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Red Bull Racing feierte im Grand Prix von Grossbritannien in Silverstone einen souveränen Doppelerfolg. Für das schon im Qualifying enttäuschende BMW-Sauber-Team lagen die Punkteränge hingegen ausser Reichweite. Gleiches galt für Sébastien Buemi im Toro-Rosso-Ferrari. Der von ganz hinten gestartete Romand überquerte die Ziellinie als 18. und Letzter.
Start-Ziel-Sieg für Vettel
Erster Sebastian Vettel, Zweiter Mark Webber – die Fahrer von Red Bull-Renault stiegen 30 km vom Hauptsitz des Teams in Milton Keynes entfernt auf die gleichen Podeststufen wie Mitte April in Shanghai. Dem aus der Pole-Position gestarteten Vettel gelang ein Start-Ziel-Sieg, der zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Zu überlegen präsentierte sich an diesem Wochenende der von Design-Guru Adrian Newey konzipierte Bolide, der im Vorfeld mit einem neuen Aerodynamik-Paket ausgestattet wurde. Für Vettel war es der dritte Grand-Prix-Sieg der Karriere. Damit hielt der neu im Thurgau ansässige Deutsche seine Chancen auf den WM-Titel intakt.
Engländer enttäuschten
Denn ausgerechnet im Heimrennen vor 105000 erwartungsfrohen Zuschauern ging die Siegesserie von Jenson Button zu Ende. Nach vier Vollerfolgen musste sich der WM-Leader mit Rang 6 begnügen. Für einmal war sein Teamkollege Rubens Barrichello besser. Der Dauerbrenner im schnelllebigen GP-Geschäft belegte hinter dem Red-Bull-Duo den 3. Platz. Im WM-Klassement liegt Button immer noch 23 Punkte vor Barrichello und 25 vor Vettel.
Mit BMW-Sauber und McLaren-Mercedes gingen zwei grosse Teams leer aus – was nach dem Qualifying erwartet werden musste. Die Bilanz von Robert Kubica (13. von Startplatz 12) und Nick Heidfeld (15. von Startplatz 15) war sogar noch eine Spur schlechter als am Samstag. Das Team aus München und Hinwil tritt an Ort, jedem Fortschritt folgt ein Rückschlag. Nicht besser präsentiert sich die Situation bei den Silbernen. Weltmeister Lewis Hamilton dümpelte in den hintersten Regionen herum und wurde am Ende 16. Sein Teamkollege Heikki Kovalainen war in den einzigen Unfall verwickelt, als ihm Buemis Stallgefährte Sébastien Bourdais ins Heck fuhr. Die Aktion zwang beide Fahrer zur Aufgabe.
»Rebellenführer» Ferrari holte mit beiden Autos Punkte. Felipe Massa wurde Vierter, Kimi Räikkönen Achter. Die Roten legten tolle Starts hin – dem KERS-Extraschub sei Dank. Nico Rosberg gelang mit Rang 5 erneut ein Spitzenresultat, Jarno Trulli holte als Siebter zwei Punkte für Toyota. (Si/ds)