
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Was für ein trauriges Ende für den Finnen, als er in der 43. Runde seinen Ferrari auf der regennassen Piste – nach bereits drei heiklen Manövern und sensationellen Duellen mit Hamilton – endgültig in die Betonmauer setzte. Er ist jetzt seit acht GP ohne Sieg.
Was für ein trauriges Ende, als die drei FIA-Kommissäre Deschaux (Fr), Thatthi (Ken) und Bacquelaine (Be) Sieger Hamilton knapp drei Stunden nach dem Rennen mit einer 25-Sekunden-Strafe belegten – und damit Massa zum unbedeutenden Sieger machten!
Viele fragten sich: Wurde dieser Entscheid tatsächlich in Spa gefällt oder kam er aus dem FIA-Hauptquartier in Paris?
Nun, in sechs Tagen steigt der GP von Italien in Monza, das rote Heimspiel. Und statt acht Punkten liegt jetzt Massa nur noch zwei Zähler hinter WM-Leader Hamilton.
Die umstrittene Szene spielte sich in der 42. Runde ab, als es hier richtig zu schütten begann.
Hamilton (hinter Räikkönen) kürzte die Bus-Stop-Schikane ab, weil ihm Kimi keinen andern Platz liess. Lewis ging dadurch kurz in Führung, liess aber den Ferrari wieder vorbei, um keinen Vorteil aus der Abkürzung zu ziehen.
Normalerweise genügt das, um einer Strafe auszuweichen. Doch die FIA glaubt, dass Räikkönen durch diese Aktion trotzdem einen Nachteil hatte und vom Gegner irritiert wurde.
Was für ein Witz!
«Wenn hier noch was passieren sollte, wenn die mich noch bestrafen, dann verstehe ich den Rennsport nicht mehr», hatte Hamilton eine halbe Stunde nach seinem vermeintlich neunten GP-Sieg den Weltmedien gesagt.
Irgendwie ahnte der Brite, dass dieses am Ende so dramatische Rennen noch lange nicht gewonnen war.
Mercedes-Sportchef Norbert Haug: «Wir nehmen das Urteil hin, verstehen aber die Argumentation nicht.» Hinter den Silberpfeil-Kulissen werden die Worte allerdings nicht ganz so harmlos ausgefallen sein.
Und man erinnere sich: In Spa 2007 hatte die FIA gegen McLaren-Mercedes eine 100-Millionen-Dollar-Busse wegen Spionage verhängt. Die gestrige Ohrfeige schmerzt dieses Team sportlich noch mehr. Sie kann die Silberpfeile für diese Saison beide WM-Titel kosten.
Und Niki Lauda (59) sagte schon vor dem Skandal-Urteil zu BLICK: «Jetzt muss Räikkönen ab Monza für Massa fahren. Alles andere als eine Stallorder wäre fahrlässig.»
Das neue Königs-Duell verträgt bis Brasilien (2. November) keine internen Störfeuer mehr.
Kaputt: Die Nase von Kimis rotem Ferrari nach dem Mauer-Crash.- Keystone