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Das unsaubere Verhalten von BMW gegenüber Peter Sauber goutieren viele Schweizer Formel-1-Fans nicht. Die Deutschen wurden nach dem überraschenden Ausstieg aus der Formel 1 mit verbalen Prügel von erbosten Fans richtiggehend eingedeckt.
Danach versuchte BMW einen Schmusekurs zu fahren. Die ominöse Anmeldung des «BMW Sauber F1 Team» bei der FIA für 2010 ist zwar noch nicht geklärt, jedoch konnte zumindest der Standort Hinwil vorerst gerettet werden.
Groll bei den Fans gross
Doch der Groll der Supporter ist noch lange nicht verflogen. Deshalb wollten auch erboste Blick.ch-Leser die Mitgliedschaft beim BMW Sauber F1 Team Race Club auflösen. Satte 99 Euro kostet dort der Mitgliederbeitrag für 2009/10.
Am 1. November 2009 endet die Formel-1-Saison aber mit dem Grand Prix von Abu Dhabi. Deshalb ist es für den Fanklub «leider nicht mehr möglich, die in der Mitgliedschaft enthaltenen Leistungen (für 2010) anzubieten.»
Zudem steht im Schreiben weiter: «Aus rechtlichen Gründen müssen wir Ihre Mitgliedschaft demnach zum 1. November 2009 ausserordentlich kündigen (...). Es erfolgt keine, auch nicht anteilige, Erstattung des Mitgliedsbeitrags.» Werden hier etwa Schweizer Fans abgezockt?
Blick.ch-Leser fühlen sich betrogen
Eine Blick.ch-Leserin regt sich fürchterlich über dieses Schreiben aus München auf: «BMW bereichert sich nun auch an den Fans. Natürlich haben wir ein Fanpaket erhalten. In diesem Paket waren ein billiges T-Shirt (lausiges Material), ein Schlüsselanhänger und ein Adressbuch. Der Gesamtwert kostet nicht 99 Euro! Man hat das Gefühl, dass es den Verantwortlichen in München völlig egal ist, was mit den Fans in der Schweiz passiert!»
Starker Tobak! Doch die gute Nachricht folgt sogleich, denn BMW reagiert prompt und drückt aufs Gaspedal. Die Pressestelle beteuert: «Eine Lösung werden wir sicher finden für betroffene Mitglieder des BMW Sauber F1 Team Race Clubs (...). Uns als Auftraggeber des Race Clubs ist selbstverständlich bewusst, dass wir den treuen Fans des Teams den auf das Jahr 2010 entfallenen Teil des Mitgliederbeitrags zurückerstatten werden.» Eine gute Nachricht aus München. Zu hoffen ist, das dies nicht die letzte positive Meldung aus Deutschland sein wird.
Wohin führt der Weg von Peter Sauber? Fans sind auf jeden Fall herb enttäuscht von BMWs Umgang mit dem Schweizer.- Keystone