Die Williams- Entwicklungspilotin Susie Wolff (29) hat in Silverstone nach zehn Monaten Wartezeit ihre ersten Runden in einem Formel-1-Boliden absolviert. Sie dachte dabei auch die verletzte Maria De Villota.
Die 29-jährige Schottin Susie Wolff drehte am Mittwoch auf der Formel-1-Strecke von Silverstone ihre ersten Runden in einem Boliden der Königsklasse. Damit geht eine fast zehnmonatige Wartezeit zu Ende, nachdem Williams Anfang Jahr die Verpflichtung von Wolff als Entwicklungsfahrerin bekannt gegeben hatte.
Susie Wolff, Ehefrau von Williams-Teilhaber Toto Wolff und DTM-Fahrerin, konnte trotz des Testverbots den Williams-Wagen aus der Saison 2011 testen. Das Team deklarierte den Tag als Filmtag. Eine Ausnahmeregelung erlaubt es den Teams so, damit 100 Kilometer zu fahren. Williams soll sie sowohl im Simulator als auch bei Aerodynamik-Tests unterstützen.
Sie ist bereits die zweite Frau in diesem Jahr, die in einem Formel-1-Boliden unterwegs ist. Die Spanierin Maria de Villota (32) hatte bei einem Unfall bei Tests für Marussia im Juli einen schweren Unfall und verlor ein Auge (Blick.ch berichtete).
«Ich hatte Marias Stern auf meinem Helm, und ich habe ihn mit Stolz getragen. Ohne Zweifel bin ich für uns beide gefahren», sagt Wolff: «Maria ist eine unglaubliche Frau, eine unglaubliche Person, eine Inspiration. Wir hatten vor einigen Wochen Kontakt und sie hat mich gebeten, uns beide zu präsentieren.»
Formel-1-Boss Bernie Ecclestone (81) freute sich bereits früher über die Verpflichtung von Wolff. «Wenn Susie im Auto genau so schnell ist wie sie ausserhalb des Autos gut aussieht, dann ist sie eine Bereicherung für jedes Team.»
Nur wenige Frauen sind in den letzten Jahren überhaupt Formel-1-Autos gefahren. Vor De Villota war es die Britin Katherine Legge, die 2005 einen Minardi pilotiert hatte.
In der DTM, wo am Sonntag in Hockenheim das letzte Saisonrennen steigt, ist Wolff bereits seit sieben Jahren dabei. In einem Mercedes ist ihr bestes Ergebnis 2012 ein 12. Platz in Zandvoort. (rib)
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