Laut dem FIFA-Boss herrscht im heutigen Fussball moderne Sklaverei! Blatter: «Lasst Ronaldo gehen»

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Raphael Fiore

FIFA-Boss Blatter stellte in einem Interview mit Sky News eine gewagte These auf. Es herrsche im heutigen Fussball wegen langfristigen Verträgen moderne Sklaverei!

Wie kommt der Walliser zu solch brisanten Aussagen? Blatter nennt im Interview mit Sky News einen aktuellen Fall, das Wechseltheater um ManU-Superstar Cristiano Ronaldo. Der Portugiese will unbedingt zu den Königlichen nach Madrid wechseln. Doch ManU-Coach Sir Alex Ferguson will seinen wichtigsten Spieler nicht einfach so ziehen lassen.

Spieler sollen dort spielen, wo es ihnen gefällt

Genau das behagt FIFA-Boss Blatter nicht. «Wenn der Spieler in einem anderen Klub spielen möchte, dann sollte eine Lösung gefunden werden. Wenn er in seinem alten Klub bleibt, dann wäre das für beide Seiten schlecht. Die Spieler müssen mehr beschützt werden, wenn ein Fussballer gehen will, dann lasst ihn gehen.»

Wegen dem Bosman-Urteil müssen Spieler rechtlich ihren Vertrag absitzen. Ausser der neue Klub bezahlt eine schöne Ablösesumme. Deshalb würden die Klubbesitzer den Spieler möglichst lange an den Verein zu binden.

Ronaldo muss bleiben

Manchester United ist hingegen nicht gewillt, den Spieler gehen zu lassen. Die sportliche Leitung will, dass er seinen Vertrag erfüllt und Ronaldo nächste Woche pünktlich zurückkommt.

Doch das könnte schwierig werden: Denn der Präsident der Königlichen sagte dem grossen Real Madrid Fan Rafael Nadal nach dessen Wimbledon-Sieg, dass Ronaldo bereits unterschrieben hätte.

Kommentar

Weg aus der modernen Sklaverei

Es hat sich in den letzten Jahren trotz dem Bosman-Urteil immer wieder gezeigt, dass Fussballer einen Weg aus der «modernen Sklaverei» finden.

Und dies nur als kleiner Denkanstoss für den FIFA-Boss: Ein Sklave erhielt für seine knochenharte Arbeit keinen Lohn, während die Fussball-Profis sich ihr ach so tristes Dasein fürstlich bezahlen lassen.

Zudem wird ein Spieler nicht zur Unterschrift eines Knebelvertrags gezwungen. Die unterstützende Haltung von Blatter gegenüber den Hauptakteuren auf dem Feld ist zwar löblich, jedoch sollte er mit seiner Wortwahl den Ball lieber flach halten.

Schreiben Sie uns!

Vielen Dank für die Teilnahme! Das Fast-Feedback wurde geschlossen.
1 / 2 Bildern
Bildinformation einblenden

Top 3

1 Angst um Frauen & Kinder! GC-Stars zitternbullet
2 Pearce coacht Team gegen Holland Fabio Capello ist nicht mehr...bullet
3 Top200 Grosser Wettbewerbbullet

Fussball