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Fragen Sie BLICK-Renggli: Kalenderwoche 49

  • Aktualisiert am 03.01.2012

Haben Sie Sportfragen? Sport-Experte und BLICK-Reporter Thomas Renggli beantwortet Ihre Fragen zu jedem sportlichen Thema!

Mittwoch, 3. Dezember

Guten Tag Herr Renggli. Frage zum Umfall des Lausanne-Spielers Jérôme Bonnet: Es gab doch in Lausanne schon einmal einen Unfall, damals mit Servette-Verteidiger Bezina. Was ist genau passiert? Nicole Vogel, Bern

Antwort von Thomas Renggli: Tatsächlich kam es in diesem Jahr in der Lausanner Eishalle schon einmal zu einem eissportlichen Blutbad – genauer am 9. Februar, am Skoda-Cup, während des Spiels Schweiz – Slowakei.

In der 17. Minute kollidierte der Genfer Verteidiger Goran Bezina so unglücklich mit der Plexiglas-Abgrenzung, dass ihm vom eigenen Helmvisier ein Teil der Nase abgetrennt wurde.

Die folgenden Szenen waren nichts für schwache Nerven: Ein Betreuer hob den Körperteil auf, legte ihn (im wahrsten Sinn des Wortes) auf Eis und überführte ihn (zusammen) mit seinem Besitzer ins Lausanner Unispital.

Dort leistete die Abteilung für plastische Chirurgie hervorragende Arbeit, brachte Bezinas Nasenspitze wieder an ihren Herkunftsort und entliess den Unglücksraben noch am selben Abend mit einem dicken Verband im Gesicht.

Auch die Befürchtungen, der Körper könnte die Nase wieder abstossen, waren unbegründet. Heute sind in Bezinas Gesicht keine Spuren von diesem Zwischenfall mehr zu sehen.

Gemäss Einschätzungen unserer Beauty-Expertin auf der Blick-Eishockey-Redaktion gehört der Romand sogar zu den bestaussehenden Schweizer Eishockeyspielern. Auch sein Torriecher ist ihm nicht abhanden gekommen. Mit 5 Treffern und 16 Assists ist er der erfolgreichste Schweizer Scorer von Genf/Servette in dieser Saison.

Falls Sie an weiteren Details über die Gefahren im Eishockeysport interessiert sind und Sie beim Anblick von blutigen Szenen nicht in Ohnmacht fallen, dürfen sie die Printausgabe des BLICKS vom Donnerstag auf keinen Fall verpassen.

Dienstag, 2. Dezember

Letzten Sonntag im Spiel FCZ – Sion hat Almen Abdi einen Penalty verschossen, welchen der Schiedsrichter wiederholen liess, weil ein Sion-Spieler zu früh in den Strafraum lief. Abdi trat nochmals an und verschoss auch den zweiten Penalty. Meine Frage: Hätte der Wiederholungs-Penalty auch durch einen anderen Spieler getreten werden dürfen? Martin Siegenthaler, Zürich

Antwort von Renggli: Ich muss zugeben, dass ich mir die gleiche Frage auch gestellt habe und spontan mit „Ja – Abdi musste wieder schiessen, weil es sich um die selbe Spielsituation handelte“ geantwortet hätte. Weil ich mir der Sache aber nicht sicher war, fragte ich bei Luigi Ponte, dem Präsidenten des Schweizer Schiedsrichterverbands nach, – und wurde eines Besseren belehrt.

Ponte erklärt die Sachlage folgendermassen: „Bei der Wiederholung eines Penaltys kann auch ein anderer Spieler antreten. Die einzige Voraussetzung ist, dass der Schiedsrichter weiss, welcher Spieler schiesst. Der Schütze muss sich vorher also bemerkbar machen.“ Gemäss Ponte gibt es nur eine einzige Konstellation, in der der Schütze nicht gewechselt werden darf – beim fünften Schuss im Penaltyschiessen. Weil dem Referee zu Beginn der Kurzentscheidung eine Liste mit fünf Namen übergeben wird – und darauf sind spontane Änderungen nicht möglich.

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