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Noch 47 Tage bis zum WM-Start in Bahrain. Gestern präsentierte «Mercedes» in seinen heiligen Museumshallen von Untertürkheim bei Stuttgart vor über 600 Gästen seine Lichtgestalt Michael Schumacher (41).
«Daimler»-CEO Dieter Zetsche sagte voller Stolz: «In Deutschland haben wir nur wenige Superstars. Mit Schumi und ‹Mercedes› sehen Sie hier zwei auf der Bühne! Das verpflichtet, aber wir können im ersten Jahr noch nicht für den WM-Titel garantieren! Wir sind ein neues Team, also gebt uns bitte etwas Zeit!»
Applaus. Und Schumis deutscher Teamkollege Nico Rosberg (24) wurde von Zetsche dann auch noch erwähnt.
Schumi: «Ich habe meine Karriere einst im Mercedes-Sportwagen begonnen, jetzt schliesse ich sie im Formel-1-Silberpfeil ab. Doch die erfolgreichen Jahre mit Ferrari werde ich sicher nie vergessen!»
Die Italo-Medien nahmen es genüsslich zur Kenntnis. Die ersten Angriffe auf den Wahlschweizer kamen gestern bei der Pressekonferenz aus England, wo man gegenüber dem Superstar (und für viele besten Rennfahrer aller Zeiten) schon immer kritisch eingestellt war.
Erste Frage: «Herr Schumacher, Sie sitzen neben einem Fahrer, dessen Vater Keke nach ihrem Parkmanöver in der Monaco-Qualifikation 2006 gesagt hat: ‹Auf Schumacher können wir in der Formel 1 verzichten!› Wie fühlen Sie sich?» Schumi zuckte kurz zusammen und sagte: «Ich fühl mich gut.»
Dritte Frage: «Wollen Sie mit ihrer zweiten Karriere alle bisherigen Missetaten vergessen machen?» Auch damit hatte der Comeback-Star (nach drei Jahren Pause) nicht gerechnet. Seine Antwort: «Ich habe damit 91 Siege und 7 WM-Titel geholt.»
Schon die tolle Präsentation hat gezeigt: 2010 wird ein spezielles Jahr. Die Fans, Medien und Veranstalter reiben sich die Hände. Denn mit Schumi ist so oder so für Spektakel gesorgt.