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Nach neun Rennen ohne WM-Punkte bin ich für die Tempobolzerei in Monza heisser denn je – und hoffe auf etwas Regen! Meine drei Zähler von Melbourne und Shanghai sind ja bald vergessen…
In Valencia und Spa war der Toro Rosso-Ferrari wieder konkurrenzfähig, doch wir konnten dies leider nicht in zählbare Resultate umsetzen.
Drei Stunden im Red Bull-Simulator
Für Monza bin ich am Dienstag über drei Stunden lang im Simulator des Red Bull-Entwicklungszentrums von Milton Keynes gesessen. Ein herrliches Gefühl. Du glaubst, du sitzt in deinem echten Auto und siehst die Bäume und den Park von Monza an dir vorbeifliegen, wenn du mit weit über 300 km/h unterwegs bist.
Und wenn du an die Boxen fährst, kannst du dem Simulator-Techniker genaue Anweisungen geben – und er verstellt dir die Flügel oder den Reifendruck.
Einmal im Jahr finde ich eine solche Rennstrecke mit nur vier Bremspunkten eine echte Herausforderung. Auch im Simulator ist es unheimlich, wenn du vor der Parabolica von 320 auf 180 abbremsen musst.
Schwindelgefühle selbst im Simulator
Und vor der ersten Schikane geht es in Sekunden-Bruchteilen von Tempo 340 auf 60 runter. Bei Fliehkräften von über 5 g. Da wird dir selbst im Simulator fast etwas schwindlig.
Total habe ich 75 Runden abgespult – eine GP-Distanz geht über 53 Runden. Und ich will Ihnen nicht verschweigen: In der Ascari-Schikane habe ich zweimal zu viel riskiert und bin natürlich rausgeflogen.
Der grösste Vorteil des Simulators ist, dass man sich bei einem Unfall nicht verletzen kann!