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Der 21-Jährige aus dem österreichisch-italienischen Rennstall Toro Rosso-Ferrari avancierte im Regen-Rennen zum jüngsten Sieger der Formel-1- Geschichte. Vettel löste in dieser Rangliste den Spanier Fernando Alonso ab, der 2003 in Ungarn als 22-Jähriger triumphiert hatte.
Vettel war nach dem verregneten Training vom Samstag aus der Pole Position ins Rennen gestartet, und diese Position verteidigte der Deutsche mit Erfolg. Nach 53 Runden verwies der Jungstar den Finnen Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes) um 12,5 Sekunden auf Platz 2.
10 Punkte für BMW-Sauber
Grund zur Zufriedenheit durfte auch das BMW-Sauber-Team haben. Robert Kubica und Nick Heidfeld, lediglich aus den Positionen 11 und 10 ins Rennen gegangen, zeigten beide eine starke Leistung.
Kubica erreichte als Dritter das Podium, was er in den sechs Rennen zuvor nur ein einziges Mal geschafft hatte. Und Nick Heidfeld beendete die Prüfung als Fünfter, womit beide BMW-Sauber-Piloten vor den grossen Favoriten auf die Weltmeisterschaft einfuhren.
Massa und Hamilton geschlagen
Die weiteren WM-Aspiranten landeten im Schatten von Vettel und BMW- Sauber im geschlagenen Feld. Felipe Massa (Ferrari) wurde Sechster, der vom 15. Startplatz aus gestartete Lewis Hamilton (McLaren- Mercedes) Siebenter und Kimi Räikkönen (Ferrari) nur Neunter.
Nach 14 von 17 Saisonrennen führt nun Hamilton in der WM einen Punkt vor Massa. Kubica verringerte als Dritter den Abstand zu Hamilton auf 14 Punkte.
Hamiltons Aufholjagd
Lewis Hamilton hatte eine starke Aufholjagd gezeigt. Von Rang 15 aus gestartet liess er einen Gegner nach dem anderen stehen. Bereits bei Rennhälfte lag er in den Punkten und es schien, als würde seine Einstopp-Strategie aufgehen.
Da der für die zweite Rennhälfte erwartete Regen aber doch nicht kam, musste Hamilton ein weiteres Mal an die Box fahren und auf die den Verhältnissen entsprechenden Reifen wechseln.
Erster Sieg für Toro Rosso (Minardi)
Das seit 2006 in der Formel-1-WM fahrende Toro-Rosso-Team, das vorher Minardi hiess und jahrelang erfolglos dem übrigen Feld hinterher fuhr und nun seinen ersten Sieg einfuhr, ist inzwischen fest in österreichischer Hand. Milliardär Dietrich Mateschitz, der mit Red-Bull-Renault ein zweites WM-Team besitzt, und Österreichs früherer Formel-1-Fahrer Gerhard Berger fungieren als Besitzer, Teamchef ist der Tiroler Franz Tost. (Si/sme)