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FCZ baut aus

Aktualisiert um 10:27 | 19.04.2007

ZÜRICH – Basel wirds nicht leicht gemacht. Der FCZ baute seinen Vorsprung zu Hause mit einem Sieg gegen Sion aus und liegt nun vor dem Knaller am Sonntag im St. Jakob-Park sechs Punkte vor den Bebbi.



Der FCZ schlägt Sion mit 2:1. (Keystone)
Der FCZ schlägt Sion mit 2:1. (Keystone)
FCZ – Sion: 2:1

Zürich besiegte Sion nach dem 2:1 im Wallis auch im Hardturm mit dem gleichen Resultat. Raffael entschied die phasenweise gehässige Partie für den Leader mit einem Solo in der 58. Minute.

Gegen Sion war der Weg zum wohl kursweisenden Sieg gewiss kein einfacher. Johnny Leoni stand mehrmals im Mittelpunkt. Den ersten Vorteil erzwang mit Hannu Tihinen gleichwohl ein Zürcher. Ausgerechnet der finnische Captain, der sich eine Platzwunde in der Kabine nähen lassen musste, traf mit dem Kopf zum 1:0.

Die Gäste reagierten auf die Rücklage unmittelbar vor der Pause. Dem 1:1 durch den portugiesischen Techniker ging indes ein gravierender Fehler Raffaels voraus.

Am Ende standen Präsident Christian Constantin und Co. trotzdem wieder mit leeren Händen da. Obschon die Walliser Zürich in der Schlussphase hart bedrängten, resultierte auch im zweiten Vergleich mit dem Champion nichts ausser Ärger und einer späten gelb-roten Karte gegen Alain Gaspoz.

Schaffhausen – GC: 1:1

GC steckt weiterhin im Tief. Nach dem blamablen 1:2 gegen Schaffhausen im Hardturm büssten die Zürcher gegen den Letzten der Super League auch auswärts wieder zwei Punkte ein. Ailton verhinderte mit seinem vierten Saisontor eine noch grössere Enttäuschung als das 1:1.

Ohne längeren Anlauf, sondern gleich nach der ersten Chance der Partie tanzte Marco Schällibaum an der Seitenlinie wie wild. Francisco Neri verwertete einen Flankenball Ademis zur Führung. GC bemühte sich zwar um eine Korrektur, fand aber kaum je ein Rezept, die Defensive des Abstiegskandidaten auszuspielen. Nur einmal, als Ailton sich der Kontrolle entzog, gelang der Durchbruch.

Thun – Luzern: 2:1

Der kurz zuvor eingewechselte Finne Juho Mäkelä war Thuns Matchwinner, als er in der 92. Minute zum 2:1 einschiessen konnte. Die Luzerner wurden damit spät für den Platzverweis von Mario Cantaluppi bestraft, der in der 85. Minute Gelb-Rot sah.

Thun wiederholte damit im Lachen-Stadion seinen 2:1-Erfolg aus dem Hinspiel am Wochenende auf der Luzerner Allmend. Dank den sechs Zählern aus den beiden Spielen rückten die Berner Oberländer bis auf einen Zähler zu den Innerschweizern auf und erhöhten deren Abstiegsgefahr nach sieben sieglosen Spielen nochmals um eine Einheit.

Aarau – Young Boys: 1:1

Es hatte gut begonnen für die Aarauer, die schon in der 10. Minute durch Vahe Tadevosjan in Führung gehen konnten. In der zweiten Halbzeit liess der FCA die Gäste jedoch immer stärker aufkommen und musste nach 69 Minuten den verdienten Ausgleich durch Frank Madou einkassieren.

Viel Glück für den FC Aarau in der hektischen Schlussphase gegen die immer stärker gewordenen Young Boys. Goalie Ivan Benito wehrte in der 93. Minute einen Foulpenalty von Tiago ab und rettete dem FCA damit das wichtige 1:1.

FC Zürich - Sion 2:1 (1:1)

Zürich. - 10 100 Zuschauer. - SR Wildhaber.
Tore: 31. Tihinen 1:0. 44. Carlitos 1:1. 58. Raffael 2:1.
Zürich: Leoni; Stahel, Tihinen, Von Bergen, Schneider; Abdi, Inler, Margairaz, César; Raffael (85. Lampi), Eudis (46. Schönbächler).
Sion: Vailati; Sarni, Chedli, Nwaneri (63. Alioui, 73. Mijadinoski); Gaspoz, Obradovic, Gelson, Bühler; Chihab (63. Reset), Carlitos; Saborio.
Bemerkungen: FCZ ohne Alphonse, Dzemaili, Stanic, Rochat (alle verletzt), Sion ohne Kali, Di Zenzo (beide verletzt). 91. Gelb-Rot gegen Gaspoz (2. Foul). Verwarnungen: 62. Margairaz (Foul, gegen den FCB gesperrt) und Chedli (Unsportlichkeit), 65. Gaspoz, 87. Lampi (beide Foul).

Schaffhausen - Grasshoppers 1:1 (1:0)

Schaffhausen. - 3200 Zuschauer. - SR Busacca.
Tore: 28. Neri 1:0. 76. Ailton 1:1.
Schaffhausen: Herzog; Geiser, Sereinig, Montandon, El Haimour; Truckenbrod, Diogo; Ademi (81. Bochud), Tarone, Todisco (60. Pires); Neri (84. Renfer).
Grasshoppers: Coltorti; Sutter, Galindo, Weligton, Mikari; Salatic; Pinto (63. Ristic), Renggli, Dos Santos; Léon (86. Blumer); Ailton.
Bemerkungen: Schaffhausen ohne De Souza, Da Silva, Fabinho, Ciglar (alle verletzt), GC ohne Langkamp, Rinaldo (beide verletzt). 79. Gelb-Rot gegen El Haimour (2. Foul). Verwarnungen: 37. Diogo, 45. Mikari (alle Foul), 47. Ailton (Unsportlichkeit), 60. El Haimour, 91. Bochud (beide Foul).

Thun - Luzern 2:1 (1:1)

Thun. - 5250 Zuschauer. - SR Wermelinger.
Tore: 3. Rama 1:0. 37. Bader 1:1. 92. Mäkelä 2:1.
Thun: Bettoni; Gerber, Zahnd, Di Fabio, Hämmerli; Nyman; Schönenberger (61. Ferreira), Gavatorta (88. Mäkelä), Friedli, Scarione; Rama (70. Bühler).
Luzern: Zibung; Diethelm, Mettomo, Dal Santo, Claudio Lustenberger; Cantaluppi; Lambert, Fabian Lustenberger, Andreoli (89. Sam); Paquito (78. Mamone); Bader.
Bemerkungen: Thun ohne Deumi (gesperrt) und Dosek (verletzt). Luzern ohne Tchouga (gesperrt), Lustrinelli, Makanaki und Seoane (alle verletzt). 9. Tor von Bader wegen Abseits nicht anerkannt. 30. Cantaluppi lenkt Scarione-Freistoss an die Latte. 85. Gelb-Rot Cantaluppi (Foul). Verwarnungen: 29. Cantaluppi (Foul), 34. Gavatorta (Foul), 54. Lambert (Foul), 63. Bader (Unsportlichkeit).

Aarau - Young Boys 1:1 (1:0)

Aarau. - 5800 Zuschauer. - SR Circhetta.
Tore: 10. Tadevosjan 1:0. 69. Madou 1:1.
Aarau: Benito; Carreño, Brabec, Christ, Bilibani; Sermeter, Burki, Achiou, Menezes; Tadevosjan (50. Rogerio), Antic (66. Pouga).
Young Boys: Wölfli; Zayatte, Tiago, Kallio (70. Häberli), Hodel; Schwegler, Hochstrasser, Yakin, Raimondi; Varela; Madou.
Bemerkungen: Aarau ohne Hima (gesperrt), Colomba, Greco (beide verletzt) und De Almeida (rekonvaleszent). YB ohne Aziawonou, Frimpong, Simpson und Yapi (alle verletzt). 93. Benito hält Foulpenalty von Tiago. 93. Gelb-Rot Brabec (Reklamieren). Verwarnungen: 24. Hochstrasser (Reklamieren), 27. Schwegler (Foul), 72. Häberli (Foul), 92. Brabec (Foul).

Rücktritt bei GC

Die sportliche Krise der Grasshoppers weitet sich neben dem Rasen aus. Unmittelbar nach dem enttäuschenden 1:1-Remis beim Tabellenletzten Schaffhausen kündigte Walter A. Brunner an, sich Ende Mai als GC-Präsident zurückzuziehen.

Mit dem Bau-Unternehmer tritt auch der Rest der im November 2004 eingesetzten Task Force ab. Spätabends informierte GC offiziell mit einem Communiqué: «Nachdem der Betriebsaufwand substanziell reduziert werden konnte und die nachhaltige Finanzierung von GC Fussball durch dem Grasshopper-Club nahestehende Kreise gesichert ist, wird sich der Fussballbereich von GC ab der Saison 2007/08 auf eine erneuerte Grundlage abstützen können.»

Die Hoppers müssen die Führungscrew praktisch neu besetzen. Obschon der aktuelle Präsident zuletzt mehrfach in Abrede stellte, seinen Posten bereits im Sommer zu räumen, geht er. Ihm werden der Finanzchef Beat Schnider, Sportchef Karl-Heinz Riedle und auch VR- Mitlied Aloys Hirzel folgen. Riedle stritt ab, dass er wegen der fehlenden sportlichen Erfolge abtrete.

Wer künftig die Verantwortung tragen wird, ist völlig offen. Im «Blick» von gestern Dienstag wurde Heinz Spross lanciert. Der CEO der Spross- Holding ist ein Neffe des verstorbenen GC-Mäzens Werner H. Spross. Gemäss Informationen von GC will der Verein künftig auf den eigenen Nachwuchs bauen – die gleiche Absicht äusserten die Hoppers bereits im vergangenen Jahr, ehe sie im Winter eine regelrechte Einkaufstour auf dem ausländischen Markt vollzogen und neben anderen den Alt-Star Ailton engagierten.

Die Freude ist riesig: Raffael (links) hat das 2:1 erzielt. (Keystone)
Die Freude ist riesig: Raffael (links) hat das 2:1 erzielt. (Keystone)
Wem tuts mehr weh? Dem Schaffhauser Neri oder GC-Spieler Michel Renggli? (Keystone)
Wem tuts mehr weh? Dem Schaffhauser Neri oder GC-Spieler Michel Renggli? (Keystone)
Er kämpft bis zuletzt um den Ball: Oscar Scarione vom FC Thun (rechts) im Duell mit Luzerns Lucien Mettomo. (Reuters)
Er kämpft bis zuletzt um den Ball: Oscar Scarione vom FC Thun (rechts) im Duell mit Luzerns Lucien Mettomo. (Reuters)
Hart gings auch zwischen dem FC Aarau und YB zu und her: Der Berner Franck Madou gegen Fernando Carreno. (Keystone)
Hart gings auch zwischen dem FC Aarau und YB zu und her: Der Berner Franck Madou gegen Fernando Carreno. (Keystone)
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