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Grosser Preis von Abu Dhabi, Rennen
Beginn: 27.11.2016 14:00 Uhr
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Der neue Weltmeister Nico Rosberg nach seinem Triumph «Danke Mama und Papa»

In seiner 11. Saison ist es endlich so weit! Nico Rosberg ist Formel-1-Weltmeister. Den Showdown von Abu Dhabi gewinnt zwar Lewis Hamilton, der Deutsche lässt aber mit dem zweiten Platz nichts mehr anbrennen.

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Lewis Hamilton (31) gewinnt den Showdown von Abu Dhabi. Zwar hat der Brite in der laufenden Saison mit zehn Siegen ein Rennen mehr gewonnen als Nico Rosberg (31). Doch am Ende darf sich der Deutsche zum ersten Mal in seiner Karriere als Weltmeister feiern lassen.

Mit einem Sieg Hamiltons reichte Rosberg ein Podestplatz, um sich nicht mehr vom Thron stossen zu lassen. Der einzige, der Rosbergs Vorhaben zweitweise gefährdet, ist RedBull-Fahrer Max Verstappen, der sich zu Beginn des Rennens zwischen die beiden Mercedes-Piloten schiebt. Rosberg verliert aber den Anschluss an seinen Teamkollegen nie und überholt Verstappen in Runde 20.

Lewis Hamiltons Taktik, sich als Führender den Anweisungen aus dem Fahrerlager zu widersetzen und nicht Vollgas zu geben, um hinter ihm ein Chaos um Rosberg zu stiften, geht nicht auf. So sichert sich Rosberg den WM-Titel – 34 Jahre nach seinem Vater Keke. Dieser verfolgt das Rennen in Dubai. Erst als der Sieg seines Sohnes feststeht, steigt er ins Auto und fährt die 100 km nach Abu Dhabi, um mit ihm zu feiern.

Hamilton bleibt nach seinem 53. GP-Sieg also nur das Gratulieren: «Eine tolle Leistung, aber es reichte nicht. Ich möchte aber auch Nico gratulieren.»

Der frischgebackene Weltmeister Rosberg selbst kann sein Glück kaum fassen: «Das war kein normaler Tag im Büro. Da war ja im Finale der Teufel los und Vettel machte Druck. Jetzt bin ich einfach nur glücklich und möchte vor allem meiner Frau, meiner Tochter und den Eltern danken!»

 

Sauber verteidigt Rang 10

Marcus Ericsson (15.) und Felipe Nasr (16.) fahren nicht in die WM-Punkte, verteidigen aber den wichtigen zehnten Platz in der Konstrukteuren-Wertung vor Manor-Marussia – und somit 20 Millionen.

Dennoch ist es ein Saisonabschluss mit fadem Beigeschmack für die Hinwiler: Die beiden Sauber-Piloten sind die langsamsten Fahrer des letzten Rennens. Nur die fünf Ausgeschiedenen und der abgestrafte Palmer (räumte Sainz aus dem Weg) sind am Ende schlechter klassiert.

Die Sauber-Stimmen

Marcus Ericsson: «Das war ein forderndes Rennen. Die 55 Runden haben wir mit nur einem Boxenstopp ganz gut durchgezogen. Insgesamt bin ich mit meiner Performance heute zufrieden, auch wenn das Resultat das nicht widerspiegelt. Mein Reifenmanagement auf dem ersten Satz war gut, so konnte ich angreifen ohne zu sehr auf die weiche Gummimischung achten zu müssen. Dennoch hatten wir heute einfach nicht das Tempo, das wir uns vorgestellt haben. Nach dem Saisonfinale geht es nun in die Winterpause, in der wir alle unsere Batterien wieder aufladen und zu frischen Kräften kommen können. Ich freue mich schon jetzt darauf, im nächsten Jahr in eine neue, aufregende Ära der Formel 1 zu starten. Ein grosses Dankeschön an alle im Team – an jene hier an der Strecke wie an alle zu Hause im Werk in Hinwil. Hinter uns liegt ein hartes Jahr voller Herausforderungen. Doch wir haben als Team immer zusammengehalten und hart gearbeitet – das wird uns künftig noch stärker machen.»

Felipe Nasr: «Mit einem sehr guten Start konnte ich mich auf P14 verbessern. Ich kämpfte hart, um solange wie nur möglich auf dieser Position zu bleiben. Doch wir konnten vom Tempo her unsere Konkurrenten einfach nicht hinter uns halten. Nach dem ersten Boxenstopp schaute es noch gut aus, und die Manor’s lagen hinter uns. Doch dann gab es unglücklicherweise eine Berührung zwischen einem Manor-Fahrer und mir. Dabei wurden der Unterboden und die Felge beschädigt und wir dachten auch, dass es den Frontflügel erwischt hätte. Deshalb war ich gezwungen, den zweiten Boxenstopp früher als ursprünglich geplant einzulegen. Das hat mein restliches Rennen beeinträchtigt. Wäre dieser Vorfall nicht passiert, hätten wir uns etwas weiter vorne platzieren können. Aber am Wichtigsten war es, unseren zehnten Platz in der Konstrukteurs-WM ins Ziel zu bringen – und ich bin glücklich, dass uns das am Ende gelungen ist. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir – alles in allem – auch mein zweites Jahr bei Sauber gefallen hat. Es war eine herausfordernde und schwierige Saison, doch gerade in solchen Zeiten lernt man am meisten dazu. Ungeachtet aller Herausforderungen, die diese Saison an uns stellte, funktionierte das Teamwork stets gut. Die zwei WM-Punkte vom Brasilien-Grand-Prix haben uns für alles entschädigt – das ganze Team hat sie verdient. Vielen Dank an alle.»

Monisha Kaltenborn: «Wir gratulieren Nico und dem Mercedes-Team ganz herzlich zu den Titeln. Wir freuen uns auch für das Force-India-Team über den beachtlichen vierten Platz in der Konstrukteurs-WM. Im letzten Saisonrennen ging es bei uns heute nur darum, den zehnten Platz in der Konstrukteurs-WM zu sichern. Diesem Ziel haben wir alles untergeordnet – und es geschafft. Dafür möchte ich dem ganzen Team, an der Strecke wie im Werk, ein grosses Dankeschön aussprechen. Marcus und Felipe haben auch in widrigen Zeiten gute Arbeit geleistet und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Was wir in dieser so schwierigen Saison letztlich erreicht haben, ist in erster Linie unserem Teamwork zuzuschreiben – wir haben zusammen gehalten und stets hart weiter gearbeitet und gekämpft. Auch darauf können wir im nächsten Jahr aufbauen. Wir freuen uns auf die kommende Saison.»

Massa und Button treten ab

Für zwei Legenden des Sports endet mit der Saison 2016 auch die Karriere. Felipe Massa wird Neunter, Jenson Button scheidet frühzeitig aus. Button lässt sich aber seine Laune nicht verderben. «Heute Abend werde ich es mir gut gehen lassen», sagt der Engländer noch während des Rennens. (sih)

Publiziert am 27.11.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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12 Kommentare
  • Thomas  Schneider 27.11.2016
    Die Psychospielchen des Engländers vor den Mikrofonen waren wirklich unterste Schublade. Auch Rosberg hatte in den letzten Jahren viele technische Ausfälle. Ausserdem duellieren sich ja nicht nur Fahrer, sondern auch die Teams als Ganzes. Nichts gegen Hamilton. Aber als Sportsmann wie auch als Markenbotschafter für Hunderte von engagierten Mitarbeitern hat mit Rosberg der einzig Richtige gewonnen.
  • RG  RG , via Facebook 27.11.2016
    Finde es toll, dass Nico Rosberg Weltmeister ist. Ich finde ein intelligenter Fahrer ist er. Aber vorallem für die Deutschen ist das jetzt wirklich toll. Deutscher Fahrer und deutsches Auto sind die Nr.1. Passt ja auch zum Land das Automässig ganz oben mitmischt. (Bitte soll jetzt keiner kommen Rosberg sei ursprünglich Belgier, Schwede, Kongolese etc. und auch nicht das Mercedes F1 Team in England ist etc.). Bravo Germany!
  • Volker  Dau , via Facebook 27.11.2016
    Klasse das Nico endlich Weltmeister ist obwohl Dagobert E. das n icht so gern wollte! gratulation an Nico und Keke!
  • Bernhard  Nestelbacher 27.11.2016
    Das war mein letztes Rennen was ich im Fernsehen oder live gesehen habe (seit ca. 30 Jahren) . Jeder werde ein würdiger Weltmeister ausser dieser Typ. Der ist es ja nicht einmal wert seinen Namen zu schreiben. Aber es war ja schon vor der Saison abzusehen was MB will, einen deutschen Weltmeister (und dazu nicht einmal einen richtigen Deutschen), denn welches Team zerreisst schon ein 2 faches internes Weltmeisterteam ?
  • Chris   Maestrani aus Gossau
    27.11.2016
    NR muss nicht Papa und nicht Mama danken, sonder dem Team von LH. Ohne diese Pannen wäre NR nie und nimmer Weltmeister geworden. Nun ist es wie es ist und ich hoffe, dass nächstes Jahr noch weitere Teams um den Titel fahren können.
    • Beat  Schenker aus Lugano
      27.11.2016
      Das würdigt die Leistung von Nico Rosberg in keiner Weise! Er hat den Titel geholt weil er im richtigen Moment seine Leistung bringen konnte. Wie er den Druck den Hamilton aufgebaut hat gegenhalten konnte ist absolute Klasse.
      Klasse die ich bei Mercedes vermisse, entweder dürfen Sie frei um den Titel fahren oder müssen Platz 1 und 2 nach Hause bringen, was Eindeutig zwei verschiedene Dinge sind.
      Im nächsten Jahr werdenes Mercedes, Red Bull und Ferrari sein die weiter dominieren.
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