballer haben? Wo denn? Wo spielen Grenchen und Solothurn? Haben die jemals Profiteams gehabt? Ach ja, der weltberühmte Uhrencup!! Hat SO doch noch was zu feiern :-)