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Der vorletzte Tag 2011. Es schneit wie verrückt in Söll (Tirol) bei Gerhard Berger (52) und seiner neuer Freundin. Er lebt seit zwei Jahren von der Portugiesin Ana getrennt und steht jetzt vor einer Kampfscheidung.
Der zehnfache GP-Sieger ist neu bei der FIA für die Nachwuchsformeln verantwortlich. Berger will etwas System in die kleineren Serien bringen – und diese vor allem billiger machen. So kostet allein eine Formel-3-Saison rund eine Million Franken. Rund diese Summe hat jetzt der überall Beliebte für den Kauf eines legendären Boliden hingelegt.
Für den Weltmeister-Boliden von Alain Prost 1985 – den McLaren-TAG-Turbo. Als der bald 57-jährige Franzose übrigens so alt war wie jetzt Vettel (24), fuhr er noch keinen GP! Nachher holte er 51 Siege und vier WM-Titel.
Der vorletzte Tag 2011. Im Vorarlberger Nest Zug bei Lech trifft man im Hotel «Alpenblick» von Ecclestone-Koch Karl-Heinz Zimmermann die Famile von Mario Illien, dem erfolgreichsten Motorenbauer der Welt (45 Formel-1-Siege, 247 in der Indy-Car-Serie).
Nur 100 Meter daneben erholt sich seit den Weihnachten Weltmeister Sebastian Vettel im Hotel «Rote Wand» seines Freundes Joschi Walch. Der will ihm eine Gratis-Nacht schenken, weil er die Treppe und den Eingang vom Schnee befreit. Der Wahlschweizer kontert sofort: «Joschi, frag mal meinen Teamchef Horner, was mein Stundenlohn ist...»
Wie hat eigentlich Vettel vom Buemi-Rauswurf erfahren? Der Doppel-Champion verriet: «Ich war in Marokko in den Ferien, habe mich völlig abgemeldet und wollte von der Formel1 nichts wissen. Als ich in die Schweiz zurückkam, habe ich auf Blick.ch erfahren, dass man gleich beide Fahrer bei Toro Rosso entlassen hat. Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet.»
Wie sieht Vettel die drei freien Cockpits? «Bei Williams hoffe ich, dass Barrichello bleibt. Er ist ein lustiger Kerl. Bei HRT und Catherham wirds einer mit Knete sein!»