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Red Bull-Renault: Weiter die mit Abstand besten Autos. Sie legten schon in Barcelona einen Blitzstart hin. (Keystone)
1. Red Bull-Renault (3)
Weiter das mit Abstand beste Auto (5 Pole-Positionen) – aber die zu oft fehlende Zuverlässigkeit ist eine Gefahr für die beiden angestrebten WM-Titel. Diesmal siegte Webber und Vettel hatte trotz Platz 3 den Ärger (defekte Bremsen). Bei seinem Boxenhalt klemmte rechts vorne ausserdem das Rad. Das passierte Webber schon zweimal … 92%
2. Ferrari (zuvor 2)
Die Italiener konnten nach dem Start-Doppelsieg in Bahrain nie mehr ganz überzeugen. Doch sie bleiben im Geschäft, warten auf ihre Chancen und Strecken – wie zum Beispiel in Monte Carlo. Alonso ist ohne Politikdruck klar die Nummer 1. Massa muss beissen, gibt aber offen zu, mit dem Auto und dem Gummi momentan auf Kriegsfuss zu stehen. 88%
3. McLaren-Mercedes (1)
Die Briten lieferten nur auf dem Papier die schwächste Punkte-Vorstellung 2010. Toll, wie sich der sieglose Hamilton weiter in jeden Zweikampf stürzt. Das Pech stahl ihm in Barcelona acht Kilometer vor dem Ziel 18 Zähler (Felgenbruch). WM-Leader Button (5.) war im 49-Runden-Duell mit Schumi zu weich, hamsterte 10 Punkte. 85%
4. Mercedes (4)
Der für den Europa-Start stark modifizierte Silberpfeil ist ein Flop! Die Stuttgarter sind jetzt weiter von den Rivalen weg als vorher. Das sagte selbst Mercedes-Chef Haug! Für Schumi brach in Spanien deshalb eine Welt zusammen – trotz Platz 4 und viel Kampffeuer gegen Button. Rosberg erlebte einen dreitägigen Horrortrip mit lauter Pleiten. 60%
5. Renault (5)
Die schwarz-gelben Boliden aus Frankreich und England verblüffen weiter. Der Pole Kubica läuft auf jeder Piste zur Superform auf. Die Mittelfeld-Rivalen sind jetzt schockiert über die bereits 50 WM-Punkte von Renault, weil das neue Team bei den Winter-Tests nicht auf Touren kam. Petrov verliert zu oft die Nerven und das Auto … 55%
6. Force India-Mercedes (6)
Wie haben wir dieses Team in den letzten zwei Jahren kritisiert. Doch jetzt sind bei den indischen Künstlern Streicheleinheiten für ein tolles Auto angesagt. Sutil ist ein beständiger Punktejäger geworden. Liuzzi dagegen muss aufpassen, dass ihm der schottische Freitagsfahrer Paul di Resta nicht plötzlich den Sitz wegschnappt. 45%
7. Williams-Cosworth (8)
Das einst stolze britische Team (113 GP-Siege)bleibt mit seinem einfachen Auto die Wundertüte. Möglich, dass es hier in Monaco plötzlich aufs Podest geht. Hülkenberg ist heiss – wie Barrichello. Dem wurden in Spanien ein Querlenker und der Helm von aufgewirbelten Steinen durchlöchert! Rubens fotografierte selbst und twitterte die Bilder! 30%
8. Toro Rosso-Ferrari (7)
Wer sich nicht für jeden GP neue Teile am Auto leisten kann, darf sich über einen Stillstand nicht wundern. Trotzdem kämpften Buemi und sein gereifter Teampartner Alguersuari um jeden Meter. Der Spanier wurde für den Superstart mit einem Punkt belohnt, der Schweizer traf diesmal De la Rosa im Sauber … und später die Defekthexe (Hydraulik). 22%
9. Sauber-Ferrari (9)
Der Jubel nach der ersten guten Quali 2010 (ohne Regen) verwandelte sich im Rennen in den alten Ärger: null Punkte. Das ist bitter, weil der «neue» C29 aus Hinwil De la Rosa und Kobayashi viel Freude machte – wie Sponsor Burger King. Aber das Duo crasht weiter durch die Gegend. Der Japaner sah wenigstens erstmals das Ziel. 20%
10. Lotus-Cosworth (12)
Das Comeback-Team gibt sich viel Mühe, bringt jedes Mal neue Teile an die Strecken. Fighter Trulli spricht von Fortschritten, die bald Resultate bringen. Peinlich aber: Als Kovalainen in Barcelona vor dem Start aus dem Auto sprang (zur Toilette), drückte ein Mechaniker den falschen Knopf, Getriebedefekt, Auto vom Startplatz nehmen … 9%
11. Virgin-Cosworth (12)
Wenn ein Team über seine erste doppelte Zielankunft in Jubel ausbricht, hat man keine grossen Ziele: 18. Glock, 19. Di Grassi – mehr kamen nicht durch. Beide Fahrer des «Jungfrauen-Vereins» von Milliardär Branson verloren pro Runde meist über fünf Sekunden auf die Spitze. Virgin hat endlich ein Auto mit einem genug grossen Tank … 2%
12. Hispania-Cosworth (10)
Das wird wohl nichts, auch wenn Chef Kolles viele nette Menschen um sich geschart hat. Senna wird seinem Namen (noch) nicht gerecht, weil ihn der Inder Chandhok meist schlägt. Am Freitag darf der frühere BMW-Sauber-Ersatzmann Klien bei den Spaniern aushelfen. Will er wirklich auch bei den Rennen diese Gurke fahren? 1%