Das meint BLICK zum Wil-Wahnsinn So kann man keinen Erfolg haben

Nach nur zwölf Spielen muss Martin Rueda seinen Trainerposten bereits wieder räumen. Wie gehts weiter mit dem FC Wil? Ein Kommentar von BLICK-Chefredaktor Sport Felix Bingesser.

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Fussball

Brack.ch Challenge League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Zürich 18 48:10 48
2 Neuchatel Xamax FC 18 32:19 36
3 Wil 18 24:17 26
4 Aarau 18 27:28 26
5 Servette 18 24:27 25
6 Wohlen 18 22:31 22
7 FC Le Mont Ls 18 12:19 21
8 Winterthur 18 17:26 18
9 Chiasso 18 16:28 15
10 FC Schaffhausen 18 21:38 13
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Die Bedenken waren gross, als im Sommer 2015 türkische Investoren den FC Wil übernommen haben. In der Ostschweiz rümpfte man die Nase. Im Rest des Landes schüttelte man den Kopf.

Warum? Weil man schon zu viel an Schaumschlägerei und Scharlatanerie mit ausländischen Investoren erlebt hat. Und sich noch immer fragt: Was ist die Motivation für ein solches Engagement im beschaulichen Schweizer Fussball? Geldwäscherei? Steueroptimierung?

Beim FC Wil fliesst das Geld. Das ist aber auch das Einzige. Ansonsten haben sich alle Vorbehalte bewahrheitet. Der Klub hat seine Seele verkauft. Es wird konzeptlos gewurstelt. Eine Strategie ist nicht erkennbar.

Im Gegenteil: Man macht mit Traumofferten für Durchschnittskicker die Challenge League verrückt. Die Trainer werden quartalsweise ausgetauscht. Der weitgehend respektlose Umgang mit dem Personal hat System.

Das jüngste Opfer ist Martin Rueda. Auch ihn hat man von einem Ligakonkurrenten abgeworben. Nach zwölf (!) Spielen ist Schluss. Die jüngste Entlassungswelle beim FC Wil dürfte nun auch viele Spieler und Trainer aufschrecken. Die Not muss gross sein, wenn man den süssen Verlockungen dieses ferngesteuerten Klubs verfällt.

Irgendwann werden die Türken ihre Lust am teuren «Hobby» verlieren. Und der FC Wil wird das erleben, was viele andere Klubs in dieser Situation auch schon erlebt haben. Den tiefen Fall. Denn so kann man keinen Erfolg haben. Respektloser Umgang!

Publiziert am 13.12.2016 | Aktualisiert am 14.12.2016

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7 Kommentare
  • drafi  schweizer aus berg
    13.12.2016
    Geld gewinnt Champions-League, doch davon ist der FC Wil Meilenweit entfernt, Lichtjahre, nur weil ein Türkischer Investor Geld in den Verein steckt ist man noch lange nicht Aufstiegsanwärter, da müsste sich der ganze Vorstand erst mal als Fussballkenner Ausweisen und nicht nur vom Bürostuhl aus Dirigieren, Leute Einstellen-Entlassen usw. dieser Investor wird den FC Wil genauso in den Ruin führen wie es Xamax und Servette ergangen ist, da mögen noch so viele von Seriösem !! Geschäftsmann reden
  • Willi  Meier aus Saland
    13.12.2016
    Ich sah diesen Match 10 Minuten in einem Live Stream,sah dann aber fast nichts mehr und ging zu Stuttgart-Hannover.Schade,schade.
  • Eugen  Büchel 13.12.2016
    Wie man des Öfteren sieht sind die oberen Fussballclub Manager nicht unbedingt mit Intelligenz und Zukunftsstrategien gesegnet.
    • Ekki  Talkötter aus Münster
      13.12.2016
      Das betrifft aber nicht nur Fussballmanager. Auch fehlt es den wenigsten an Intelligenz. Es ist die Gier, das neoliberale Gewinndenken. Shareholder value, Quartalsdenken, nicht Nachhaltigkeit ist gefragt in den Chefetagen.
  • Geri  Eisele , via Facebook 13.12.2016
    Ja ist sehr wahrscheinlich das schwarzgeld im Spiel ist aber nicht nur beim FC wil. Es müsste schon lange verlangt werden das Sponsoren Gelder ab 5000 pro Jahr der Nachweis erbracht wird das es sich um versteuerte Gelder handelt. Somit werden viele ihr schwarzgeld los sitzen in der ersten Reihe oder in der Loge oder haben sogar Anteile an Spieler für mio
  • Lüchinger  Walter aus Rebstein
    13.12.2016
    Die werden dann wohl zum 2. x in Konkurs gehen, wenn die türkischen Investoren die Lust auf das Gewurstel verlieren. Das ist das Eine; Zudem würde ich mal das Geschäftsgebaren der Türken untersuchen. Woher kommt das Geld? Würde sich das jemand antun, so viel Geld nach Wil zu senden, wenn es sich dabei um sauberes Kapital handelt? Ich glaube kaum.
    Xamax lässt grüssen. Und der FCSG sollte 1998 an einen verschuldeten Schaumschlägertrupp aus Italien verkauft werden. Und was lernt man daraus? Nichts
    • scherrer  andreas aus stein
      13.12.2016
      zum 2. mal Konkurs? Sie haben keine Ahnung. Damals nach Hafen und unter Belanow ging der Verein nicht KOnkurs.