Der Formel-1-Zirkus ist entsetzt Schumi sagt Comeback ab!

  • Aktualisiert am 02.01.2012
  • Von Raphael Fiore
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Aus dem Comeback des Jahres wird nichts. Michael Schumacher steigt nicht ins Cockpit von Ferrari. Die Formel-1-Welt ist entsetzt und aktuelle und ehemalige Fahrer sind enttäuscht.

Es sollte das Comeback des Jahres werden: Michael Schumacher wollte wieder für Ferrari ins Cockpit steigen. Doch jetzt muss der Formel-1-Rekordweltmeister sein geplantes Comeback absagen! BLICK ahnte es bereits am Montag und titelte: «Platzt Schumis Comeback?» Jetzt ist es bittere Gewissheit: Der siebenfache Weltmeister kann Ferrari nicht helfen.

Der 40-Jährige begründet auf seiner Homepage, wieso die Rückkehr scheitert: «Ich habe gestern Abend Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Teamchef Stefano Domenicali darüber informieren müssen, dass ich nicht für Felipe einspringen kann. Ich habe absolut alles versucht, dieses Comeback auf Zeit möglich zu machen, aber zu meinem grössten Bedauern klappt es nicht.»

Hauptgrund für das geplatzte Comeback sind die anhaltenden Nackenprobleme: «Die Schmerzen, die nach dem privaten F1-Tag in Mugello auftraten, haben wir leider nicht in den Griff bekommen – auch wenn wir alles versucht haben, was medizinisch und therapeutisch machbar ist.»

Schumacher hatte einen Schädelbruch!

Doch woher stammen die Ursachen dieser Schmerzen? Schumi erlitt bei einem seiner Motorrad-Stürze einen Schädelbruch! Schumacher gibt zu: «Die Verletzungsfolgen des Motorradunfalls im Februar, als ich mir Brüche im Bereich Kopf und Hals zugezogen habe, sind leider noch immer zu schwer.» Die enormen Belastungen, die in einem Formel-1-Boliden bei einem Rennen herrschen, sind daher für den Nacken des 40-Jährigen eindeutig nicht verkraftbar.

Das Alter hingegen wäre kein Problem gewesen: Insgesamt neun (!) Piloten haben mit über 40 Jahren einen Grand-Prix gewonnen. Auch ein Schweizer hätte dies beinahe geschafft: Clay Regazzoni holte 1979 den ersten Sieg für Williams im Alter von 39 Jahren und 312 Tagen. Der fünffache Weltmeister Juan Manuel Fangio war bei seinem letzten Erfolg sogar schon 46 Jahre alt.

Die Enttäuschung ist riesig

Traurig fügt Schumacher an: «Ich bin zutiefst enttäuscht. Mir tut es wahnsinnig leid für die Jungs bei Ferrari und alle Fans, die mir die Daumen gedrückt haben.»

Anstelle von Schumacher wird Ferrari beim GP in Valencia Testpilot Luca Badoer einsetzen. Der 38-jährige Italiener ist seit zehn Jahren bei der Scuderia engagiert und hat in 49 Formel-1-Rennen noch keinen WM-Punkt gewonnen.

Die exklusiven Bilder von Schumis Töff-Unfall:

Genau vor einem halben Jahr, am 11. Februar 2009, stürzte Schumi im spanischen Cartagena auf dem Töff beim Bremsen vor einer Kurve.

Update: Das sagen Formel-1-Grössen

Lewis Hamilton, Formel-1-Weltmeister: «Michael ist eine Legende. Es wäre eine Ehre und ein Privileg gewesen, gegen ihn zu fahren. Die ganze Welt hätte seine Rückkehr ins Cockpit verfolgt.»

Adrian Sutil, Formel-1-Fahrer Force India-Mercedes: «Das ist sehr schade für alle Fans und auch für die Formel 1. Die Euphorie und Vorfreude waren gross, und wir alle haben uns auf ihn gefreut.»

Niki Lauda, dreifacher Formel-1-Weltmeister: «Das ist natürlich fürchterlich. Ich bin mir sicher, dass er alles versucht hat, um medizinisch fit an den Start zu gehen.»

Sebastian Vettel, Formel-1-Fahrer Red Bull-Renault: «Michael wird wissen, war er macht.»

Pressekonferenz

Am Mittwoch um 14.00 Uhr wird Michael Schumacher im Genfer Hotel Intercontinental eine Pressekonferenz abhalten.

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