Rennstall vor Rettung: Sauber gibt Vollgas
Peter Sauber (66) kann sich mit seinem Team für die Saison 2010 schon mal warmlaufen. Toyota verliess gestern die teure Spielwiese freiwillig.
Von Roger Benoit aus Abu Dhabi | Aktualisiert um 15:44 | 05.11.2009
Noch ist in den Werkhallen von Hinwil nicht der ganz grosse Jubel ausgebrochen, doch nach dem freiwilligen Rückzug von Toyota stehen am 14. März 2010 in Bahrain zu 99,5 Prozent zwei Boliden von Sauber-Qadbak-Ferrari am WM-Start. Nach vier Jahren wieder mit Peter Sauber als Teamchef.
Seit Monaten wird im Zürcher Oberland schon Vollgas gegeben. Sauber zu BLICK: «Wir haben nie aufgehört, das nächstjährige Auto zu entwickeln. Und wenn ich mir jetzt die letzten Resultate von Heidfeld und Kubica anschaue, dann dürfen wir sogar optimistisch sein.» Allerdings hat der Zürcher aus dem Seefeldquartier in den letzten Monaten schon böse Überraschungen erlebt. «Die FIA muss unseren Platz zuerst offiziell bestätigen.»
Eigentlich kann fast nichts mehr passieren
Und wenn das Okay aus Paris kommt, dann fliessen auch sofort die Qadbak-Gelder von der Rothschild-Bank aus London in das neue Projekt, das vorerst für die nächsten drei Jahre geplant und auch gesichert ist. Da laut dem neuen Concorde Agreement neu 13 Teams erlaubt sind, kann fast nichts mehr passieren. Allerdings weiss man noch nicht genau, ob Toyota schliesst, verkauft oder umnutzt.
Im Gegensatz zu Honda, das vor einem Jahr das Team und die Fabrik in Brackley für ein englisches Pfund an Teamchef Ross Brawn verkaufte, hat Toyota trotz den Abschiedsplätzen 6 (Kobayashi) und 7 (Trulli) in Abu Dhabi keine solche Möglichkeit. Man könnte die Kölner Werkhallen höchstens an einen der vier Neulinge (Campos, Manor, Lotus, USF1) verscherbeln. Aber auch dann wäre Sauber das 13. Team. Zur Erinnerung: Hätte sich BMW wenige Tage nach seinem Ausstieg im Sommer nicht mit erhöhten Forderungen gegen das Nachfolge-Team quergestellt, wäre es nie zu diesem unrühmlichen Theater gekommen.
Wer soll nächste Saison für Sauber fahren?
Wenn Sauber noch in diesen Tagen grünes Licht bekommt, muss er sofort auf Fahrersuche gehen. Denn der Fahrermarkt ist bereits ziemlich ausgetrocknet: Einzig Heidfeld (der noch von McLaren-Mercedes träumt, falls Räikkönen absagt), Kovalainen, Glock (will zu Renault), Trulli, Klien und der russische GP2-Gesamtzweite Petrow (hat 15 Millionen Dollar Mitgift) sind noch zu haben.
Und Sébastien Buemi (21)? Der bleibt vorerst bei Toro Rosso der Red-Bull-Familie treu. Allerdings hat der nichtsahnende Toyota-Chef John Howett – BLICK darf es jetzt wohl verraten – Buemi beim GP Japan
ein Millionen-Angebot für 2010 gemacht. Wie übrigens auch Kubica, Button und Räikkönen! Gestern um 8.45 Uhr weinte Howett in Köln, als er seiner versammelten Mannschaft das Toyota-Aus mitteilen musste. Bei den vielen Gerüchten in den letzten Monaten hat sich das Team zerstritten: Intrigen, Chaos und Mobbing.
Seit Monaten wird im Zürcher Oberland schon Vollgas gegeben. Sauber zu BLICK: «Wir haben nie aufgehört, das nächstjährige Auto zu entwickeln. Und wenn ich mir jetzt die letzten Resultate von Heidfeld und Kubica anschaue, dann dürfen wir sogar optimistisch sein.» Allerdings hat der Zürcher aus dem Seefeldquartier in den letzten Monaten schon böse Überraschungen erlebt. «Die FIA muss unseren Platz zuerst offiziell bestätigen.»
Eigentlich kann fast nichts mehr passieren
Und wenn das Okay aus Paris kommt, dann fliessen auch sofort die Qadbak-Gelder von der Rothschild-Bank aus London in das neue Projekt, das vorerst für die nächsten drei Jahre geplant und auch gesichert ist. Da laut dem neuen Concorde Agreement neu 13 Teams erlaubt sind, kann fast nichts mehr passieren. Allerdings weiss man noch nicht genau, ob Toyota schliesst, verkauft oder umnutzt.
Im Gegensatz zu Honda, das vor einem Jahr das Team und die Fabrik in Brackley für ein englisches Pfund an Teamchef Ross Brawn verkaufte, hat Toyota trotz den Abschiedsplätzen 6 (Kobayashi) und 7 (Trulli) in Abu Dhabi keine solche Möglichkeit. Man könnte die Kölner Werkhallen höchstens an einen der vier Neulinge (Campos, Manor, Lotus, USF1) verscherbeln. Aber auch dann wäre Sauber das 13. Team. Zur Erinnerung: Hätte sich BMW wenige Tage nach seinem Ausstieg im Sommer nicht mit erhöhten Forderungen gegen das Nachfolge-Team quergestellt, wäre es nie zu diesem unrühmlichen Theater gekommen.
Wer soll nächste Saison für Sauber fahren?
Wenn Sauber noch in diesen Tagen grünes Licht bekommt, muss er sofort auf Fahrersuche gehen. Denn der Fahrermarkt ist bereits ziemlich ausgetrocknet: Einzig Heidfeld (der noch von McLaren-Mercedes träumt, falls Räikkönen absagt), Kovalainen, Glock (will zu Renault), Trulli, Klien und der russische GP2-Gesamtzweite Petrow (hat 15 Millionen Dollar Mitgift) sind noch zu haben.
Und Sébastien Buemi (21)? Der bleibt vorerst bei Toro Rosso der Red-Bull-Familie treu. Allerdings hat der nichtsahnende Toyota-Chef John Howett – BLICK darf es jetzt wohl verraten – Buemi beim GP Japan
ein Millionen-Angebot für 2010 gemacht. Wie übrigens auch Kubica, Button und Räikkönen! Gestern um 8.45 Uhr weinte Howett in Köln, als er seiner versammelten Mannschaft das Toyota-Aus mitteilen musste. Bei den vielen Gerüchten in den letzten Monaten hat sich das Team zerstritten: Intrigen, Chaos und Mobbing.
Lesen Sie auch
Das sagen Blick.ch-Leser
- michel koeb, montady - 14:15 | 05.11.2009
- » Komisch, er wollte aufhören, sich seiner Familie widmen, hatte genug.. und jetzt? Da ist Ex-Bundesratmentalität.... nicht gut! Rücktritt vom Rücktritt usw usw.
- seb pennisi, zürich - 13:34 | 05.11.2009
- » ich würde sehr gerne kobayashi und glock bei sauber sehen. glock bringt das auto vorwärts und der japaner ist sauschnell. heidfeld als sicherer wert und petrov (der einen ähnlichen fahrstil wie kubica hat, aber oft zu übermütig agiert) wären auch eine interessante variante. forza sauber!
- Edward Seiler, Dübendorf - 13:05 | 05.11.2009
- » In der Fahrersuche darf sicher der noch junge Fahrer Kobayashi nicht übersehen werden. Bei Toyota hat er einen wirklich Super Job gemacht. Hopp F1 Sauber.
- Reto Deflorin, USA - 12:43 | 05.11.2009
- » Nicht vergessen, Jaques Villeneuve ist im moment auch wieder sehr intensiv auf der suche und verhandelt bereits mit einigen Teams! Kobayashi hat positiv überrascht! Allerdings wird der noch eine zerstör-phase durchmachen wie alle jungen wilden. Für mich wäre das Duo Heidfeld / Villeneuve idealwunsch.
- Thomas Winistörfer, lenganu - 12:21 | 05.11.2009
- » schweizer team... schweizer fahrer...:-)
Marktplatz
Formel 1
Promo
Blick.ch



















































