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Sauber-Chefin Kaltenborn bilanziert die Saison «Wir hatten keine Mittel, das Auto weiterzuentwickeln»

Monisha Kaltenborn hat mit Sauber eine schwierige Saison hinter sich gebracht. Im Interview mit BLICK schaut sie zurück – und in die Zukunft.

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3 Nach Rosberg-Rücktritt Steht Mercedes jetzt wirklich zu Wehrlein?

Formel 1

Platz Name Land Punkte
1 Nico Rosberg GER 385
2 Lewis Hamilton GBR 380
3 Daniel Ricciardo AUS 256
4 Sebastian Vettel GER 212
5 Max Verstappen NED 204
6 Kimi Raikkonen FIN 186
7 Sergio Perez MEX 101
8 Valtteri Bottas FIN 85
9 Nico Hulkenberg GER 72
10 Fernando Alonso ESP 54
11 Felipe Massa BRA 53
12 Carlos Sainz Jr ESP 46
13 Romain Grosjean FRA 29
14 Daniil Kvyat RUS 25
15 Jenson Button GBR 21
17 Felipe Nasr BRA 2
19 Pascal Wehrlein GER 1
20 Stoffel Vandoorne BEL 1

Formel 1

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BLICK: Frau Kaltenborn, hat Sauber die schlimmste Saison aller Zeiten hinter sich?
Monisha Kaltenborn (45)
: Vielleicht die turbulenteste. Wir hatten schon 2014 sportlich ganz schwierige Zeiten. In diesem Jahr kam die finanzielle Not dazu. Wir hatten in der ersten Saisonhälfte keine finanziellen Mittel, um das Auto weiterzuentwickeln. Die Herausforderungen waren enorm.

Sauber lag auf dem Sterbebett.
So dramatisch würde ich es nicht formulieren. Aber die neuen Besitzer kamen genau zum richtigen Zeitpunkt. Es war schon eine existenzielle Frage. Und einschneidend für die Team-Geschichte war die Saison natürlich auch, weil Gründer Peter Sauber ausgeschieden ist. Es ist nun eine neue Ära angebrochen.

Nach den 33 Millionen Antrittsgage hat Sauber dank dem 10. Platz in der Konstrukteurswertung auch die zweite Tranche von 14 Millionen erhalten. Hat man somit das Minimalziel erreicht?
Zahlen kommentiere ich nicht. Die Sicherung der beiden Einnahme-Säulen ist für uns ein wichtiger Schritt. 

Aber Sie kämpfen trotzdem weiter für eine gerechtere Verteilung der Gelder?
Natürlich. Das System der nicht nachvollziehbaren Privilegien bleibt. Auf diese Wettbewerbsverzerrung muss die EU-Kommission schauen.

Es gibt viele Neuerungen. Die Reifen werden breiter, die Autos schneller. Der richtige Weg für mehr Spektakel?
Da sehe ich noch nicht zwangsläufig. Breitere Reifen machen auch das Überholen noch schwerer. Und ob wir pro Runde fünf oder sechs Sekunden schneller sind, merkt der Zuschauer nicht. Trotzdem müssen wir jetzt diese Änderungen nützen, um einen Schritt vorwärts zu machen.

Wir gross soll dieser Schritt sein?
Mercedes, Ferrari und Red Bull sind in einer eigenen Liga. Wir wollen uns im Mittelfeld finden. Das ist ein fordernder und grosser Schritt.

Was sind eigentlich Ihre Vorschläge, um die F1 attraktiver zu machen?
Das Regelwerk muss einfacher werden, die Leute verstehen diese Formel 1 nicht mehr. Dann muss man sich fragen, ob so ein Rennwochenende von Donnerstag bis Sonntag optimal ist. Man kann das sicher abkürzen. Und man sollte die Tickets billiger machen. Vor allem: Man muss da die Rennen fahren, wo der Motorsport gelebt wird. Und nicht da, wo die Veranstalter am meisten zahlen.

Also auf dem Nürburgring statt in Sotschi?
Zum Beispiel.

Ericsson bleibt. Und Wehrlein soll als zweiter Fahrer kommen?
Das ist noch alles offen. Auch Felipe Nasr bleibt ein Thema. Wir reden mit ganz verschiedenen Fahrern aus ganz unterschiedlichen Kontinenten. Wir möchten die Fahrerfrage sobald wie möglich klären.

Aber es sind noch mehr als zwei Kandidaten im Rennen?
Ja.

Ist Nico Rosberg eigentlich der richtige Weltmeister?
Ja, er hat das verdient. Es wäre aber schön, die Mercedes-Dominanz könnte in der neuen Saison durchbrochen werden.

«Ich kann niemandem sagen, ob er gehen muss oder nicht. Aber ich denke, man sollte schon merken, wenn eine neue Ära anbricht.» Das haben Sie in Bezug auf Zampano Bernie Ecclestone gesagt. Fordern Sie seinen Rücktritt?
Nein. Ich fordere gar nichts. Bernie Ecclestone hat Fantastisches geleistet. Aber die Formel 1 hat jetzt neue Besitzer. Diese kennen die Probleme. Es wird wichtig sein zuzusehen, inwieweit Bernie Ecclestone bereit ist, mit den neuen Besitzern zu kooperieren.

Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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22 Kommentare
  • Hans  Müller 01.12.2016
    Irgendwann wird die Frau auch noch Fördergelder der EU für den zweckfreien Rennstall in der Schweiz erwarten. Dies wortreich begründen und erklären, man gebe über monetäre Dinge keine Auskunft. Für mich ist der Rennstall ein Stück Schweizer Geschichte des Unvermögens, Selbst BMW musste aufgeben, unter deren Besitz schaffte das Team einen glücklichen Doppelsieg. (Drei vorne liegende verunglückten an der Boxenausfahrt.) Wahnsinn. 10 Jahre lang merkte man P.S. Freude und Interesse. Nun eben das.
  • Alfredo  Gehring aus Gera Lario
    01.12.2016
    An alle Kaltenborn-Kritiker, frauenverachtende Supermachos und höchstwahrscheinlich mittellose sowie schlecht ausgebilde Besserwisser:
    Wir Frau Kaltenborn diese sehr heiklen, nervenaufreibenden und auch
    peinlichen Situationen gemeister hat, sucht seinesgleichen. Sehr wenige Männer hätten dies geschafft. HUT AB - FRAU KALTENBORN
    • Georg  Kaiser , via Facebook 01.12.2016
      Ja natürlich, Hr. Gehring. Z.B. als Anwältin Verträge schreiben, die nicht brauchbar sind und den Rennstall im Nachhinein 20 Millionen kosten! und was hat Hr. Lauda gesagt, auf die Frage warum Sauber so erfolglos ist? Man müsste beim Management suchen......... Es ist ja auch auffällig, seit M.K. das Ruder in Händen hält, gehts nur noch abwärts. Force India hat auch kein Geld und wurde 4. in der Konstrukteure Wertung. Mit vielen EX Sauber Leuten, wohlverstanden!
    • Beat  Schenker aus Lugano
      01.12.2016
      @Georg Kaiser Sich schon gefragt warum die neuen Besitzer die hunderte von Millionen Verwalten, sicherlich alle wirklichen Details kennen, Monisha Kaltenborn das Vertrauen ausgesprochen haben?
      Oder ist die Aussage eines Managers der immerhin drei Fluggesellschaften in den Sand gesetzt hat mehr Wert?
      Und noch ein kleines Detail Frau Kaltenborn war vor, während und nach der BMW Zeit mehr oder weniger für das selbe Verantwortlich, am Schluss einfach offiziell, aber Peter Sauber im Hintergrund.
  • Pietro  Secreto aus Kölliken
    01.12.2016
    Die guten Ingenieure liefen wohl nicht ohne Grund Frau Kaosborn davon, Geld für eine zweite Frau einstellen war ja vorhanden, was ist deren Aufgabe genau? Von einer neuen Strategie sah man jedenfalls nichts.
    • Beat  Schenker aus Lugano
      01.12.2016
      Es ist Ihnen bewust wann diese sogenannte zweit Frau angestellt wurde?
      Haben Sie zudem bemerkt das seit Sauber in neuem Besitz ist und wieder Rechnungen und Löhne rechtzeitig Zahlen kann einige gute Leute angeheuert haben auch der bei Audis Langstreckeneinsatz Verantwortliche der zu BMW Zeiten schon mal in Hinwil erfolgreich tätig war.
    • Reto  Wenger , via Facebook 01.12.2016
      Frau Kaltenborn meinte, die Leute verstehen die Formel 1 nicht mehr. Passt perfekt zu ihrem Kommentar.
  • Theo  Froideveaux 01.12.2016
    Steht eigentlich irgendwo in unserer Verfassung, dass das Sauber-Team weiterbestehen muss. Man muss sich ja nur die Bilder dieser Frau Kaltenborn anschauen. Sie sieht eher aus wie Mutter Theresa, als wie eine erfolgreiche Managerin. Und, sie ist eine richtige Geldvernichtungsmaschine, die man endlich stoppen sollte. Wir brauchen kein F1 Team. Und das Schweizer Farbfernsehen könnte auch endlich auf diese teuren Übertragungen verzichten. Die Länder rundum berichten fast 24 Stunden live darüber.
    • Werner  Steingruber aus Flawil
      01.12.2016
      das aussehen einer person hat mit deren fähigkeiten aber gar nichts zu tun.
  • Werner  Muckenhirn-Werhub aus Basel
    01.12.2016
    In meinen Augen hat sie nun lange genug bewiesen, dass sie schlicht unbrauchbar ist. Warum hält man an ihr fest, mehr als billige Ausreden hat sie sowieso nicht auf Lager, also bitte sofort freistellen, danke!!