Am Mittwoch gegen Palermo verabschiedet sich Fabio Celestini von Lausanne. Blumen wird er wohl keine erhalten. Celestini geht im Streit. Lausanne-Trainer Martin Rueda: «Ich versuche schon lange zwischen Fabio und dem Vorstand zu vermitteln, aber die Differenzen sind zu gross.»
Der Zweite der Challenge League muss in der Rückrunde das Rennen um den Aufstieg ohne den Regisseur fortsetzen. Rueda: «Ich bin enttäuscht, dass wir keine Lösung gefunden haben.»
Lausannes Vorstand führte Vertragsgespräche, ohne Celestini – den designierten Sportchef – zu informieren. Lausannes Vize Alain Joseph: «Wir haben unseren Fehler eingesehen. Er akzeptierte die Entschuldigung nicht.»
Celestini wollte einen Fünfjahresvertrag als General Manager mit doppeltem Gehalt. Zu viel für Lausanne!
Celestini bezieht heute zum Knatsch erstmals Stellung. Um 16.30 Uhr gibt er eine Pressekonferenz beim Flughafen Lausanne-Blécherette. (Mi.W./S.L.)
Update: Celestini tritt zurück
Fabio Celestini beendet seine Karriere als aktiver Fussballer. Das Euopa-League-Spiel gegen Palermo wird sein letztes sein.
Celestini will sein Engagement als Spieler bei Lausanne beenden und verzichtet darauf, noch ein oder zwei Jahre für einen anderen Klub in der Schweiz spielen. «Das habe ich nicht nötig», betonte der ehemalige Internationale. «Über meine Zukunft werde ich erst Anfang Januar entscheiden.»
Celestini engagiert sich sehr für die Förderung von Junioren im Alter zwischen acht und 14 Jahren und wird sich wohl diesem Bereich widmen. (Si/sme)
Seine Karriere
Fabio Celestini blickt auf 17 Jahre Profi-Fussball zurück. Von 1995 bis 2000 spielte er für Lausanne, bevor es ihn ins Ausland verschlug. Seine Stationen in zehn Jahren ausserhalb der Schweiz waren Troyes und Olympique Marseille in Frankreich sowie Levante und Getafe in Spanien. Im Juni 2010 kehrte er zu Lausanne-Sport zurück.
35 Mal spielte er für die Schweizer Nationalmannschaft. Seinen letzten Einsatz für die Nati hatte er im Oktober 2007 in Basel beim 0:1 gegen die USA. Das wichtigste Tor für die Schweiz erzielte Celestini im Oktober 2002. Sein 2:1-Siegtreffer in der 87. Minute in Dublin gegen Irland brachte die Schweiz wieder auf EM-Kurs und letztlich die Qualifikation für Portugal 2004. (Si/sme)