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Die aktuellen Grand-Prix-Teamchefs beginnen sich langsam über ihre neuen vier Gegner 2010 aufzuregen. Mit Ausname des seit Jahren verbitterten Frank Williams, der gegen Sauber das Veto einlegte. Vor allem das amerikanische Geisterteam von USF1 mit Ken Anderson und dem immer noch aktiven TV- und Zeitungsreporter Peter Windsor kommt in Fahrt.
Täglich neue Gerüchte aus Charlotte
Fast jeden Tag tauchen neue Gerüchte aus Charlotte auf, wo in einer Fabrik seit Wochen für USF1 kaum 20 Leute arbeiten. Von einem Rennwagen keine Spur! Offenbar planen Anderson und Windsor ihren garantierten Startplatz dem als 14. Team auf der Ersatzbank hockenden Peter Sauber zu verkaufen!
Jetzt wurde bekannt, dass bei einem der letzten FOTA-Meetings alle Teamchefs gegen einen eventuellen Verkauf eines Startplatzes waren – nur Peter Windsor nicht!
Die Sicherheitsauflagen und Crashtests kosten Millionen
Auch der Weltmeister-Macher Ross Brawn (früher siebenmal mit Schumi, jetzt mit Button) ist verärgert: «Wenn die wirklich noch keinen internen Crashtest gemacht haben, was sie ja ohne Auto-Teile gar nicht können, dann stehen die im März nie am Start. Dann werden sie kaum einen Crashtest der FIA bestehen.»
Sauber: «Wir kaufen keinen Startplatz!»
Und die Sicherheitsauflagen sind gross, sie kosten die Teams schon bei den Selbstzerstörungen im eigenen Werk einen Millionenbetrag. Und am Ende müssen beim Weltverband drei dynamische Crashtests absolviert werden (hinten, vorne und auf der Seite). Dazu kommen rund zwölf statische Tests beim Überrollbügel, beim Tank, beim Unterboden usw. Wer auch nur bei einem durchfällt, muss diesen wiederholen.
Peter Sauber: «Eins ist klar, wir kaufen keinen Startplatz!» Da hat auch schon die sonst schlafende FIA ein Machtwort gesprochen.
Was den Schweizer des Jahres 2005 am meisten aufregt: «Momentan kann ich mit keinem Fahrer über ein Cockpit reden. Die wollen natürlich alle eine Garantie, die ich nicht geben kann. Obwohl bei uns alles vorhanden ist: ein neues Auto, eine tolle Fabrik und ein Investor für die nächsten Jahre!» Aber die Mitarbeiter können wegen der Ungewissheit nur noch Monatsverträge erhalten.
Peter Sauber.- Keystone