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Seit 2008 ist Grosjean bei Renault Testpilot – jetzt darf der Genfer auch in den Rennen starten. (AP)
Eigentlich egal. Der Blondschopf, der ab heute in Valencia bei Renault den gefeuerten Nelson Piquet Jr. ersetzt, ist in Genf geboren, lebt dort – und arbeitet nach dem Besuch des Naturwissenschaftlichen Gymnasiums bei einer Privatbank in der Calvinstadt.
Vater Christian in der Fachzeitung «speedweek»:
«Romain ist ein Schweizer – auch im Kopf. Doch seine ganze Rennfahrer-Ausbildung hat er in Frankreich absolviert und vom starken Nachwuchs-Programm profitiert. Deshalb fährt er jetzt logischerweise mit einer französischen Lizenz.»
Romains Patentante warnte Vater vor dem Doping im Skisport
Und diese war Formel-1-Guru Flavio Briatore (59) sehr wichtig, als er den 1,80 m grossen und 68 kg schweren Grosjean 2008 als Ersatzpilot zu Renault holte: «Mit einer Schweizer Lizenz kann man den Jungen nicht so gut verkaufen.»
Eigentlich stammt Grosjean (23), der im Fahrerlager oft arrogant wirkt (was aber nur Schüchternheit sein soll), aus einer Ski-Familie. Opa Fernand und Papi Christian
gewannen einige Rennen, Fernand nahm sogar an den Olympischen Spielen 1948 und 1952 teil.
Und warum landete Romain, der erst mit 14 Jahren sein erstes Kart-Rennen fuhr, auf dem Asphalt?
Schuld daran war seine Paten-tante, die selbst Skirennfahrerin war und Romains Vater bat, die Motorsport-Karriere seines Sohnes zu fördern, «denn dort würde sicher weniger gedopt!»
Jetzt sitzt Grosjean also als Partner von Alonso im Renault, und hat damit seine Titelträume in der GP2-Serie (Gesamtzweiter hinter Hülkenberg) aufgeben müssen. Der «falsche» Schweizer isst übrigens oft mit Rallye-König Sébastien Loeb (F), der in seiner Nähe wohnt, zu Mittag.
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Romain Grosjean (Keystone)