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Noch ist in den Werkhallen von Hinwil nicht der ganz grosse Jubel ausgebrochen, doch nach dem freiwilligen Rückzug von Toyota stehen am 14. März 2010 in Bahrain zu 99,5 Prozent zwei Boliden von Sauber-Qadbak-Ferrari am WM-Start. Nach vier Jahren wieder mit Peter Sauber als Teamchef.
Seit Monaten wird im Zürcher Oberland schon Vollgas gegeben. Sauber zu BLICK: «Wir haben nie aufgehört, das nächstjährige Auto zu entwickeln. Und wenn ich mir jetzt die letzten Resultate von Heidfeld und Kubica anschaue, dann dürfen wir sogar optimistisch sein.» Allerdings hat der Zürcher aus dem Seefeldquartier in den letzten Monaten schon böse Überraschungen erlebt. «Die FIA muss unseren Platz zuerst offiziell bestätigen.»
Eigentlich kann fast nichts mehr passieren
Und wenn das Okay aus Paris kommt, dann fliessen auch sofort die Qadbak-Gelder von der Rothschild-Bank aus London in das neue Projekt, das vorerst für die nächsten drei Jahre geplant und auch gesichert ist. Da laut dem neuen Concorde Agreement neu 13 Teams erlaubt sind, kann fast nichts mehr passieren. Allerdings weiss man noch nicht genau, ob Toyota schliesst, verkauft oder umnutzt.
Im Gegensatz zu Honda, das vor einem Jahr das Team und die Fabrik in Brackley für ein englisches Pfund an Teamchef Ross Brawn verkaufte, hat Toyota trotz den Abschiedsplätzen 6 (Kobayashi) und 7 (Trulli) in Abu Dhabi keine solche Möglichkeit. Man könnte die Kölner Werkhallen höchstens an einen der vier Neulinge (Campos, Manor, Lotus, USF1) verscherbeln. Aber auch dann wäre Sauber das 13. Team. Zur Erinnerung: Hätte sich BMW wenige Tage nach seinem Ausstieg im Sommer nicht mit erhöhten Forderungen gegen das Nachfolge-Team quergestellt, wäre es nie zu diesem unrühmlichen Theater gekommen.
Wer soll nächste Saison für Sauber fahren?
Wenn Sauber noch in diesen Tagen grünes Licht bekommt, muss er sofort auf Fahrersuche gehen. Denn der Fahrermarkt ist bereits ziemlich ausgetrocknet: Einzig Heidfeld (der noch von McLaren-Mercedes träumt, falls Räikkönen absagt), Kovalainen, Glock (will zu Renault), Trulli, Klien und der russische GP2-Gesamtzweite Petrow (hat 15 Millionen Dollar Mitgift) sind noch zu haben.
Und Sébastien Buemi (21)? Der bleibt vorerst bei Toro Rosso der Red-Bull-Familie treu. Allerdings hat der nichtsahnende Toyota-Chef John Howett – BLICK darf es jetzt wohl verraten – Buemi beim GP Japan
ein Millionen-Angebot für 2010 gemacht. Wie übrigens auch Kubica, Button und Räikkönen! Gestern um 8.45 Uhr weinte Howett in Köln, als er seiner versammelten Mannschaft das Toyota-Aus mitteilen musste. Bei den vielen Gerüchten in den letzten Monaten hat sich das Team zerstritten: Intrigen, Chaos und Mobbing.
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Peter Sauber im Endspurt. Nach 4 Jahren wird er wieder Teamchef.