
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Sie gehören seit Jahren zur Topliga hinter dem TV-Mikrofon. Nicht nur im deutschsprachigen Raum: Der Wiener Niki Lauda (62, RTL) und der Baselbieter Marc Surer (60, Sky Deutschland). In den nächsten Tagen entscheidet sich ihre Zukunft am Bildschirm.
«Ich bin sehr optimistisch», sagte der Mann mit dem weltberühmten Kapperl vor den heissen Verhandlungen mit dem RTL-Sportchef Manfred Loppe. Dieser wird versuchen, den geschätzten Millionen-Vertrag mit dem dreifachen Weltmeister zu kürzen.
Seit 1995 ist der knallharte Kritiker für den Kölner Sender tätig. Wenn er mal einen Grand Prix auslässt, wird Lauda jetzt von Ralf Schumacher (36) ersetzt. Dieser scheint jetzt auch als neuer Experte für die ganze Saison im Spiel zu sein. Doch der Bruder von Michael (43) gilt nicht gerade als ein «neutraler» Analytiker. Klar. Der sechsfache GP-Sieger fährt für Mercedes in der DTM und seine Bruderliebe lässt auch keine bösen Worte zu. RTL ist sowieso schon als Haussender der Stuttgarter Silberpfeile verschrien, soll sich hofieren und auch chauffieren lassen.
Bei Marc Surer liegt der Fall ganz anders. Morgen gehen die Verhandlungen seines TV-Senders, Sky Deutschland (früher DF1 und Premiere), mit dem englischen GP-Boss Bernie Ecclestone (81) über eine Verlängerung des Vertrages weiter. Kann sich der Privatkanal die Rechte nicht mehr leisten, verliert Sky mit Surer den besten Co-Kommentatoren im F-1-Zirkus!
«Im Moment bin ich verheiratet und arbeitslos!» So ein E-Mail zu SonntagsBlick. Seit 1996 arbeitet der frühere GP-Pilot (82 Rennen) für den Pay-TV-Kanal. Eine Alternative ist nicht in Sicht. Fürs Schweizer TV (wo er bereits kurz gearbeitet hatte) wäre die jetzige Nobelmarke Surer zu teuer! Auch die überall akzeptierte Sky-Boxen-Lady Tanja Bauer (42) bezeichnet die Überlebenschance mit 50:50.
Sébastien Buemi (23) hat, wie SonntagsBlick vor einer Woche exklusiv berichtete, als dritter Mann bei Red Bull/Toro Rosso unterschrieben. Eine gute Wahl, auch wenn das Zuschauen bei allen Rennen und das Hoffen auf eine Startchance (die jeden GP-Samstag bei Trainingsende um 12 Uhr aufhört) weh tut. «Ich berate mich jetzt mit Red Bull, ob ich in irgendeiner Serie, die die Formel 1 und meine Testtage im Simulator nicht tangieren, mitfahren kann. Und wenn es nur die 24-Stunden von Le Mans sind.»