Ein Jahr nach dem Häfeli-Desaster Biel-Gläubiger sehen keinen Rappen mehr!

Vor einem Jahr fuhr Carlo Häfeli den FC Biel an die Wand. Die Gläubiger gucken in die Röhre!

Nach EHC Biel-Pleite von Häfeli: Gläubiger warten auf ihr Geld play
Carlo Häfeli im April bei der Eröffnung des Konkursverfahrens. KEY

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Er trainiert jetzt bei Le Mont Neuer Tiefpunkt für Ex-FCB-Star Cabral!
2 «Das ist kein Weltuntergang» Hakan Yakin rasselt durch Trainer-Prüfung
3 Also doch Yakin-Doppel in Schaffhausen Hakan wird Assistent von Murat!

Fussball

Brack.ch Challenge League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Zürich 18 48:10 48
2 Neuchatel Xamax FC 18 32:19 36
3 Wil 18 24:17 26
4 Aarau 18 27:28 26
5 Servette 18 24:27 25
6 Wohlen 18 22:31 22
7 FC Le Mont Ls 18 12:19 21
8 Winterthur 18 17:26 18
9 Chiasso 18 16:28 15
10 FC Schaffhausen 18 21:38 13
teilen
teilen
0 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

Sportlich läuft es beim FC Biel gut. Das Team geht in der 2. Liga als Tabellenführer mit fünf Punkten Vorsprung in die Winterpause. «Der Aufstieg ist ein Muss», sagt Präsident Dietmar Faes. Längerfristig soll der Klub wieder in der Challenge League spielen.

Vor einem Jahr begannen die Probleme beim Traditionsverein, nachdem Spieler und Staff ihre Novemberlöhne nicht erhalten hatten. Was folgte war eine beispiellose Schmierenkomödie. Häfeli, der Zürcher Anwalt, fabulierte von der Europa League, obwohl er keinen Rappen Stadionmiete bezahlte. Versicherungsgelder für verletzte Spieler versandeten irgendwo. Häfeli feuerte einen Mitarbeiter nach dem anderen. Die Löhne der Angestellten blieben monatelang aus, bis  die Liga die Reissleine zog und den Klub zwangsrelegierte.

Als bizarrer Höhepunkt erfolgte zuletzt noch die Verpflichtung des kroatischen Möchtegern-Trainers Zlatko Petricevic, der die Spieler mit seinen Clown-Einlagen zum Lachen gebracht hätte, wäre die Situation nicht so Ernst gewesen.

Besonders bitter für die Gläubiger: Sie werden von ihren Investitionen keinen Rappen sehen! Präsident Faes zu BLICK: «Ich habe 25'000 Franken in den Sand gesetzt.» Faes zuckt mit den Schultern: «Was soll ich machen? Der Ausgang eines Prozesses ist nicht voraussehbar und wäre mit weiteren Auslagen verbunden.» Deshalb gilt für ihn: «Deckel drauf, nach vorne schauen!»

Und was treibt Ex-Präsident Häfeli so? Zuletzt machte das Gerücht die Runde, er habe einen slowakischen Klub gekauft. Häfeli dementiert: «Stimmt nicht! Ich habe auch nicht die Absicht, dies zu tun.»

Publiziert am 09.12.2016 | Aktualisiert am 10.12.2016

Neueste Videos

3 Kommentare
  • Susanne  Reich 09.12.2016
    Geht es nur mir so? Der Gesichtsausdruck von Herrn Häfeli scheint auszudrücken, dass er sich eigentlich keine Sorgen macht. Ich bin mir hingegen sicher, die Gläubiger jedoch schon. Ist dies eine Zeiterscheinung? Ganz egal was ich anstelle, Hauptsache mir geht es gut? Er müsste ja nicht gleich in Tränen ausbrechen, doch dass Freude herrschen soll, ist nicht wirklich angebracht. Bin gespannt, was Herr Häfeli als Nächstes unternimmt.
    • Beat  Küng aus Bellinzona
      09.12.2016
      Mein ehemaliger Arbeitgeber hat 3 seiner Gesellschaften gleichzeitig an die Wand gefahren, um sich der finanziellen Verpflichtung zu entziehen. Der kriegt nicht mal ein Verfahren, weil es sich nicht lohne und bei dem nichts zu holen sei. Dafür wurde die Existenz von 12 Mitarbeitern ruiniert. So läuft das heutzutage. Der Büezer bleibt immer auf der Strecke, und der Schuldige kann ohne Strafe weiter mauscheln.
  • Jürg  Greiff 09.12.2016
    Einmal mehr ist ein Verein einem vermuteten Betrüger aufgesessen und schaut nun einfach mal in die Röhre, Und Häfeli? Der lässt es sich in der Zwischenzeit gut gehen und nennt sich nach wie vor Anwalt. Traurig!!