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Der Formel-1-Zirkus ist entsetzt: Schumi sagt Comeback ab!

Aus dem Comeback des Jahres wird nichts. Michael Schumacher steigt nicht ins Cockpit von Ferrari. Die Formel-1-Welt ist entsetzt und aktuelle und ehemalige Fahrer sind enttäuscht.

Von Raphael Fiore | Aktualisiert um 21:27 | 11.08.2009
Enttäuscht: Michael Schumacher muss auf sein geplantes Comeback verzichten. (Reuters)
Michael Schumacher kehrt ins Cockpit zurück. (Reuters)
Aus der Traum: Der 40-Jährige ist masslos enttäuscht. (Reuters)
Kennen sich aus alten Zeiten: Felipe Massa und sein früherer Teamkollege bei Ferrari, Michael Schumacher. (Reuters)
Da waren schon die ersten Anzeichen bekannt: Die Produktion der Merchandise-Artikel von Schumi wurde eingestellt. (Reuters)
Umfrage
Hätte Schumachers Comeback der Formel 1 gut getan?
Ja – Schumacher steht für die Formel 1 und hätte für neuen Aufschwung gesorgt.
67.11%
Nein – Der 40-Jährige wäre nur ein Schatten seiner selbst gewesen.
32.89%

Die exklusiven Bilder von Schumis Töff-Unfall:

Genau vor einem halben Jahr, am 11. Februar 2009, stürzte Schumi im spanischen Cartagena auf dem Töff beim Bremsen vor einer Kurve.

Honda-Schumi bremst vor der ersten Kurve von 230 auf 120. Bodenwelle, Sturz! (Exklusivfoto «Bild»-Zeitung /Stefan Merscheim)
Honda-Schumi bremst vor der ersten Kurve von 230 auf 120. Bodenwelle, Sturz! (Exklusivfoto «Bild»-Zeitung /Stefan Merscheim)
Nach dem Horrorsturz auf der Honda Fireblade (190 PS) blieb Schumi regungslos liegen und war kurz bewusstlos. (Stefan Merscheim («Bild»-Zeitung))
Nach dem Horrorsturz auf der Honda Fireblade (190 PS) blieb Schumi regungslos liegen und war kurz bewusstlos. (Stefan Merscheim («Bild»-Zeitung))
(Exklusivfoto «Bild»-Zeitung /Stefan Merscheim)
(Exklusivfoto «Bild»-Zeitung /Stefan Merscheim)
Der BLICK ahnte es schon am Montag

Update: Das sagen Formel-1-Grössen

Lewis Hamilton, Formel-1-Weltmeister: «Michael ist eine Legende. Es wäre eine Ehre und ein Privileg gewesen, gegen ihn zu fahren. Die ganze Welt hätte seine Rückkehr ins Cockpit verfolgt.»

Adrian Sutil, Formel-1-Fahrer Force India-Mercedes: «Das ist sehr schade für alle Fans und auch für die Formel 1. Die Euphorie und Vorfreude waren gross, und wir alle haben uns auf ihn gefreut.»

Niki Lauda, dreifacher Formel-1-Weltmeister: «Das ist natürlich fürchterlich. Ich bin mir sicher, dass er alles versucht hat, um medizinisch fit an den Start zu gehen.»

Sebastian Vettel, Formel-1-Fahrer Red Bull-Renault: «Michael wird wissen, war er macht.»

Es sollte das Comeback des Jahres werden: Michael Schumacher wollte wieder für Ferrari ins Cockpit steigen. Doch jetzt muss der Formel-1-Rekordweltmeister sein geplantes Comeback absagen! BLICK ahnte es bereits am Montag und titelte: «Platzt Schumis Comeback?» Jetzt ist es bittere Gewissheit: Der siebenfache Weltmeister kann Ferrari nicht helfen.

Der 40-Jährige begründet auf seiner Homepage, wieso die Rückkehr scheitert: «Ich habe gestern Abend Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Teamchef Stefano Domenicali darüber informieren müssen, dass ich nicht für Felipe einspringen kann. Ich habe absolut alles versucht, dieses Comeback auf Zeit möglich zu machen, aber zu meinem grössten Bedauern klappt es nicht.»

Hauptgrund für das geplatzte Comeback sind die anhaltenden Nackenprobleme: «Die Schmerzen, die nach dem privaten F1-Tag in Mugello auftraten, haben wir leider nicht in den Griff bekommen – auch wenn wir alles versucht haben, was medizinisch und therapeutisch machbar ist.»

Schumacher hatte einen Schädelbruch!

Doch woher stammen die Ursachen dieser Schmerzen? Schumi erlitt bei einem seiner Motorrad-Stürze einen Schädelbruch! Schumacher gibt zu: «Die Verletzungsfolgen des Motorradunfalls im Februar, als ich mir Brüche im Bereich Kopf und Hals zugezogen habe, sind leider noch immer zu schwer.» Die enormen Belastungen, die in einem Formel-1-Boliden bei einem Rennen herrschen, sind daher für den Nacken des 40-Jährigen eindeutig nicht verkraftbar.

Das Alter hingegen wäre kein Problem gewesen: Insgesamt neun (!) Piloten haben mit über 40 Jahren einen Grand-Prix gewonnen. Auch ein Schweizer hätte dies beinahe geschafft: Clay Regazzoni holte 1979 den ersten Sieg für Williams im Alter von 39 Jahren und 312 Tagen. Der fünffache Weltmeister Juan Manuel Fangio war bei seinem letzten Erfolg sogar schon 46 Jahre alt.

Die Enttäuschung ist riesig

Traurig fügt Schumacher an: «Ich bin zutiefst enttäuscht. Mir tut es wahnsinnig leid für die Jungs bei Ferrari und alle Fans, die mir die Daumen gedrückt haben.»

Anstelle von Schumacher wird Ferrari beim GP in Valencia Testpilot Luca Badoer einsetzen. Der 38-jährige Italiener ist seit zehn Jahren bei der Scuderia engagiert und hat in 49 Formel-1-Rennen noch keinen WM-Punkt gewonnen.

Pressekonferenz

Am Mittwoch um 14.00 Uhr wird Michael Schumacher im Genfer Hotel Intercontinental eine Pressekonferenz abhalten.

Das sagen Blick.ch-Leser
chris kull, hunzi - 21:11 | 11.08.2009
» schade schade, aber die gesundhit geht vor. es wären elndlich wieder einmal positive schagzeilen für die formel 1 gewesen
Martin Zbinden, Rüfenacht - 20:12 | 11.08.2009
» Klar die Gesundheit geht vor, aber für das Image der Formel 1 war es nicht gerade fördelich. Hätte er das Comeback nicht erst ankündigen können, wenn er 100 Prozent sicher war, dass er starten kann? Die (deutschen) Medien haben ihm ja schon den WM Titel zugetraut, und Vettel und Co. in den Schatten gestellt. Jetzt sind diese wahrscheinlich wieder die Lückenbüsser. Und Manager Willi Weber bleibt auf seinen "Schumi-Käppli" sitzen - nichts mit Geld machen.....
Dani Staehelin, Thurgau - 19:14 | 11.08.2009
» Viele waren froh als er ging und viele sind nun froh dass er nicht wieder kommt. Da hat er wohl gerade noch gemerkt, dass er dieses mal nicht in einem klar überlegenen Fahrzeug sitzen würde...
Silvano Polinetti, Unterseen - 19:13 | 11.08.2009
» Schock wegen Nichtcomeback?Dass ich nicht lache.Hätte er im neuen,konkurrenzfähigen Ferrari testen können,wäre das Comeback leider zustande gekommen.Recht so.Was muss sich ein 7-facher Formel 1 Weltmeister noch beweisen.Und wenn ich jetzt lese,dass er in den All fliegen will,dann frage ich mich erstens:Istdie Belastung nicht grösser als im F1Auto und zweitens könnte man dieses Geld nicht einer gemeinnützigen Institution spenden?
Theo Lüscher, Els Poblets - 18:37 | 11.08.2009
» Wieso sind die Heilungserfolge seiner Knochenbrúche in einem Land mit dem "bestenb" Medizinstrandard so kläglich aUsgefallen?
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